Kompetenzzentren

Die Ziele

Die Kompetenzzentren verfolgen drei Ziele:

  • Aufbau eines kohärenten und integrierten Systems für die branchenspezifische berufliche Weiterbildung,
  • Beobachtung der branchenspezifischen Technologie,
  • Investition in die Solidarwirtschaft.

Das vorgeschlagene Weiterbildungssystem richtet sich an Angestellte von Handwerksbetrieben und umfasst die branchenspezifische Grundausbildung, Fortbildung und Spezialisierung auf hohem Niveau.

Finanzierungsmodalitäten

Zur Finanzierung der Kompetenzzentren investieren die Unternehmen des Baugewerbes und des Ausbaus jährlich 0,5 % ihrer Lohnsumme in Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Fédération des Artisans hat mit den repräsentativen Gewerkschaften OGBL und LCGB eine branchenübergreifende Vereinbarung getroffen, um dieses Prinzip der gemeinsamen Finanzierung von Weiterbildungen für das Handwerk allgemein einzuführen. So kann dieses branchenspezifische Weiterbildungssystem langfristig eingerichtet und finanziert werden.

Partnerschaft

Die Zentren werden durch die Verbände des Baugewerbes unterstützt 

  • Fédération des Installateurs en Équipements Sanitaires et Climatiques (Verband der Sanitär- und Klimainstallateure)
  • Association des Patrons Electriciens (Vereinigung der Inhaber von Elektrobetrieben)
  • Fédération des Intégrateurs (Verband der Systemintegratoren)
  • Fédération luxembourgeoise des Ascensoristes (Luxemburgischer Verband der Aufzugtechniker)          

sowie durch die Verbände des Ausbaus

  • Association des Patrons Menuisiers (Vereinigung der Inhaber von Schreinereien)
  • Fédération des Entreprises de Carrelages (Verband der Fliesenleger-Betriebe)
  • Holzbau
  • Fédération des Maîtres Couvreurs (Verband der Dachdecker-Meister)
  • Fédération des Maîtres Ferblantiers et Calorifugeurs (Verband der Spengler- und Isoliermeister)
  • Fédération des Maîtres Marbriers (Verband der Mamorschleifer-Meister)
  • Bildhauer und Steinbildhauer
  • Fédération des Patrons Peintres et Vitriers (Verband der Inhaber von Maler- und Glaserbetrieben)
  • Fédération des Patrons Plafonneurs et Façadiers (Verband der Inhaber von Gipser- und Fassadenbaubetrieben)
  • Fédération des Entreprises des Métiers du Métal (Verband der eisenverarbeitenden Unternehmen)

Funktionsmodalitäten

Jedes Jahr führen die Kompetenzzentren eine tief greifende Analyse des Weiterbildungsbedarfs bei den Unternehmen des Baugewerbes und des Ausbaus durch. Aufgrund dieser Bedarfsanalyse wird ein detaillierter Weiterbildungsplan für die Branche ausgearbeitet, der durch die Verbände und durch die Commission de Gouvernance des Centres de Compétences (Leitungskommission der Kompetenzzentren) genehmigt wird.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kompetenzzentren führen in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten die Umsetzung durch.

Ausweitung des Modells

Das Modell der Kompetenzzentren wird nicht nur für die Handwerksberufe des Baugewerbes und des Ausbaus genutzt, sondern kann auch auf andere Berufszweige oder Branchen ausgeweitet werden.Die Schaffung einer Institution für eine Ausbildung auf Hochschul-Niveau
(EQR 5-7) nach dem Modell der deutschen Fachhochschulen ist ebenfalls vorgesehen, um eine technische und technologische Bildung auf hohem Niveau zu gewährleisten.

System der beruflichen Weiterbildung

Das vorgeschlagene Weiterbildungssystem richtet sich an Angestellte von Handwerksbetrieben und umfasst die branchenspezifische Grundausbildung, Fortbildung und Spezialisierung auf hohem Niveau. Die Strukturierung dieses System folgt dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) und ermöglicht die Fortbildung der Angestellten während ihrer gesamten Berufslaufbahn, also vom Grundniveau (EQR 1) über die Beherrschung des fortgeschrittenen Wissens und der fortgeschrittenen Kompetenzen bis hin zur Spezialisierung (EQR 5). Die Weiterbildungen sind nach dem Dreiklang Wissen-Kompetenzen-Verhalten ausgerichtet und bauen auf dem Kompetenzrahmen auf. Sie werden für dreißig Berufe aus dem Baugewerbe und dem Ausbau angeboten.

Solidarwirtschaft

Durch die solidarische Dimension soll die berufliche Integration von Personen, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, oder von jungen Menschen, die sich für das Handwerk interessieren, gefördert werden. Auf diesem Niveau ist eine enge Zusammenarbeit mit der ADEM (Administration de l‘Emploi, luxemburgische Arbeitsagentur) und anderen Akteuren der Solidarwirtschaft angebracht.

Technologiebeobachtung

Die branchenspezifische Technologiebeobachtung beschränkt sich nicht auf die Analyse der Trends und auf die Verbreitung von innovativem Wissen, sondern umfasst auch die Werkzeuge zur Umsetzung der modernsten technischen und technologischen Neuentwicklungen in den Handwerksbetrieben des Landes.

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