Photovoltaik
PV-Anlage: 1 Solargenerator, 2 Wechselrichter, 3 PV-Zähler, 4 übliche Elektroinstallation
Photovoltaik (PV) ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mithilfe von Solarzellen.
Dank der günstigen Vergütung der ins Stromnetz eingespeisten elektrischen Energie ist es in Luxemburg empfehlenswert eine PV-Anlage ans Stromnetz anzubinden. Netzgekoppelte PV-Anlagen bestehen aus Solargenerator (bestehend aus einer Anzahl PV-Modulen), Wechselrichter, Verkabelung und Netzanschluss (mit PV-Zähler).
Eine 4 kWp Anlage benötigt beispielsweise eine Fläche von ca. 40 m² und erzeugt an einem geeigneten Standort etwa 3200 kWh jährlich.
Die Fläche eines durchschnittlich großen Einfamilienhausdaches reicht bei guter Ausrichtung aus um den jährlichen Strombedarf eines stromeffizienten Haushaltes zu decken.
Die Solarzellen eines PV-Moduls werden aus monokristallinem, polykristallinem oder amorphem Silizium hergestellt. Gilt es eine maximale Leistung auf eine beschränkte Fläche zu installieren, kommen wegen des geringeren Flächenbedarfs vorzugsweise mono- oder polykristalline Module zum Einsatz. Amorphe Module (Dünnschicht) eignen sich besonders bei Indach-Systemen. Die leistungsspezifische Energieausbeute dieser Module ist unter bestimmten Bedingungen höher, da deren Ausnutzung von diffusem Licht besser ist.
Wechselrichter
Der Wechselrichter wandelt den vom Solargenerator erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der ins Stromnetz eingespeist werden kann. Er sollte so nah wie möglich an den Modulen - um die Gleichstromkabel so kurz wie möglich zu halten - und an einem möglichst kühlen und trockenen Platz installiert werden, der leicht zugänglich ist.
PV-Anlagen funktionieren ohne teure Reparaturen und weisen nur geringe Betriebskosten auf. Der Anlagenbetreiber sollte, nach Möglichkeit, den Betriebszustand des Wechselrichters täglich, die Solargeneratorfläche (wenn nötig Blätter oder Verschmutzung entfernen) und den Energieertrag monatlich, und die Verkabelung halbjährig prüfen.
Zur Installation einer Solaranlage muss eine möglichst nach Süden ausgerichtete und unverschattete Fläche vorhanden sein.
Die Ertragseinbuße eines PV-Solargenerators beläuft sich bei Ost- bzw. Westausrichtung auf ca. 20% im Vergleich zur Südausrichtung (bei einem Neigungswinkel von 30°). Eine Neigung von 30° ist optimal. Die maximale Ertragseinbuße beträgt bei einem Neigungswinkel zwischen 10° und 60° ca. 10% (bei Südausrichtung).
Eine PV-Anlage reagiert äußerst sensibel auf Verschattung. Liegt der PV-Solargenerator auch nur zum Teil im Schatten, kann er schon beträchtlich an Leistung verlieren. Deshalb muss die Verschattung so weit wie möglich vermieden werden. Mögliche Schattenverursacher sind Topografie, Vegetation, umliegende Gebäude, Antennen, Schornsteine.
Zur Planungsunterstützung sollte eine Simulation der Solaranlage durchgeführt werden. Somit kann die Abstimmung zwischen Solargenerator und Wechselrichter optimiert und eine Ertragsprognose erstellt werden.
Downloads
- Beispiel einer 2,8 kWp PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus (PDF - 136 kB)
- Gestaltung und Planung einer PV-Anlage (PDF - 74 kB)
- Funktionsweise einer Solarzelle (PDF - 50 kB)
- Simulation einer 4 kWp PV-Anlage (PDF - 546 kB)
- Broschüre Solartechnik (PDF - 614 kB)

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