GReENEFF: Grenzüberschreitendes Netzwerk zur Förderung von innovativen Projekten im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Energieeffizienz in der Großregion

 

 Saarbrücken, den 06. Juni 2017 

Das neue INTERREG-Projekt GReENEFF fördert Pilotprojekte im Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Mosel und der Wallonie. Ziel dieses grenzüberschreitenden Projektes ist es, eine umweltfreundliche Entwicklung im Bereich der Öko-Quartiere, einer nachhaltigen Stadtentwicklung und des sozialen Wohnungsbaus mit hohem Energieeffizienz-Standard auf dem Gebiet der Großregion zu fördern. 

 

Das Projekt GReENEFF wurde Ende 2016 als neues „Grenzüberschreitendes Netzwerk zur Förderung innovativer Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Energieeffizienz in der Großregion (GReENEFF)“ ins Leben gerufen. Gefördert in Höhe von sechs Millionen Euro durch den EFRE-Fonds, strebt das Projekt danach, verschiedene Herausforderungen anzugehen: mangelnde Erfahrungen im Bereich innovativer Technologien und integrierter Entwicklungsansätze, die Notwendigkeit der Sanierung von Wohnraum, das Spannungsfeld zwischen Investitionen und Erträgen nachhaltiger Umsetzungsmaßnahmen sowie Energiearmut und die Bezahlbarkeit von Wohnraum. 

Ein nachhaltiger, grenzüberschreitender Ansatz 

Um diese Herausforderungen aufzugreifen, liegt der Schwerpunkt des Projekts auf den Themen Bauen und Sanieren sowie der nachhaltigen Quartiersgestaltung. Projektumsetzungen sollen in allen Partnerregionen im Rahmen eines integrierten Ansatzes erfolgen, der grenzüberschreitend erarbeitete Kriterien berücksichtigt. Hierunter fallen unter anderem die Nutzung Erneuerbarer Energien oder die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Die zahlreichen wirtschaftlichen Beziehungen innerhalb der Großregion und die Grenznähe sind wertvolle Faktoren für die Entwicklung einer europäischen Modellregion, die anderen Projekten auf europäischer Ebene als Vorbild dienen soll. 

Projektziele und –inhalte: 

  • Aufbau und Betreuung eines grenzüberschreitenden Netzwerks im Bereich Öko-Quartiere und sozialer Wohnungsbau mit hohen Energieeffizienz-Standards, um voneinander zu lernen und die Trennwirkung der Grenze aufzuheben 
  • Vernetzung relevanter Akteure (z.B. Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen, Stadtwerke, Planer) sowie bereits realisierter Pilotprojekte in Verbindung mit einem fachlichen Austausch über relevante grenzüberschreitende Themen im Bereich energieeffizienter Öko-Quartiere und des sozialen Wohnungsbaus 
  • Entwicklung eines grenzüberschreitenden Lastenhefts für hocheffiziente energetische Sanierungen und energieeffizienten Neubau (sog. „GReENEFF-Standard“) zur Förderung der umweltfreundlichen Entwicklung im Bereich der Öko-Quartiere, einer nachhaltigen Stadtentwicklung und des sozialen Wohnungsbaus – Wissen bündeln und verbreiten 
  • Entwicklung und Einrichtung eines grenzüberschreitenden Beteiligungsmodells zur Förderung (fachlich und finanziell) von Pilotprojekten („Fonds“ in Phase 2) 
  • Entwicklung, Förderung und fachliche Begleitung von Pilotprojekten (Positiv-Beispiele als Leuchtturmprojekte) und Aktionen zur Nutzersensibilisierung
  • Schaffung eines übertragbaren Modells als aktiver, relevanter Beitrag zum Erreichen der europäischen Klimaschutzziele und zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Energieeffizienz 
  • Grenzüberschreitende Kommunikation und Aktionen (Projekt-Homepage und Austausch-Plattform, Öffentliche Auszeichnung der beteiligten und geförderten Pilotprojekte, Eco-Map, grenzüberschreitende Wanderausstellung, Projektbericht und Handlungsleitfaden).

Kooperieren für mehr Wissensaustausch 

In der ersten Phase werden die Projektpartner regionale Erfahrungen im Bereich Ökoquartiere und energieeffizienter sozialer Wohnungsbau bündeln und innovative Ansätze austauschen. In der zweiten Phase von 2018 bis 2020 können zusätzliche Leuchtturmprojekte in der Großregion starten. Wesentliche Projektziele sind neben dem fachlichen Austausch die grenzüberschreitende Vernetzung von Akteuren im Bereich nachhaltiger Quartiere und energieeffizienter sozialer Wohnungsbau. Um Erfahrungen auf andere Teile des Kooperationsgebietes zu übertragen, fließen Erkenntnisse aus der Projektarbeit in einen großregionalen Handlungsleitfaden ein. 

Das Projekt GReENEFF erstreckt sich auf das gesamte Programmgebiet der INTERREG V A Großregion und wird unter der Federführung der ARGE SOLAR gemeinsam mit der Energie-agentur Rheinland-Pfalz, der luxemburgischen Struktur zur Förderung einer nachhaltigen Energiewende myenergy, dem Conseil Departemental de Moselle, der Moselle Agence Technique (MATEC), dem Service public de Wallonie, der Plate-forme Maison passive (pmp) und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes bearbeitet. 

Über INTERREG V A 

INTERREG ist eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Ausrichtung A bezieht sich auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Partnern. Die Großregion umfasst vier EU-Mitgliedstaaten – Luxemburg, Belgien, Deutschland, Frankreich -, fünf Regionen und drei Sprachen (Deutsch, Französisch, Luxemburgisch). Auf einer Fläche von 65 401 km2 leben rund 11,4 Millionen Menschen. Für die aktuelle Programmperiode 2014-2020 verfügt das Programm über ein Budget von knapp 140 Millionen Euro EFRE-Mittel (139.802.646 EUR). 

 

Das INTERREG-Projekt GReENEFF - Mit der Anwesenheit von Frau Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes und Frau Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

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