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Können gedämmte Mauern atmen?

Grundsätzlich gilt, dass eine Mauer nicht atmet. Die Erneuerung der Luft und der Abtransport von Feuchtigkeit erfolgen einzig und allein durch eine Belüftung (über die Fenster oder eine Lüftungsanlage). Die oben erwähnte „Atmung“ bezieht sich auf den Feuchtigkeitstransport durch Verbreitung von Wasserdampf. In der Praxis ist dieser minimal und spielt für den Abtransport der Feuchtigkeit keine Rolle. Wichtig ist hingegen, dass der Innenputz die Luftfeuchtigkeit aufsaugen und sie nach der Belüftung erneut nach innen verbreiten kann. Die Wirkung der Feuchtigkeitsregulierung erfolgt folglich lediglich auf den ersten Zentimetern (der Innenseite) einer Mauer. Ein Lehmputz auf den Innenwänden gewährleistet beispielsweise eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung.

Können Häuser zu dicht sein?

Ganz im Gegenteil! Fugen führen zu bedeutenden Energieverlusten. Die Gefahr von Schäden am Bauwerk ist jedoch ein noch schwerwiegenderer Faktor: Im Winter entweicht warme und feuchte Luft über undichte Stellen wie Fugen oder Risse nach außen. Über diesen Weg kühlt sich die Luft ab und die Feuchtigkeit kondensiert, was in Hohlräumen zur Schimmelbildung führen kann. In den meisten Fällen merkt man dies nicht einmal und kann folglich auch nicht darauf reagieren. 

Luftdichtheit ist demnach unerlässlich und man muss darauf achten, sein Haus gut durchzulüften, was schlicht und einfach über die Fenster oder aber durch den Einbau einer Lüftungsanlage erfolgen kann.

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