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Unter welchen Voraussetzungen berechtigt der Umbau eines Nutzgebäudes in ein Wohngebäude zum Erhalt von finanziellen Beihilfen aus dem staatlichen Beihilfeprogramm PRIMe House?

Der Umbau eines nicht Nutzgebäudes in ein Wohngebäude berechtigt zum Erhalt der staatlichen PRIMe House-Beihilfen für die nachhaltige energetische Renovierung, sofern die Baugenehmigung für einen Umbau oder eine Nutzungsänderung erteilt wurde.

Daraus folgt, dass die im Gesetz bzw. in der großherzoglichen Verordnung vom 23. Dezember 2016 festgesetzte Grundsatzvereinbarung vor Beginn der Umbauarbeiten zu beantragen ist.

Der Umbau eines Nutzgebäudes berechtigt zum Erhalt der staatlichen PRIMe House-Beihilfen für Wohnneubauten, sofern die Baugenehmigung für einen Neubau erteilt wurde. Das umgebaute Gebäude muss in Bezug auf die Energieeffizienz in jedem Fall den geltenden Anforderungen für Neubauten entsprechen.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen müssen die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Renovierung erfüllen, um zum Erhalt der spezifischen finanziellen Beihilfe des PRIMe House-Programms zu berechtigen?

Die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Renovierung müssen die nachstehenden Anforderungen erfüllen:

  • Die Mindestdicke des Dämmmaterials (Tabelle Anhang II, betreffend Artikel 2 der großherzoglichen Verordnung bezügliches Programms der finanziellen Beihilfen 
  • Der Ökologiekennwert Ieco12 des Dämmmaterials liegt unter 50 UI6/m2.  

http://legilux.public.lu/eli/etat/leg/rgd/2016/12/23/n42/jo

Maßnahmen mit Dämmmaterialien, deren Ökologiekennwert Ieco12 über 50 UI6/m2 liegt, sind nicht förderfähig, mit Ausnahme der Dämmmaßnahmen von erdberührten Bauteilen.

(Stand 10/2017)

Welche Aufgaben hat ein anerkannter Energieberater?

Die Aufgaben des anerkannten Energieberaters sind:

  • Vor-Ort Energieberatung,
  • Erstellen des Beratungsberichts (umfassend die Beschreibung des energetischen Ist-Zustands, Datum der Vorortberatung, der Energieausweis vor der energetischen Renovierung und das Gesamtrenovierungskonzept),
  • Überprüfung der Konformität der Kostenvoranschläge mit den im Renovierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen,
  • Überprüfung der Konformität der ausgeführten Arbeiten mit den im Renovierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen,
  • Erstellen des Abschlussberichts für den Antrag auf Ausbezahlung der Beihilfen,
  • Ausfüllen der Antragsformulare auf eine Grundsatzeinigung (accord de principe) und auf Ausbezahlung der Beihilfen.

Welche Kriterien müssen nachträgliche Dämmmaßnahmen entsprechend der großherzoglichen Verordnung vom 27. Dezember 2016 ab dem 1. Januar 2017 erfüllen?

Ab dem 1. Januar 2017 (Rechnungsdatum der Energieberatung) müssen Dämmmaßnahmen sowohl Kriterien der Energieeffizienz als auch der Nachhaltigkeit erfüllen. Die Kriterien der Energieeffizienz entsprechen im Wesentlichen denen des vorherigen PRIMe House Programms, beziehen sich also auf den Energieeffizienzstandard.

Die Kriterien der Nachhaltigkeit beziehen sich auf die Ökologie des Dämmmaterials und auf die Art seiner Befestigung sowie auf den für die Herstellung des Dämmmaterials eingesetzten Rohstoff.

Die ökologische Qualität ist definiert durch die mit Hilfe des Kennwertes Ieco12 bewerteten Umweltauswirkungen eines Dämmmaterials.

(Stand 10/2017)

Wer darf Beratungsberichte zur energetischen Renovierung im Rahmen des Förderprogramms PRIMe House erstellen?

Energieberatungsberichte im Rahmen des Förderprogramms „PRIMe House“ dürfen ausschließlich von einem vom Umweltminister anerkannten Energieberater erstellt werden. Ein Energieberater muss sich bei der Umweltverwaltung entsprechend dem Gesetz vom 21. April 1993 anerkennen lassen.

(Loi du 21 avril 1993 relative à l’agrément de personnes physiques ou morales, privées ou publiques, autres que l’Etat, pour l’accomplissement de tâches techniques d’étude et de vérification dans le domaine de l’environnement)

Wie kann ein Energieberater sich anerkennen lassen?

Energieberater können sich seit Januar 2017 bei der Umweltverwaltung anerkennen lassen. Voraussetzung für die Anerkennung ist eine Mitgliedschaft im OAI (gemäß Gesetz vom 13. Dezember 1989) oder eine Zulassung gemäß abgeänderter großherzoglicher Verordnung vom 10. Februar 1999 (relatif à l'agrément de personnes physiques ou morales privées ou publiques, autres que l'État pour l'accomplissement de tâches techniques d'étude et de contrôle dans le domaine de l'énergie).

Ab dem 15. Dezember 2018 müssen anerkannte Energieberater bei einem vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur anerkannten Organismus („organisme conventionné“) an einem Qualitätssicherungssystem für Beratungstätigkeiten zum Thema Energie und Nachhaltigkeit von Wohngebäuden teilnehmen.

Worauf muss der anerkannte Energieberater bei der myenergy certified Zertifizierung achten?

Das Qualitätssicherungssystem für anerkannte Energieberater im Sinne des Förderprogramms PRIMe House umfasst die nachstehenden Inhalte:

  • Überprüfung der Grundqualifikation des Energieberaters,
  • Überprüfung der Zusatzqualifikationen des Energieberaters,
  • Vor der Zertifizierung: Überprüfung und Billigung eines Energieberatungsberichts für ein Renovierungsprojekt,
  • Das System der Qualitätskontrolle umfasst:
    • Die Qualitätskontrolle der Dienstleistungen der Energieberater,
    • Die Überprüfung der Einhaltung der Bedingungen im Zusammenhang mit der Weiterbildung der Energieberater, sowie
    • Die Einrichtung eines Kundenbewertungssystems.

(Stand 10/2017)

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