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In welchen Fällen kann eine LENOZ-Zertifizierung erstellt werden?

Ein LENOZ-Zertifikat kann für alle Wohngebäude erstellt werden, für die ein Energiepass vorliegt, unabhängig davon, ob es sich um einen Neubau oder ein bestehendes Wohngebäude handelt.
Die Ausstellung eines Zertifikates ist an eine gewisse „Mindestnachhaltigkeit“ entsprechend „Klasse 4“ (Kapitel 0.2 der « Annexe du règlement grand-ducal relative à la certification de la durabilité des logements») gekoppelt. Bestehende Wohngebäude können diese „Mindestnachhaltigkeit“ im Zuge von umfassenden Renovierungsarbeiten erreichen.

In welchen Fällen wird der Kennwert Ieco12 berücksichtigt?

Der Kennwert Ieco12 bewertet eine neue, nachträglich eingebrachte Dämmschicht und wird in folgenden Fällen berücksichtigt:

  • bei einer energetischen Renovierung von Bauteilen der Gebäudehülle im Rahmen des Förderprogramms „PRIMe House 2017“,
  • im Rahmen einer LENOZ-Zertifizierung eines renovierten Bestandsgebäudes.

Ist der Ausbau eines bestehenden Wohngebäudes im Rahmen des Beihilfeprogramm PRIMe House förderfähig?

Die neuen Bauteile des Ausbaus eines bestehenden Wohngebäudes können mit staatlichen Beihilfen im Rahmen einer energetischen Renovierung gefördert werden.

Daraus folgt, dass die im Gesetz bzw. in der großherzoglichen Verordnung vom 23. Dezember 2016 festgesetzte Grundsatzvereinbarung vor Beginn der Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten zu beantragen ist.

Gleichwohl ist eine einfache Erweiterung eines Wohngebäudes ohne eine verglichen mit dem Ausgangszustand des Gebäudes zu Energieeinsparungen führende energetische Renovierung der thermischen Hülle des bestehenden Gebäudes nicht förderfähig.

(Stand 10/2017)

Kann ein Experte zur Berechnung der Umweltauswirkungen andere Materialdaten als die im LuxEeB-H-Tool hinterlegten Daten verwenden?

Ein Experte kann andere Materialdaten als die im LuxEeb-H-Tool hinterlegten Daten verwenden, und zwar:

  • « Ökobau.dat 2016 » conformément à la norme EN 15804 (édition du 18.05.2016) oder
  • EPD (Environmental Product Declaration) du constructeur conformément à la norme EN 15804.

Sofern sich die Verwendung einer EPD für ein spezifisches Produkt als vorteilhaft erweist, steht den Experten der seitens des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen bereitgestellte Icalc-Kalkulator zur Verfügung, der auf der Webseite www.myenergy.lu unter der Rubrik „Experten“ heruntergeladen werden kann.
Im Falle der individuellen Berechnung seitens des Experten sind die zur Berechnung der Ökologiekennwerte erforderlichen Werte in Blatt Nr. 4 des Icalc-Kalkulators einzutragen.

Im Anschluss daran sind die Ökologiekennwerte des spezifischen Produkts im LuxEeb-Tool
manuell in das Berechnungsblatt der U-Werte zu übertragen.

Allgemeiner Hinweis: Jede Schicht (Dämmmaterialien, Membrane, Holz, Blöcke, Platten) kann optional nach Maßgabe dieser Methode berechnet werden. Beim Rückgriff auf eine produktspezifische EPD handelt es sich nicht um das seitens der Experten primär einzusetzende Verfahren. Um die Berechnung der Ökologiekennwerte so einfach wie möglich zu gestalten, steht im LuxEeb-Tool eine Datenbank zur Verfügung und SÄMTLICHE darin eingetragenen Werte können für die Berechnung der Ökologiekennwerte verwendet werden.

(Stand 10/2017)

Unter welchen Voraussetzungen berechtigt der Umbau eines Nutzgebäudes in ein Wohngebäude zum Erhalt von finanziellen Beihilfen aus dem staatlichen Beihilfeprogramm PRIMe House?

Der Umbau eines nicht Nutzgebäudes in ein Wohngebäude berechtigt zum Erhalt der staatlichen PRIMe House-Beihilfen für die nachhaltige energetische Renovierung, sofern die Baugenehmigung für einen Umbau oder eine Nutzungsänderung erteilt wurde.

Daraus folgt, dass die im Gesetz bzw. in der großherzoglichen Verordnung vom 23. Dezember 2016 festgesetzte Grundsatzvereinbarung vor Beginn der Umbauarbeiten zu beantragen ist.

Der Umbau eines Nutzgebäudes berechtigt zum Erhalt der staatlichen PRIMe House-Beihilfen für Wohnneubauten, sofern die Baugenehmigung für einen Neubau erteilt wurde. Das umgebaute Gebäude muss in Bezug auf die Energieeffizienz in jedem Fall den geltenden Anforderungen für Neubauten entsprechen.

(Stand 10/2017)

Was beschreibt der Kennwert Ieco12?

Der Kennwert Ieco12 beschreibt die Umweltbelastung (Ienv) sowie die Primärenergiebelastung (Iprim) eines Dämmmaterials bezogen auf eine Dämmschichtdicke von 12 cm. Somit entsteht eine Umweltbewertung unabhängig von der bestehenden Bausubstanz unter Einbeziehung der grauen Energie der verwendeten Dämmstoffe.

Was ist zu tun, wenn zu einem Baumaterial keine Angaben der Umweltbelastungen vorliegen?

Für den Fall, dass die Angaben über die Umweltauswirkungen nicht vorliegen, können die Ökologiekennwerte des besagten Baumaterials nicht berechnet werden.

Was tun, damit die Anforderungen in Bezug auf das Kriterium 5.8 der PRIMe House auf dem „PRIMe HOUSE“-Blatt des LENOZ-Tools korrekt angezeigt werden?

Damit die spezifische Anforderung (6, 8 oder 10 Punkte) in Bezug auf das Baujahr auf dem „PRIMe House“-Blatt korrekt angezeigt wird, muss das Erstellungsdatum auf der START-Maske des LENOZ-Tools korrekt eingetragen sein.

Das Erstellungsdatum muss gegebenenfalls dem Beantragungsdatum der Baugenehmigung entsprechen.

(Stand 10/2017)

Was tun, wenn die Renovierungsmaßnahme nicht in Übereinstimmung mit der Grundsatzvereinbarung umgesetzt wird?

Ein Antrag auf Erhalt einer Grundsatzvereinbarung ist vom Antragsteller vor dem Beginn der Arbeiten zur energetischen Renovierung einzureichen. Sofern der Antragsteller das Renovierungskonzept auf Anraten des Energieberaters nach dem Erhalt der Grundsatzvereinbarung verändert, kann der Antragsteller den Erhalt einer neuen Grundsatzvereinbarung beantragen. Diese Beantragung ist freiwillig. Sofern sich der Antragsteller darüber vergewissern möchte, dass das veränderte Renovierungskonzept förderfähig bleibt, ist die Neubeantragung der Grundsatzvereinbarung hingegen von wesentlicher Bedeutung.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen muss das Dämmmaterial erfüllen, um zum Erhalt der zusätzlichen finanziellen Beihilfe des PRIMe House-Programms zu berechtigen?

Dämmmaterialien, die zum Erhalt der zusätzlichen finanziellen Beihilfe berechtigen, müssen die nachstehenden Anforderungen allesamt erfüllen: 

  • Der Kennwert Ieco12 des Dämmmaterials liegt unter 23,7 UI6/m2,
  • Das Dämmmaterial besteht ausschließlich aus erneuerbaren Materialien,
  • Das Dämmmaterial ist ausschließlich mechanisch befestigt.

Unter einem „ausschließlich aus erneuerbaren Materialien“ bestehenden Dämmmaterial ist ein Dämmmaterial aus erneuerbaren Rohstoffen zu verstehen. Im Gegensatz zu synthetischen Materialien aus nicht erneuerbaren petrochemischen Ressourcen und mineralischen Materialien, die in erster Linie aus mineralischen Primärressourcen oder zuweilen aus teilweise recycelten mineralischen Ressourcen bestehen, bestehen erneuerbare Materialien abgesehen von den erforderlichen Zusatzstoffen zur Sicherstellung der technischen Anforderungen des Dämmmaterials (z.B. Flammschutzmittel) aus pflanzlichen oder tierischen Fasern. Der Begriff „erneuerbar“ ist folglich nicht mit dem Begriff „recycelbar“ zu verwechseln, der auch Materialien aus nicht erneuerbaren Quellen umfassen kann, wie beispielsweise synthetische Materialien auf Erdölbasis.

Das „erneuerbare“ Dämmmaterial darf mit Ausnahme der Putzschicht ausschließlich mechanisch befestigt werden. Daraus folgt, dass eine Befestigung der Platten durch Verkleben und Verdübeln nicht zum Erhalt der zusätzlichen finanziellen Beihilfe berechtigt.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen müssen die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Renovierung erfüllen, um zum Erhalt der spezifischen finanziellen Beihilfe des PRIMe House-Programms zu berechtigen?

Die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Renovierung müssen die nachstehenden Anforderungen erfüllen:

  • Die Mindestdicke des Dämmmaterials (Tabelle Anhang II, betreffend Artikel 2 der großherzoglichen Verordnung bezügliches Programms der finanziellen Beihilfen 
  • Der Ökologiekennwert Ieco12 des Dämmmaterials liegt unter 50 UI6/m2.  

http://legilux.public.lu/eli/etat/leg/rgd/2016/12/23/n42/jo

Maßnahmen mit Dämmmaterialien, deren Ökologiekennwert Ieco12 über 50 UI6/m2 liegt, sind nicht förderfähig, mit Ausnahme der Dämmmaßnahmen von erdberührten Bauteilen.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen müssen Wohnneubauten ab 2017 erfüllen, um im Rahmen des PRIMe-House-Programms gefördert werden zu können?

Wohnneubauten, für die eine Baugenehmigung zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2020 beantragt wird, können im Rahmen des PRIMe House-Programms gefördert werden, wenn sie für 46 LENOZ-Kriterien aus 3 Kategorien mindestens 60 % der möglichen Punkte pro Kategorie erreichen.

Für die Kriterien 4.1.1 und 5.8.1 gelten folgende Anforderungen:

- 4.1.1. „Umweltbewertung der Baumaterialien“:

  • Mindestens 24 von 40 Punkten sind zu erzielen,
  • Mindestens 21 von 40 Punkten sind bei Gebäuden mit mindestens 3 Etagen über dem Erdgeschoss zu erzielen.

- 5.8.1 „Aufbau und Demontagefähigkeit“ :

  • 2017: Mindestens 6 von 10 Punkten sind zu erzielen,
  • 2018: Mindestens 8 von 10 Punkten sind zu erzielen,
  • 2019: 100 % Förderung bei mindestens 10 von 10 Punkten, 80 % des Gesamtbetrags der Förderung bei mindestens 8 von 10 Punkten.

(Technische Einzelheiten zu 4.1.1 siehe Fragen zu LENOZ Kategorie 4)
(Technische Einzelheiten zu 5.8.1 siehe Fragen zu LENOZ Kategorie 5)

Welche Anforderungen stellt das LENOZ-Kriterium 5.8 an die Demontierbarkeit eines Neubaus?

Der überwiegende Anteil eines Bauteils, d.h. über 50 % seiner Fläche, muss einfach demontierbar bzw. trennbar sein.
Ausgenommen von der Anforderung an die Demontierbarkeit sind:

  • Putzschicht auf Dämmungen auf Mauerwerk
  • Erdberührte Bauteile.

Für die Demontierbarkeit müssen sämtliche Schichten eines Bauteils berücksichtigt werden, welche auch für die U-Wert-Berechnung zu berücksichtigen sind. Erdreichberührte Bauteile sowie die Oberflächenmaterialien von Wänden, Böden und Decken (z.B. Tapeten, Farben, Bodenbeläge usw.) werden nicht mit einbezogen. Ein Verzeichnis der Materialien der überwiegend vorhandenen Bauteile ist zu erstellen, das die Lage, den Aufbau und die Art der Materialzusammensetzung pro Bauteil enthält. Eine Vorlage der Liste befindet sich im LENOZ-Musterdossier.

(Stand 10/2017)

Welche Arbeiten einer Renovierungsmaßnahme gelten als förderfähige Kosten im Sinne des PRIMe House-Programms?

Im Allgemeinen gelten sämtliche Kosten in Verbindung mit den für den Einbau eines Dämmmaterials erforderlichen Arbeiten als förderfähige Kosten. Die Umweltverwaltung stellt eine ausführliche Liste der betreffenden Arbeiten bereit.

(Stand 10/2017)

Welche Aufgaben hat ein anerkannter Energieberater?

Die Aufgaben des anerkannten Energieberaters sind:

  • Vor-Ort Energieberatung,
  • Erstellen des Beratungsberichts (umfassend die Beschreibung des energetischen Ist-Zustands, Datum der Vorortberatung, der Energieausweis vor der energetischen Renovierung und das Gesamtrenovierungskonzept),
  • Überprüfung der Konformität der Kostenvoranschläge mit den im Renovierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen,
  • Überprüfung der Konformität der ausgeführten Arbeiten mit den im Renovierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen,
  • Erstellen des Abschlussberichts für den Antrag auf Ausbezahlung der Beihilfen,
  • Ausfüllen der Antragsformulare auf eine Grundsatzeinigung (accord de principe) und auf Ausbezahlung der Beihilfen.

Welche Bauteile eines Wohngebäudes werden für die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim berücksichtigt?

Im Falle eines Neubaus werden die Bauteile der thermischen Hülle (Außenstruktur) und die Innenwände und Innendecken berücksichtigt.
Für die Bauteile der Außenstruktur werden sämtliche für die Berechnung des U-Wertes zu berücksichtigenden Schichten auch für die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim berücksichtigt.
Wohnungstrennwände zwischen zwei Wohngebäuden oder zwischen den verschiedenen Einheiten eines Mehrfamilienhauses gelten als Innenwände (innerhalb der Gebäudehülle).

Im Falle eines Bestandgebäudes werden ausschließlich die im Zuge der Renovierungsarbeiten neu eingebrachten Dämmmaterialien berücksichtigt.

(Stand 10/2017)

Welche Bauteilschichten sind für die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim zu berücksichtigen?

Die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim folgt den Regeln der Berechnung der U-Werte. Allerdings müssen Abdichtungsschichten und Dampfbremsen für die Berechnung der ökologischen Kennwerte berücksichtigt werden, auch wenn diese bei der Berechnung des U-Wertes aufgrund ihres geringen Dämmwirkung vernachlässigbar sind.

(Stand 10/2017)

Welche Kriterien müssen nachträgliche Dämmmaßnahmen entsprechend der großherzoglichen Verordnung vom 27. Dezember 2016 ab dem 1. Januar 2017 erfüllen?

Ab dem 1. Januar 2017 (Rechnungsdatum der Energieberatung) müssen Dämmmaßnahmen sowohl Kriterien der Energieeffizienz als auch der Nachhaltigkeit erfüllen. Die Kriterien der Energieeffizienz entsprechen im Wesentlichen denen des vorherigen PRIMe House Programms, beziehen sich also auf den Energieeffizienzstandard.

Die Kriterien der Nachhaltigkeit beziehen sich auf die Ökologie des Dämmmaterials und auf die Art seiner Befestigung sowie auf den für die Herstellung des Dämmmaterials eingesetzten Rohstoff.

Die ökologische Qualität ist definiert durch die mit Hilfe des Kennwertes Ieco12 bewerteten Umweltauswirkungen eines Dämmmaterials.

(Stand 10/2017)

Welcher Primärenergiebedarf wird für die Berechnung des Kennwerts Iprim im Falle eines Bestandsgebäudes berücksichtigt?

Im Falle eines Bestandsgebäudes berücksichtigt der Kennwert Iprim (Kriterium 4.2) nur den Primärenergiebedarf der technischen Installationen, die zur Konditionierung des Gebäudes dienen.
Der Primärenergieaufwand der bestehenden Bausubstanz wird nicht berücksichtigt.

Welcher Primärenergiebedarf wird für die Berechnung des Kennwerts Iprim im Falle von Neubauten berücksichtigt?

Im Falle einer LENOZ-Zertifizierung eines Neubaus werden für die Berechnung des Kennwerts Iprim sowohl der Primärenergiebedarf für die Erstellung des Wohngebäudes als auch der Primärenergiebedarf über 30 Jahren für das Beheizen des Gebäudes berücksichtigt.

Wer darf Beratungsberichte zur energetischen Renovierung im Rahmen des Förderprogramms PRIMe House erstellen?

Energieberatungsberichte im Rahmen des Förderprogramms „PRIMe House“ dürfen ausschließlich von einem vom Umweltminister anerkannten Energieberater erstellt werden. Ein Energieberater muss sich bei der Umweltverwaltung entsprechend dem Gesetz vom 21. April 1993 anerkennen lassen.

(Loi du 21 avril 1993 relative à l’agrément de personnes physiques ou morales, privées ou publiques, autres que l’Etat, pour l’accomplissement de tâches techniques d’étude et de vérification dans le domaine de l’environnement)

Wer kann die Beihilfe zur Erstellung eines LENOZ-Nachhaltigkeitszertifikats im Falle einer Eigentümergemeinschaft beantragen?

Im Allgemeinen beantragt der Eigentümer eines Gebäudes oder der Hausverwalter die Beihilfe zur Erstellung eines Nachhaltigkeitszertifikats.

Ein Bauträger hat demnach Anspruch auf die finanzielle Beihilfe, sofern er zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags Eigentümer des Gebäudes ist. Künftigen Eigentümern von Wohngebäuden kann die finanzielle Beihilfe (prime d’ètablissement) nicht mehr bewilligt werden.

Der Betrag der finanziellen Beihilfe ergibt sich aus den nachstehenden Bestimmungen:

  • Sofern der Bauträger alleiniger Eigentümer ist und der vertikale Katasterauszug noch nicht erstellt wurde: Finanzielle Beihilfe in Höhe von Euro 1 500,-;
  • Sofern der Bauträger alleiniger Eigentümer ist und der vertikale Katasterauszug bereits erstellt wurde: Finanzielle Beihilfe in Höhe von Euro 750,- pro Wohnung bis zur Maximalhöhe der tatsächlichen Kosten.

(Stand 10/2017)

Wie berechnet man die Ökologiekennwerte Ienv und Iprim?

Im Allgemeinen werden die Ökologiekennwerte Ienv und Iprim beim Ausfüllen des Berechnungsblattes der Wärmedurchgangskoeffizienten der verschiedenen Schichten der thermischen Hülle (U-Wert) automatisch berechnet (ausgehend von der im LuxEeb-Tool implementierten Datenbank).

Im Kapitel 7.3 der Annexe du règlement grand-ducal relative à la certification de la durabilité des logements» ist der Kennwert Ienv für verschiedene Konstruktionen angegeben. Die aktuellen, im LuxEeB-H-tool hinterlegten Materialwerte können eingesehen werden im Dokument „Materialdaten LENOZ 2016“ auf der Internetseite http://www.ml.public.lu/fr/lenoz/Experts/index.html

(Stand 10/2017)

Wie ist die Errichtung eines demontierbaren Neubaus gemäß LENOZ Kriterium 5.8 nachzuweisen?

Jedes an der Durchführung der Arbeiten beteiligte Unternehmen liefert eine Rechnung samt Konformitätsbescheinigung und detailliertem Kostenvoranschlag/Erläuterung.

Zur Verringerung des Verwaltungsaufwands können die seitens der Umweltverwaltung bereitgestellten Konformitätsbescheinigungen die detaillierten Kostenvoranschläge/Erläuterungen und die Konformitätsbescheinigungen der Unternehmen ersetzen. Die entsprechenden Rechnungen sind beizufügen.

Die das für Wohnneubauten zu verwendende Formular der Umweltverwaltung (NCLD) ergänzenden Bescheinigungen stehen hier zum Download bereit.

(Stand 03/2018)

Wie kann ein Energieberater sich anerkennen lassen?

Energieberater können sich seit Januar 2017 bei der Umweltverwaltung anerkennen lassen. Voraussetzung für die Anerkennung ist eine Mitgliedschaft im OAI (gemäß Gesetz vom 13. Dezember 1989) oder eine Zulassung gemäß abgeänderter großherzoglicher Verordnung vom 10. Februar 1999 (relatif à l'agrément de personnes physiques ou morales privées ou publiques, autres que l'État pour l'accomplissement de tâches techniques d'étude et de contrôle dans le domaine de l'énergie).

Ab dem 15. Dezember 2018 müssen anerkannte Energieberater bei einem vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur anerkannten Organismus („organisme conventionné“) an einem Qualitätssicherungssystem für Beratungstätigkeiten zum Thema Energie und Nachhaltigkeit von Wohngebäuden teilnehmen.

Wie verfasst man die Dokumentation der technischen Anlagen entsprechend dem LENOZ-Kriterium 5.7.6?

myenergy hat eine Vorlage eines kurzen und einfachen Handbuchs, das die Beschreibung der wichtigsten Bestandteile der technischen Anlagen, deren Regelung sowie Wartungsintervalle enthält entwickelt. Sie können die einzelnen Kapitel pro Anlagentechnik hier runterladen.

(Stand 10/2017)

Wie wird der Kennwert Ieco12 berechnet?

Der Kennwert Ieco12 ist für einige Dämmmaterialien im Kapitel 7.3 der „Annexe du règlement grand-ducal relatif à la certification de la durabilité des logements“ angegeben und kann übernommen werden.

Im Falle des Einsatzes anderer Dämmmaterialien können die Experten den Kennwert Ieco12 mithilfe des unter nachstehendem Link verfügbaren Tools „Icalc berechnen.

(Stand 10/2017)

Wie wird die Ökologie eines Wohngebäudes nach LENOZ bewertet?

Die Ökologie eines Wohngebäudes wird durch die Ökologiekennwerte Ienv und Iprim bewertet. Der Kennwert Iprim bewertet den Primärenergiebedarf der Baumaterialien und der technischen Installationen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Der Kennwert Ienv bewertet die Umweltverträglichkeit eines Materials oder eines Bauteils auf Grundlage der folgenden Umweltauswirkungen:

  • Treibhauspotenzial (GWP),
  • Ozonschichtabbaupotenzial (ODP),
  • Ozonbildungspotenzial (POCP),
  • Versauerungspotenzial (AP),
  • Überdüngungspotenzial (EP).

Darüber hinaus wird die Ökologie eines Wohngebäudes auch durch die nachstehenden Kriterien bestimmt:

  • Einsatz von Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung,
  • Senkung des Trinkwasserverbrauchs und der Abwassermenge,
  • Einsatz erneuerbarer Energien,
  • Eigenverbrauch des seitens der Photovoltaikanlage erzeugten Stroms,
  • Senkung des Stromverbrauchs der Haushaltsgeräte.

(Stand 10/2017)

Worauf muss der anerkannte Energieberater bei der myenergy certified Zertifizierung achten?

Das Qualitätssicherungssystem für anerkannte Energieberater im Sinne des Förderprogramms PRIMe House umfasst die nachstehenden Inhalte:

  • Überprüfung der Grundqualifikation des Energieberaters,
  • Überprüfung der Zusatzqualifikationen des Energieberaters,
  • Vor der Zertifizierung: Überprüfung und Billigung eines Energieberatungsberichts für ein Renovierungsprojekt,
  • Das System der Qualitätskontrolle umfasst:
    • Die Qualitätskontrolle der Dienstleistungen der Energieberater,
    • Die Überprüfung der Einhaltung der Bedingungen im Zusammenhang mit der Weiterbildung der Energieberater, sowie
    • Die Einrichtung eines Kundenbewertungssystems.

(Stand 10/2017)

Zu welchen Bauteilen müssen Angaben hinsichtlich der Demontagefähigkeit gemacht werden?

Die Angaben der Demontagefähigkeit müssen zu allen Bauteilen der Gebäudehülle sowie zur inneren Struktur (Wände und Decken) gemacht werden:

  • Dachkonstruktion
  • Außenwandkonstruktion
  • Fenster
  • Unterer Abschluss der Gebäudehülle
  • Innendecken
  • Innenwände.

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