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An welche Verbraucher richtet sich das Angebot der verpflichteten Parteien vom Energieffizienz-Verpflichtungssystem?

Grundsätzlich richtet es sich an alle Energieverbraucher, sowohl an Privathaushalte als auch an Unternehmen und an den öffentlichen Sektor.

Auf welche Energieträger zielt das Verpflichtungssystem ab?

Grundsätzlich können die seitens der verpflichteten Parteien zu verbuchenden Energieeinsparungen in Bezug auf jeden Energieträger erfolgen, darunter insbesondere in Bezug auf Kraftstoffe, Heizöl, Gas und Strom.

In welchen Fällen ist es nicht nötig einen Energiepass zu erstellen?

  • Abriss: beim Verkauf einer Ruine oder eines Gebäudes ohne Heizungsanlage, welches nach dem Verkauf abgerissen wird.
  • Bei Erbschaften oder Schenkungen

In welchen Fällen muss ein Energiepass erstellt werden?

  • Für baugenehmigungspflichtige Neubauten (Eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung erneuerbarer Energien muss dem Bauantrag beiliegen)
  • Für Erweiterungen eines bestehenden Gebäudes
  • Bei Änderungen an einem bestehenden Gebäude (Baugenehmigungspflicht), wenn die Fläche des geänderten Bauteils der Gebäudehülle 10 % der bestehenden Fläche dieses Elements (Mauern, Fenster, Dach, usw.) übersteigt und wenn die Änderungen einen erheblichen Einfluss auf die Energiebilanz des Gebäudes haben (Ausstellung des Energiepasses für die neu geplante Situation)
  • Bei Änderungen an einem bestehenden Gebäude ohne Baugenehmigungspflicht, wenn die Fläche des umgebauten Bauteils der Gebäudehülle 10 % der bestehenden Fläche dieses Elements (Mauern, Fenster, Dach, usw.) übersteigt und wenn der Umbau einen erheblichen Einfluss auf die Energiebilanz des Gebäudes hat (Ausstellung des Energiepasses für die neu geplante Situation)
  • Bei einem Eigentümer- oder Mieterwechsel
  • Abriss: beim Verkauf eines Gebäudes, das nach dem Verkauf abgerissen wird und über eine Heizung, Außenwände und ein Dach verfügt.
  • Bei Änderungen an technischen Anlagen, sofern die Änderungen an den technischen Anlagen 1.500 € (im Falle eines Einfamilienhauses) oder 3.000 € (im Falle eines Mehrfamilienhauses) übersteigen.

Ist die Reduzierung des Mindestabstandes zum angrenzenden Privatgrundstück im Falle einer nachträglichen Isolierung zulässig?

Im Rahmen der Beantragung einer Baugenehmigung sind die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinde im Hinblick auf die Bebauungsabstände zu benachbarten Privatgrundstücken einzuhalten. Die Vorschriften für Gebäude welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen finden auch hier Anwendung.

Ist ein LENOZ-Zertifikat obligatorisch?

Nein, das LENOZ-Zertifikat ist ein freiwilliges Zertifikat, das Bauherrn und Eigentümer über den Nachhaltigkeitsgrad einer Wohnimmobilie informiert.

Ist es möglich, eine Einliegerwohnung in meinem Einfamilienhaus einzurichten?

Gemäß der entsprechenden großherzoglichen Verordnung wird eine Einliegerwohnung als zusätzliche Wohnung innerhalb eines Einfamilienhauses definiert, die dem Eigentümer der Hauptwohnung gehört. Im Allgemeinen gestatten Einliegerwohnungen eine verträgliche Form der Nachverdichtung von vorhandenen Siedlungsstrukturen.

Die Möglichkeit der Einrichtung von Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern wird im Prinzip im Bebauungsplan (PAP) geregelt.

In den Gemeinden, deren PAG seit 2011 vollständig überarbeitet wurde, ist die Einrichtung von Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern grundsätzlich gestattet. Gemeinden können dies jedoch ausdrücklich untersagen, Bedingungen vorschreiben und technische Aspekte in ihrer Bauordnung regeln.

In den übrigen Gemeinden wird die Frage der Einliegerwohnungen nach Ermessen der Gemeindebehörden im PAG bzw. individuell in jedem einzelnen PAP für Neubaugebiete geregelt.

Ist es zulässig, dass ein Gebäude im Falle einer nachträglichen Isolierung in das benachbarte Grundstück hineinragt?

Im Rahmen der Beantragung der Baugenehmigung sind die Gemeinden nicht für die Kontrolle der Einhaltung der Grenzen von Privatgrundstücken zuständig. Da das Eigentumsrecht ein grundlegendes, in der Verfassung verankertes Recht ist, muss das Hineinragen der isolierten Fassade (die als fester Bestandteil des Gebäudes gilt) in ein benachbartes Privatgrundstück durch die Übertragung eines dinglichen Rechtes auf den betreffenden Teil des Grundstücks abgesichert werden. Gerichtliche Schritte können innerhalb von 30 Jahren ab dem Datum der Durchführung der Arbeiten eingeleitet werden (Ersitzung des Eigentumsrechts).

Warum ist der Energiepass Pflicht?

Der Energiepass ist gesetzlich vorgeschrieben und wird nicht subventioniert. Die Berechnungen erfolgen nach genauen Regeln, die in der abgeänderten Verordnung zur Energieeffizienz von Wohngebäuden vom 30. November 2007 festgelegt sind. Der Energiepass ist ab dem Ausstellungsdatum zehn Jahre gültig. Durch die Ausstellung eines Energiepasses entstehen keine unmittelbaren Renovierungsverpflichtungen.

Was ist ein Energiepass?

Der Energiepass ist das Gütesiegel für die energetische Bewertung von Wohngebäuden. Er enthält Informationen über die Energieeffizienz eines Wohngebäudes und ermöglicht den Vergleich mit anderen Wohngebäuden. Auch ohne fachliche Vorkenntnisse ist es Verbrauchern so möglich, die energetische Qualität eines Wohngebäudes zu beurteilen.

Was sind die Gründe für die Einführung des Energieeffizienz-Verpflichtungssystems?

Die Umsetzung dieses Verpflichtungssystems entstand aus dem Willen, die seitens der nationalen Energiepolitik festgesetzten Zielsetzungen im Bereich der Energieeffizienz auf wirksamere Weise zu erreichen.

Durch diese Maßnahme bekommen die verpflichteten Parteien die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell um Energiedienstleistungen für Verbraucher zu erweitern. Die Erfahrungen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die ein derartiges System bereits umgesetzt haben, haben gezeigt, dass diese, auf einer präzisen Regelung basierende Vorgehensweise eine beträchtliche Ausbreitung der Energieeffizienzmaßnahmen ermöglicht.

Welche Abstandsregeln sind im Falle einer nachträglichen Isolierung von Gebäuden welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen zu berücksichtigen?

Die Einhaltung der vorgeschriebenen Bebauungsabstände zum kommunalen öffentlichen Raum bzw. zur Parzellengrenze wird von den Gemeinden im Rahmen der Baugenehmigungen systematisch kontrolliert.

Im Allgemeinen werden die städtebaulichen Vorschriften betreffend der Abstände von den Gemeinden in ihrem Flächennutzungsplan (PAG) und/oder in den Bebauungsplänen (PAP) geregelt.

In den Gemeinden, deren PAG noch nicht entsprechend den derzeit geltenden Gesetzen überarbeitet wurde, sind die städtebaulichen Vorschriften betreffend der Bebauungsabstände noch im schriftlichen Teil des PAG bzw. in der Bauordnung definiert. Für diese Gemeinden wird die Messung der Abstände im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung je Gemeinde individuell geregelt.

Für diejenigen Gemeinden hingegen, deren PAG seit 2011 vollständig überarbeitet wurde, sind – laut der zugrundeliegenden großherzoglichen Verordnung – die Bebauungsabstände im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung ohne die zusätzliche Dämmschicht zu messen.

In beiden Fällen können die Gemeinden abweichende Bestimmungen in ihren Vorschriften vorsehen, um die energetische Gebäuderenovierung zu fördern, z.B. durch eine Verringerung des einzuhaltenden Mindestabstandes.

Welche Abstandsregeln sind im Falle einer nachträglichen Isolierung von Gebäuden welche direkt an den staatlichen öffentlichen Raum angrenzen zu berücksichtigen?

Bei der Beantragung einer Baugenehmigung für Gebäude entlang von staatlichen Verkehrswegen (Nationalstraßen und „Chemins repris“) gelten – wie auch bei Gebäuden welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen – die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinde im Hinblick auf die Bebauungsabstände.

Für Gebäude, die in einer Entfernung von 25 Metern zu einer Nationalstraße (N) oder von 10 Metern zu einem „Chemin repris“ (CR) stehen, gemessen jeweils ab der Grundstücksgrenze, ist beim Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen eine spezifische Genehmigung (Permission de voirie) zu beantragen. Im Rahmen dieser Genehmigung sind spezifische Abstandsbestimmungen für Gebäude in Bezug auf den öffentlichen Straßenraum definiert, die sich von den kommunal vorgeschriebenen Abständen unterscheiden können.

Welche Energieeffizienzmaßnahmen sind im Rahmen des Verpflichtungssystems erlaubt?

Die verpflichteten Parteien haben gewisse Freiheit in Bezug auf die Wahl der Energieeffizienzmaßnahmen. Zur Ausrichtung ihrer Leistungen können sie die Energieeinsparungen entweder in Form von Standardmaßnahmen oder in Form von spezifischen Maßnahmen umsetzen. Die Standardmaßnahmen umfassen verschiedene Möglichkeiten und setzen für die nachstehenden Maßnahmengruppen pauschale Energieeinsparungswerte fest:

- Thermische Gebäudehülle (Mauern, Fenster, Dächer, Bodenplatten)
- Wärmeproduktion
- Lüftungsanlage
- Elektrische Haushaltsgeräte
- Büroausstattung
- Beleuchtung
- Bereichsübergreifende Industrietechniken (Motoren, Pumpen, Belüftung, Druckluft, Heizkessel, Kühlung)
- Energiemanagement
- Transport (Ersatz von Autos).

Die in den Maßnahmenkatalog nicht aufgenommenen Energieeffizienzmaßnahmen gelten als spezifische Maßnahmen, die seitens der verpflichteten Parteien nur im Falle bestimmter Berechnungsgrundsätze verbuchbar sind und nur dann, wenn keine Standardmaßnahme angewendet werden kann.

Wer darf ein LENOZ-Zertifikat erstellen?

Ein LENOZ-Zertifikat darf erstellt werden von:

  • Architekten und Ingenieuren im Sinne des Gesetzes vom 13. Dezember 1989 (loi du 13 décembre 1989 portant organisation des professions d’architecte et d’ingénieur-conseil),
  • Akkreditierte Personen im Sinne des Gesetzes vom 5. August 1993 (loi du 5 août 1993 concernant l’utilisation rationnelle de l’énergie),
  • Energieberater im Sinne des Gesetzes vom 21. April 1993 (loi du 21 avril 1993 relative à l’agrément des personnes physiques ou morales privées ou publiques, autres que l’Etat pour l’accomplissement de tâches techniques d’étude et de vérification dans le domaine de l’environnement).

Wer sind die verpflichteten Parteien des Energieeffizienz-Verpflichtungssystems?

Bei den verpflichteten Parteien handelt es sich um die in Luxemburg tätigen Strom- und Gasversorger.
Ein vollständiges Verzeichnis dieser Versorger kann auf der Internetseite der luxemburgischen Regulierungsbehörde eingesehen werden.

Zur Einleitung der Energieeffizienzmaßnahmen ist es den verpflichteten Parteien freigestellt, entweder selbst zu handeln oder auf ausführende Dritte zurückzugreifen.

Wie wirkt sich das Verpflichtungssystem auf die Verbraucher aus?

Zur Geltendmachung von Energieeinsparmaßnahmen müssen die verpflichteten Parteien nachweisen können, dass deren Ausführung durch sie hervorgerufen wurde. Sie müssen den Verbrauer, der die betreffende Maßnahme umsetzt, somit durch einen direkten Beitrag unterstützen. Dieser Anreiz könnte beispielsweise in einer Beratung, einer technischen Betreuung oder in einem finanziellen Zuschuss bestehen. Diese Anreize müssen vor der Inauftraggabe der betreffenden Maßnahme seitens des Verbrauchers bereitgestellt werden.

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