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Bilden sich auf gedämmten Außenmauern Algen?

Diesbezüglich werden hauptsächlich Dämmfassadensysteme beschuldigt und an den Pranger gestellt. Es stimmt, dass die Außenputzschicht auf gedämmten Mauern eine niedrigere Temperatur hat und die Trocknung des Regen- und Kondenswassers verlangsamt. Zur Bestimmung des Ursprungs der Entwicklung von Mikroorganismen sind jedoch verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Witterungseinflüsse, die Ausrichtung, die Nähe zu Bäumen oder Sträuchern und der mangelnde Schutz durch vorspringende Bauteile (Dachüberstände, Fensterbänke, Erker, Vordächer).  

Für Neubauten ist idealerweise von Anfang an einen Schutz des Bauwerks gegen Witterungseinflüsse vorzusehen. Auch durch die Wahl einer dickeren Deckputzschicht kann man höhere Oberflächentemperaturen erzielen. 

Entstehen auf wärmegedämmten Fassaden Algen?

Richtig ist, dass der Außenputz bei gedämmten Wänden eine niedrigere Temperatur aufweist und darum Regen- und Kondenswasser langsamer darauf trocknen. Allerdings sind bei der Entstehung von Mikroorganismen verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Witterungsverhältnisse, Ausrichtung, die Nähe zu Bäumen oder Büschen und fehlender Schutz durch überstehende Gebäudeteile. Bei der Planung ist es daher wichtig, an bestimmte Anpassungen zu denken, um die Gefahr von Algenbefall zu verringern. Dachüberstände und Fensterbänke sowie Sockelbereiche schützen die Fassaden vor Niederschlag und Spritzwasser. So wird verhindert, dass Feuchtigkeit in die Oberfläche des Bauwerks eindringt, und die Verbreitung von Pilzen oder Algen wird eingeschränkt.

Achten Sie auch auf die Verwendung geeigneter Baustoffe. Dämmstoffe mit einer hohen Dichte wie Holzfasern, Zellulose oder Hanffasern speichern Wärme besser. Die Fassade kühlt langsamer ab und es bildet sich weniger Kondenswasser auf der Putzoberfläche. Dadurch wird die Gefahr von Pilz- oder Algenbefall reduziert.  

Erhöht die Dämmung die Brandgefahr?

Nicht alle Dämmmaterialien sind brennbar. Alle Baumaterialien, also auch Dämmmaterialien, sind in entsprechende Brandschutzklassen eingeteilt. Eine europäische Norm regelt die Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten je nach Brandverhalten.

Diese legt eindeutig fest, dass es Dämmmaterialien gibt, die nicht brennbar sind. Jeder Bauherr kann sich demnach diesbezüglich im Vorfeld informieren und seine Entscheidung treffen. Prinzipiell sind mineralische Dämmstoffe nicht brennbar. Des Weiteren sind unter anderem mineralische Dämmstoffe im Rahmen der luxemburgischen Nachhaltigkeitszertifizierung (LENOZ) anwendbar und können im Rahmen eines Gesamtkonzepts in diesem Zusammenhang auch staatlich gefördert werden. Gleiches gilt außerdem bei Renovierungen, hier fällt die Förderung des Einsatzes mineralischer Dämmstoffe im Vergleich zu konventionellen Dämmstoffen höher aus.

Darüber hinaus gibt es aber auch andere als Verkleidungselemente an der Fassade angebrachte Materialien, die brennbar sind, und die in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden sollten. Daher ist es also wichtig, den gesamten Außenwandaufbau als solches zu beachten. Dieser kann auch brandhemmende Elemente (Putz, Brandriegel, etc.) aufweisen und so einen Schutz vor Flammenüberschlag bieten.

Führt der Einbau neuer Fenster mit Dreifachverglasung zu Schimmelbildung?

Bei der Erneuerung der Fenster ist unbedingt darauf zu achten, dass die Wände gut gedämmt sind. Ist nämlich die energetische Qualität der Fenster höher als die der Wände, kann sich Kondenswasser an den Wänden bilden und tatsächlich zu Schimmelbildung führen. Kondenswasser setzt sich immer an den kältesten Stellen ab.

Voraussetzung für die PRIMe-House-Beihilfen ist, dass die Wanddämmung energieeffizienter ist als die neuen Fenster. Gegebenenfalls muss daher beim Austausch der Fenster auch die Fassade gedämmt werden. Wenden Sie sich an Ihren myenergy-Berater, um die Dämmleistung Ihres Gebäudes zu bestimmen (kostenloser Energiecheck).

In jedem Fall muss die Wohnung nach dem Austausch der Fenster täglich ausreichend gelüftet werden, um ein gesundes Raumklima zu erhalten.

Führt eine gute Wärmedämmung zu Schimmelbildung?

Schimmel entsteht durch hohe Luftfeuchtigkeit und unzureichendes Lüften, nicht durch eine gute Wärmedämmung.

Ganz im Gegenteil hilft eine bessere Wärmedämmung, Schimmelbildung vorzubeugen, wie zahlreiche Beispiele energieeffizienter und energetisch renovierter Häuser, die völlig luftdicht und gleichzeitig absolut schimmelfrei sind, zeigen. Bei schlecht isolierten Außenwänden setzt sich dagegen die Luftfeuchtigkeit an kühlen Stellen als Kondenswasser ab, was Schimmel begünstigt. Eine gute Wärmedämmung der Fassade hält die Innenflächen der Außenwände warm und verhindert so, dass sich dort Feuchtigkeit absetzt.

Außerdem ist es wichtig, sämtliche Wärmebrücken (Bereiche, in denen die Dämmung unterbrochen ist) des Gebäudes zu erkennen und zu beseitigen. Typische Beispiele für Wärmebrücken sind Heizkörpernischen und Balkone. Schließlich wird empfohlen, keine Möbel direkt vor Außenwände zu stellen, damit die Raumluft zirkulieren kann und die Flächen hinter den Möbelstücken nicht abkühlen.

Ist die 50 cm dicke Wand meines alten Hauses ausreichend gedämmt?

Der als U-Wert bezeichnete Wärmedurchgangskoeffizient bestimmt die durch ein Bauteil fließende Wärmemenge – je niedriger dieser Wert ist, umso besser ist die Dämmung. Eine 50 cm dicke Kalksteinmauer hat demnach beispielsweise einen U-Wert von rund 1,0 bis 2,0 W/m² K. Mit einer zwischen 12 cm und 30 cm dicken Außendämmung erzielen die Mauern gut renovierter Gebäude heute U-Werte zwischen 0,3 und 0,1 W/m² K.

Ist die Reduzierung des Mindestabstandes zum angrenzenden Privatgrundstück im Falle einer nachträglichen Isolierung zulässig?

Im Rahmen der Beantragung einer Baugenehmigung sind die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinde im Hinblick auf die Bebauungsabstände zu benachbarten Privatgrundstücken einzuhalten. Die Vorschriften für Gebäude welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen finden auch hier Anwendung.

Ist ein Altbau ausreichend gedämmt?

Bei Gebäuden, die zwischen 1900 und 1970 gebaut wurden, besteht ein großes Potenzial für eine energetische Renovierung. Die Energieeffizienz muss für jede Dämmung individuell geprüft werden. myenergy bietet einen kostenlosen Energiecheck an, bei welchem der Zustand der vorhandenen Wärmedämmung überprüft wird.

Ist eine zu dicke Dämmung ist nicht gut für das Innenklima und führt dies zu Schimmelbildung?

Schimmelbildung ist auf eine schlechte Bauweise oder auf eine schlechte oder unzureichende Belüftung zurückzuführen und nicht auf eine gute Dämmung.  

Ganz im Gegenteil: Durch die richtige Dämmung seines Hauses verhindert man die Schimmelbildung. Dies sieht man an zahlreichen AAA-Häusern und energetisch renovierten Gebäuden. Sie sind perfekt gedämmt, luftdicht und komplett schimmelfrei. Wenn die Außenmauern ungenügend oder überhaupt nicht gedämmt sind, kondensiert die Luftfeuchtigkeit an kalten Stellen, was Schimmelbildung fördert.  Durch die Wärmedämmung der Fassade kann eine höhere Oberflächentemperatur der Außenmauer erreicht werden, was verhindert, dass sich dort Feuchtigkeit ablagert.  

In diesem Zusammenhang ist es wichtig sämtliche Wärmebrücken des Gebäudes ausfindig zu machen und zu beseitigen. Zu diesen zählen beispielsweise die Fensterlaibungen, d.h. die den Fenster- oder Türöffnungen zugewandten Mauerverkleidungen, gegen die die jeweiligen Rahmen angebracht werden. Darüber hinaus dürfen Außenmauern nicht durch Mobiliar versperrt werden damit die Innenluft zirkulieren kann und sich die hinter den Möbeln gelegenen Flächen nicht abkühlen.    

Zusammenfassend kann man folglich sagen, dass es sich bei einer geeigneten Fassadendämmung und einer angemessenen Belüftung um Maßnahmen handelt, die Schimmelbildung verhindern. 

Ist eine zu gute Wärmedämmung schädlich?

Im Gegenteil: Mauerfugen verursachen bedeutende Wärmeverluste. Im Winter dringt warme, feuchte Luft durch undichte Stellen wie Fugen und Risse nach außen. Dadurch kühlt die Luft ab und die Feuchtigkeit setzt sich als Kondenswasser ab, was zu Schimmelbildung in den Hohlräumen führen kann. Mithilfe einer Thermografie lassen sich die Bereiche ermitteln, an denen Wärmeverluste auftreten.

Durch eine energetische Renovierung (Fassadendämmung, Dachdämmung, Austausch der Fenster) wird das Gebäude luftdichter und dadurch die Energieeffizienz verbessert.

Ist es zulässig, dass ein Gebäude im Falle einer nachträglichen Isolierung in das benachbarte Grundstück hineinragt?

Im Rahmen der Beantragung der Baugenehmigung sind die Gemeinden nicht für die Kontrolle der Einhaltung der Grenzen von Privatgrundstücken zuständig. Da das Eigentumsrecht ein grundlegendes, in der Verfassung verankertes Recht ist, muss das Hineinragen der isolierten Fassade (die als fester Bestandteil des Gebäudes gilt) in ein benachbartes Privatgrundstück durch die Übertragung eines dinglichen Rechtes auf den betreffenden Teil des Grundstücks abgesichert werden. Gerichtliche Schritte können innerhalb von 30 Jahren ab dem Datum der Durchführung der Arbeiten eingeleitet werden (Ersitzung des Eigentumsrechts).

Können dichte Wände atmen?

Wände atmen grundsätzlich nicht. Der Luftaustausch und die Ableitung von Feuchtigkeit können nur durch Lüften (durch regelmäßiges Öffnen der Fenster oder Einbau einer Komfortlüftung) gewährleistet werden. Das, was allgemein als „Atmen“ bezeichnet wird, ist der Feuchtigkeitstransport durch Wasserdampfdiffusion. Tatsächlich fällt dieser jedoch minimal aus und spielt für die Abführung von Feuchtigkeit praktisch keine Rolle. Wichtig ist dagegen, dass der Innenputz die Luftfeuchtigkeit aufnehmen und nach dem Lüften wieder an die Raumluft abgeben kann. Die Feuchtigkeitsregulierung erfolgt tatsächlich also nur auf den ersten Zentimetern der Wandinnenseite. Lehmputz beispielsweise reguliert die Feuchtigkeit besonders gut.

Können Erdwärmesonden Erdbeben verursachen?

Nein. Die Bohrungen, die in den Bereich oberflächennahen Geothermie fallen, können keine Erdbeben auslösen. Es sind auch keine Fälle bekannt, in denen Erdwärmesonden durch ein Erdbeben beschädigt wurden.

Können Erdwärmesonden Schäden an meinem Haus verursachen?

Durch die Einführung von neuen Regeln für den Bau von Erdwärmesonden und deren strikte Einhaltung können Schäden wie z.B. in Staufen oder Böblingen weitestgehend ausgeschlossen werden.

Können gedämmte Mauern atmen?

Grundsätzlich gilt, dass eine Mauer nicht atmet. Die Erneuerung der Luft und der Abtransport von Feuchtigkeit erfolgen einzig und allein durch eine Belüftung (über die Fenster oder eine Lüftungsanlage). Die oben erwähnte „Atmung“ bezieht sich auf den Feuchtigkeitstransport durch Verbreitung von Wasserdampf. In der Praxis ist dieser minimal und spielt für den Abtransport der Feuchtigkeit keine Rolle. Wichtig ist hingegen, dass der Innenputz die Luftfeuchtigkeit aufsaugen und sie nach der Belüftung erneut nach innen verbreiten kann. Die Wirkung der Feuchtigkeitsregulierung erfolgt folglich lediglich auf den ersten Zentimetern (der Innenseite) einer Mauer. Ein Lehmputz auf den Innenwänden gewährleistet beispielsweise eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung.

Können Häuser zu dicht sein?

Ganz im Gegenteil! Fugen führen zu bedeutenden Energieverlusten. Die Gefahr von Schäden am Bauwerk ist jedoch ein noch schwerwiegenderer Faktor: Im Winter entweicht warme und feuchte Luft über undichte Stellen wie Fugen oder Risse nach außen. Über diesen Weg kühlt sich die Luft ab und die Feuchtigkeit kondensiert, was in Hohlräumen zur Schimmelbildung führen kann. In den meisten Fällen merkt man dies nicht einmal und kann folglich auch nicht darauf reagieren. 

Luftdichtheit ist demnach unerlässlich und man muss darauf achten, sein Haus gut durchzulüften, was schlicht und einfach über die Fenster oder aber durch den Einbau einer Lüftungsanlage erfolgen kann.

Lohnt sich eine energetische Renovierung?

Eine fachgerecht ausgeführte energetische Renovierung verbessert in jedem Fall die Energieeffizienz des Gebäudes und trägt durch eine Senkung des Heizenergieverbrauchs dazu bei, die Abhängigkeit von den Energiepreisen zu verringern. Um den Wert eines Gebäudes zu erhalten oder gar zu steigern, ist eine langfristig ausgerichtete Modernisierung unabdingbar. Manche Renovierungsmaßnahmen amortisieren sich tatsächlich erst nach zehn bis zwanzig Jahren, andere lohnen sich dagegen sehr schnell. Um mehr über das Verbesserungspotenzial Ihrer Wohnung in puncto Energieeffizienz zu erfahren, lassen Sie einen kostenlosen Energiecheck von Ihrem myenergy-Berater durchführen.

Die Finanzierung Ihres energetischen Renovierungsvorhabens kann durch verschiedene staatliche und kommunale Maßnahmen gefördert werden. 

Sind energetische Renovierungen teuer? Zahlen sie sich aus?

Häuser werden über Jahrzehnte hinweg genutzt, weshalb man in Bezug auf deren Instandhaltung und Modernisierung langfristig denken muss. Jeder nachhaltig planende Eigentümer investiert in sein Gebäude, um dessen Wert zu erhalten oder zu erhöhen. Bestimmte Maßnahmen amortisieren sich sehr schnell, andere erst nach zehn oder zwanzig Jahren. In jedem Fall trägt eine fachgerecht durchgeführte energetische Renovierung durch die Senkung des Energieverbrauchs für die Heizung zur Verringerung der Abhängigkeit vom Anstieg der Energiepreise bei. Und selbst wenn die Einsparungen der Heizenergie in Mietshäusern einen Mietpreisanstieg nicht unmittelbar wettmachen, muss man stets berücksichtigen, dass die Heizenergiepreise kontinuierlich steigen. In den meisten Fällen zahlen sich die Renovierungsmaßnahmen folglich langfristig aus.  

Im Rahmen der wirtschaftlichen Berechnung einer energetischen Modernisierung ist auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass zahlreiche Maßnahmen zwangsläufig früher oder später durchgeführt werden müssen und zum jetzigen Zeitpunkt Finanzbeihilfen beantragt werden können.

Sollte eine Überdämmung der Fenster vermieden werden, um nicht zu riskieren, dass die Luft nicht genügend erneuert wird und um das Risiko der Schimmelbildung nicht zu erhöhen?

Wenn man zur Gewährleistung einer guten Belüftung auf luftdurchlässige Fenster setzt, irrt man sich mit Sicherheit und es kommt einem teuer zu stehen: Der Luftaustausch findet in diesem Fall rein zufällig in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen und dem Druck statt. An den kältesten Tagen kann man jedoch sicher sein, unter Wärmeverlusten zu leiden. Darüber hinaus besteht bei einfach verglasten Fenstern die Gefahr, dass sich die Luftfeuchtigkeit kondensiert und zu Schimmelbildung führt. Undichte Fenster führen zu einem unangenehmen Raumklima und zu unnötig hohen Heizkosten.    

Im Falle der Renovierung müssen die neuen Fenster unbedingt von einem Fachmann eingesetzt werden, da dieser nicht nur die neuen Materialien kennt, sondern auch darauf achtet, die bestehenden Wärmebrücken zu beseitigen.

Steigt durch Wärmedämmung das Brandrisiko?

Dämmstoffe werden in verschiedene Brandschutzklassen unterteilt, je nachdem, ob sie schwer oder leicht entzündlich oder gar nicht brennbar sind. Die Klassifizierung der Baustoffe und Gebäudearten nach ihrem Brandverhalten ist durch eine europäische Norm geregelt.

Dämmstoffe aus mineralischen Materialien sind grundsätzlich nicht brennbar. Sie fallen unter das Luxemburgische Nachhaltigkeitszertifikat für Wohngebäude (LENOZ) und können entsprechend im Rahmen eines Gesamtkonzepts staatlich gefördert werden. Das betrifft auch die Renovierungsmaßnahmen selbst: Wenn Sie sich für Dämmstoffe aus mineralischen Materialien entscheiden, können Sie eine höhere Finanzierung erhalten als bei der Verwendung herkömmlicher Materialien.

Bestimmte Materialien, die für die Fassadenverkleidung verwendet werden, können brennbar sein. Darum ist es wichtig, die gesamte Zusammensetzung der Außenwand zu berücksichtigen. Allerdings können die Wände auch bestimmte Brandschutzelemente (Beschichtung, Brandriegel usw.) enthalten, die die Ausbreitung von Flammen verhindern.

Verhindern zu dichte Fenster die Erneuerung der Raumluft und steigt dadurch das Risiko der Schimmelbildung?

Bei undichten Fenstern kommt es zu einer rein zufälligen und nicht ausreichenden Lüftung. Um richtig zu lüften, müssen die Fenster regelmäßig geöffnet oder eine Komfortlüftungsanlage verwendet werden. Undichte Fenster dagegen führen an kalten Tagen zu Wärmeverlust und Zugluft. Damit tragen sie zu einem schlechten Wohnklima bei und treiben die Heizkosten unnötig in die Höhe.

Neue Fenster sollten bei einer Renovierung von ausgewiesenen Spezialisten eingebaut werden, die darauf achten, bestehende Wärmebrücken zu beseitigen.

Verschlingt die Herstellung von Dämmstoffen mehr Energie als später eingespart wird?

Im Rahmen einer energetischen Verbesserung des Gebäudes haben Dämmmaßnahmen die höchste Priorität, da keine andere Maßnahme die Einsparung einer solch großen Menge an Heizenergie ermöglicht.  

Mehrere Studien zeigen, dass die Herstellung von Dämmstoffen weniger Energie verbraucht als die später eingesparte Energie. Selbst für Dämmstoffe einer Stärke von 30 cm, wie beispielsweise Polystyrol, ist die zur Herstellung erforderliche Energie bereits nach rund drei Jahren amortisiert.

Welche Abstandsregeln sind im Falle einer nachträglichen Isolierung von Gebäuden welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen zu berücksichtigen?

Die Einhaltung der vorgeschriebenen Bebauungsabstände zum kommunalen öffentlichen Raum bzw. zur Parzellengrenze wird von den Gemeinden im Rahmen der Baugenehmigungen systematisch kontrolliert.

Im Allgemeinen werden die städtebaulichen Vorschriften betreffend der Abstände von den Gemeinden in ihrem Flächennutzungsplan (PAG) und/oder in den Bebauungsplänen (PAP) geregelt.

In den Gemeinden, deren PAG noch nicht entsprechend den derzeit geltenden Gesetzen überarbeitet wurde, sind die städtebaulichen Vorschriften betreffend der Bebauungsabstände noch im schriftlichen Teil des PAG bzw. in der Bauordnung definiert. Für diese Gemeinden wird die Messung der Abstände im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung je Gemeinde individuell geregelt.

Für diejenigen Gemeinden hingegen, deren PAG seit 2011 vollständig überarbeitet wurde, sind – laut der zugrundeliegenden großherzoglichen Verordnung – die Bebauungsabstände im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung ohne die zusätzliche Dämmschicht zu messen.

In beiden Fällen können die Gemeinden abweichende Bestimmungen in ihren Vorschriften vorsehen, um die energetische Gebäuderenovierung zu fördern, z.B. durch eine Verringerung des einzuhaltenden Mindestabstandes.

Welche Abstandsregeln sind im Falle einer nachträglichen Isolierung von Gebäuden welche direkt an den staatlichen öffentlichen Raum angrenzen zu berücksichtigen?

Bei der Beantragung einer Baugenehmigung für Gebäude entlang von staatlichen Verkehrswegen (Nationalstraßen und „Chemins repris“) gelten – wie auch bei Gebäuden welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen – die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinde im Hinblick auf die Bebauungsabstände.

Für Gebäude, die in einer Entfernung von 25 Metern zu einer Nationalstraße (N) oder von 10 Metern zu einem „Chemin repris“ (CR) stehen, gemessen jeweils ab der Grundstücksgrenze, ist beim Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen eine spezifische Genehmigung (Permission de voirie) zu beantragen. Im Rahmen dieser Genehmigung sind spezifische Abstandsbestimmungen für Gebäude in Bezug auf den öffentlichen Straßenraum definiert, die sich von den kommunal vorgeschriebenen Abständen unterscheiden können.

Wird bei der Herstellung von Dämmstoffen mehr Energie verbraucht als anschließend eingespart wird?

Wärmedämmung ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Sie ermöglicht höhere Einsparungen bei der Heizenergie als jede andere Maßnahme.

Für die Herstellung von Dämmstoffen ist deutlich weniger Energie erforderlich, als anschließend eingespart wird. Der Energieverbrauch bei der Dämmstoffproduktion ist minimal im Vergleich zu den Einsparungen bei der Heizenergie, die über 20 bis 30 Jahre erzielt werden. Damit ist der Energieaufwand bei der Dämmstoffherstellung kein Argument gegen eine energetische Renovierung, allerdings ein wichtiges Kriterium für die Wahl des geeigneten Dämmstoffs. Ökologische Dämmstoffe die den Kriterien der staatlichen PRIMe-House-Beihilfen entsprechen werden energiesparend hergestellt.

Bei Verwendung ökologischer Dämmstoffe wird die PRIMe-House-Fördersumme deutlich erhöht.

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