Erdwärmepumpe
Wärmepumpen erweisen sich in gut gedämmten Gebäuden als besonders wirksame Heizsysteme.
Eine Wärmepumpe ermöglicht mithilfe von Strom die Nutzung der im Erdreich oder in der Umgebungsluft gespeicherten Sonnenenergie zum Heizen und für die Erzeugung von Brauchwarmwasser.
Sie kann den gesamten Wärmebedarf eines Gebäudes liefern, unabhängig vom Tages-/Nachtzyklus und den Jahreszeiten. Die Wärmepumpen basieren auf einer ausgereiften Technik, zeichnen sich durch einen wartungsarmen Betrieb aus und stellen eine vollwertige und raumsparende Alternative dar. Die Qualität einer Wärmepumpe ist durch ihre Leistungszahl (COP) definiert.
Für Erdwärmepumpen gibt es drei Arten der Energieaufnahme:
- Horizontal im Erdreich (Erdwärmekollektoren): Die Kollektoren werden horizontal unter der Erde verlegt (in mindestens 1,5 m Tiefe). In Abhängigkeit von der Dämmqualität des Gebäudes erfordern sie eine Fläche, die 1,5 bis 2,5 Mal so groß ist wie die zu beheizende Wohnfläche. Die Leistungszahlen der Wärmepumpen mit horizontalem Kollektor erreichen für gewöhnlich Werte von über 4,3 (B0/W35–).
- Vertikal im Erdreich (Erdwärmesonden): Bei den Erdwärmesonden handelt es sich am häufigsten um U-förmig gebogene Rohre, die in vertikale Bohrlöcher von 50-100 m Tiefe eingeführt werden. Die Tiefe und die Anzahl der Bohrlöcher hängen dabei von der Heizleistung des Gebäudes und von den Bodeneigenschaften ab. Zum Schutz des Grundwassers sind geothermische Bohrungen nur an bestimmten Stellen erlaubt. Eine Übersicht der zulässigen Standorte ist unter dem nachstehenden Link abrufbar: http://eau.geoportail.lu/?lang=de (-Grundwasser, Einschränkung Wärmepumpen ankreuzen). Die Leistungszahlen der Wärmepumpen mit vertikalen Sonden erreichen für gewöhnlich Werte von > 4,3 (B0/W35).
- Vertikal im Erdreich (Erdwärmekörbe oder Spiralsonden): Bei den Erdwärmekörben oder Spiralsonden handelt es sich um Rohre, die in Form eines Kegels oder Zylinders mit einem Durchmesser von 2 bis 10 m aufgewickelt sind. Ihr Vorteil: Sie benötigen eine geringere Fläche als die horizontalen Kollektoren und man erspart sich die für die Sonden erforderlichen tiefen Bohrlöcher. Informieren Sie sich beim Wasserwirtschaftsamt über die eventuelle Pflicht zur Beantragung einer Genehmigung! Die Leistungszahlen der Wärmepumpen mit Spiralsonden erreichen für gewöhnlich Werte von > 4,3 (B0/W35).