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Klimapakttag im Zeichen des „Klimapakt 2.0“

Die siebte Ausgabe des Klimapakttages fand am 4. Juni 2019 in Esch-sur-Alzette statt. Die jährliche Veranstaltung ist für die Gemeinden zu einem zentralen Termin für Austausch und Bilanz geworden. Das Ziel: Maßnahmen für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik vorstellen und vorantreiben. Das diesjährige Motto lautete Klimapakt 2.0, also die Weiterführung des Klimapakts über das Vertragsjahr 2020 hinaus. Denn um die nationalen  Klimaziele bis 2030 zu erreichen, ist ein effizientes Vorgehen gefragt. Ein Blick auf Neuerungen und Impulse.

Klimapakttag ©myenergy / Studion Photograph

Der weiterentwickelte Klimapakt 2.0: Für mehr Effizienz, Kompetenz und Bürgernähe

Um den ehrgeizigen Klimazielen gerecht zu werden, wird sich auch der Klimapakt in der nächsten Phase von 2021 bis 2030 gezielt weiterentwickeln. Drei Bereiche rücken verstärkt in den Fokus. Zum einen sollen neben qualitativen Maßnahmen auch quantitative Indikatoren verstärkt verfolgt werden. Des Weiteren sind die Stärkung des Arbeitsrahmens der Gemeinden sowie das Anstreben von mehr Bürgerbeteiligung zentrale Ziele. Was verbirgt sich genau hinter diesen Bereichen?

Der Klimapakt 2.0 soll eine verbesserte Quantifizierung der Ergebnisse ermöglichen. Angestrebt werden eine optimierte Datenlage sowie eine bessere Verfolgung an Hand von Indikatoren. Dazu sollen Daten effizienter erhoben, Monitoring und Controlling verfeinert werden. Die Gemeinden arbeiten hierzu zur Dokumentation ihrer eigenen Verbrauchsdaten beispielsweise bereits mit der Software EnerCoach. Zukünftig werden weitere kommunalspezifische Daten angestrebt, welche zentral gesammelt und aufbereitet werden, um den Aufwand für die Gemeinden zu reduzieren. Dadurch wird ebenfalls die Vergleichbarkeit erhöht.

Des Weiteren steht die stetige Verbesserung des Arbeitsrahmens für die Gemeinden auf der Agenda. Dabei spielt das Entwickeln von Monitoring-Werkzeugen ebenso eine Rolle, wie die verstärkte Kooperation mit Partnern, wie dem SIGI, Klimabündnis, CELL, IMS oder der EBL. Unter den Klimaberatern – die seit dem Beginn des Klimapaktes den Gemeinden fachlich zur Seite stehen – soll es in Zukunft verstärkt themenspezifische Experten geben, um die Gemeinden beispielsweise in den Bereichen Mobilität oder Circular Economy noch besser zu begleiten.

Ein weiterer zentraler Punkt ist das Anstreben von mehr Bürgerbeteiligung. Den Gemeinden soll noch intensiver dabei geholfen werden, ihre BürgerInnen dazu zu ermutigen, eine aktive Rolle im Klimaschutzbereich einzunehmen. Geplant sind beispielsweise neue Kooperationsmaßnahmen, wie Kampagnen oder Wettbewerbe. Zudem sind ganz praktische Unterstützungspakete vorgesehen. Hier stehen unter anderem Hilfen bei der Bildung von Energiekooperativen oder anderer konkreter und substantieller Projekte auf dem Programm.

Die Solarenergie im Blick: „Solar Challenge“ und Energiekooperativen für Gemeinden

Solarenergie ist eine zentrale Säule bei der Erreichung der nationalen Klimaziele. Um den Photovoltaikzubau voranzutreiben wurden jüngst bereits einige Maßnahmen von der Regierung unternommen (z. B. verbesserte Einspeisetarife für Photovoltaikstrom). Zwei konkrete Maßnahmen sollen nun weitere Aktivitäten ins Rollen bringen: Der Wettbewerb „solar challenge“ sowie die noch intensivere Unterstützung bei der Umsetzung von Energiekooperativen in den Gemeinden.

Alle Klimapakt-Gemeinden sind dazu aufgerufen an der Solar Challenge teilzunehmen. Sie besteht darin, in einem Zeitraum zwischen dem 1. Juli 2019 und dem 1. Oktober 2020 die Solarenergie in der Gemeinde so umfassend wie möglich weiter voranzutreiben. Am Ende dieser Periode wird jene Gemeinde ausgezeichnet, die den größten Zuwachs erzielt hat, sowie die Gemeinde, in der das innovativste Vorzeigeprojekt umgesetzt wurde.

Bei der Umsetzung von Energiekooperativen wird myenergy, in Zusammenarbeit mit Eurosolar Lëtzebuerg a.s.b.l., die Gemeinden in Zukunft noch intensiver begleiten. Wenn sich eine große Fläche auf einem Dach in Gemeindebesitz anbietet, unterstützt myenergy die Gemeinde bei den einzelnen Schritten Richtung Gründung von einer Energiekooperative. Hinter dem Angebot verbirgt sich ein All-Inclusive-Paket: Informieren, Partner zusammenbringen und vermitteln, technische Beratung, Kostenvoranschläge einholen, bis hin zum Festlegen von Statuten. Prozessbegleitung von A-Z.

Weitere Neuerungen und Zertifizierungen

Zudem wurde im Rahmen des Klimapakttages zwischen dem Energieministerium und mehreren Gemeinden als Erstunterzeichnern eine „lettre d’intention“ im Bereich der Baukontrollen unterzeichnet. Die Gemeinden engagieren sich in diesem Rahmen dazu, ein Kontrollsystem aufzubauen, um im Sinne des Klima- und Verbraucherschutzes die Überprüfung der baupraktischen Umsetzung energetischer Anforderungen aus dem Energiepass sicherzustellen. Ein entsprechendes Unterstützungsangebot wird von myenergy bereitgestellt. myenergy wird in den kommenden Monaten durch Sensibilisierung versuchen, den Kreis der Unterzeichner-Gemeinden zu erhöhen.

Des Weiteren wurden die Ergebnisse der Messkampagne „Besser Loft fir méi Liewensqualitéit“ von der Umweltverwaltung präsentiert.

In der letzten Zertifizierungsphase konnten dann im Frühjahr 2019 noch zwei weitere Gemeinden die höchste Stufe von 75 % und somit den Goldstatus erreichen: Esch-sur-Alzette und Préizerdaul. Mit 50 % zertifiziert wurden darüber hinaus die Gemeinden Helperknapp, Rosport-Mompach, Roeser, Feulen, Reckange, Strassen, Beaufort und Heffingen.

Gilbert Théato, directeur, myenergy - ©myenergy / Studion Photography

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Der Klimapakt in Zahlen

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