Luxemburg auf der Expo in Astana – hin zu einer smarten Zukunft

Am 10. September endete die Weltausstellung zur Energie der Zukunft in der kasachischen Hauptstadt Astana. Im internationalen Wettbewerb der Ideen für eine zukunftsfähige Energieversorgung präsentierte sich Luxemburg in seinem Pavillon als „smarte“ Modellregion. myenergy inspirierte die Konzeption des Luxemburger Auftritts und führte mit der App „myAAA“ und digitaler Infografik die Vorteile einer intelligenten Stadt der Zukunft vor.


(c) Ministère de l'Economie

Jeremy Rifkin hat mit der strategischen Studie „Third Industrial Revolution Lëtzebuerg“ in Zusammenarbeit mit luxemburgischen Experten den Weg vorgegeben. Die Stadt der Zukunft ist nachhaltig, die Viertel sind miteinander vernetzt, die Energiemodelle im Haus spielen eine aktivere Rolle im Energiesystem und sind individuell und an dem Verbrauch orientiert steuerbar. Die Vision: Bis 2050 wird das Großherzogtum ein voll vernetztes Energiesystem. Das diesjährige Leitmotiv der Expo in Astana „Energien der Zukunft: Aktion für die weltweite Nachhaltigkeit“ zeigt den Trend.

Die Schlüsselelemente des Luxemburger Modells beruhen auf der Bewerbung erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und -versorgung, der Elektrifizierung des Transportwesens. Für den Luxemburger Pavillonauftritt kooperierten Wirtschaftsministerium, Handelskammer, Privatsektor und myenergy. Nicht nur Luxemburg steht vor der Herausforderung, eine nachhaltige Entwicklung, Innovationen und Recherchen im Sektor der erneuerbaren Energien und Technologien zu unterstützen und voranzutreiben. So zeigten 115 Länder drei Monate lang in ihren Pavillons zukunftsfähige Energiekonzepte und Modelle.

Gut 5 Millionen BesucherInnen interessierten sich für die Schau, bei der das Großherzogtum auf einer Fläche von 250 m2 vier Initiativen präsentierte: Die Erforschung von Weltraum-Ressourcen („Space Mining“), die dritte industrielle Revolution (Rifkin-Studie), eine nachhaltige Finanzwirtschaft sowie das „Smart Energy Nation Lab“. Dieses (Miniatur)Modell einer „smarten Nation“ mit intelligent vernetzter und ressourcenschonender Energieversorgung, wurde zusammen mit myenergy entworfen und umgesetzt.

Der dezidierte Wille der Regierung, Luxemburg mit diesen Schwerpunkten technologisch und nachhaltig weiterzuentwickeln, wurde auch durch die Teilnahme an der Eröffnung der Weltausstellung am 10. Juni von Premierminister Xavier Bettel und Wirtschaftsminister Etienne Schneider deutlich. Gestaltet in den Nationalfarben mit Rautenmuster im Zeichen des Nationbrandings „LUXEMBOURG – Let’s make it happen“, konnten die Besucher nicht nur die Stadt der Zukunft spielerisch entdecken, sondern durch vier Tore schreiten und so eine Zeitreise durch die Geschichte Luxemburgs unternehmen.

Als staatliche Struktur zur Förderung einer nachhaltigen Energiewende hat myenergy das Zukunftsthema intelligente Energienutzung im „Smart Energy Nation Lab“ konkret gemacht.


(c) Ministère de l'Economie

Vorgestellt wurde die mobile App „myAAA“, ein digitaler Wegweiser zu Gebäuden mit hoher Energieeffizienz. Über diese App gelangt man einfach an Informationen, wie man sein Haus so einrichten kann, um beides zu sparen: Energie und letztlich auch Geld.


(c) Ministère de l'Economie

Zudem veranschaulichte myenergy durch eine digitale Infografik, wie die Vision einer „smart City“ lebendig werden kann: Über einen Touchscreen gelangt man zu einem beschreibenden Text und kann sich durch verschiedene Komponenten der „Zukunftsstadt“ durchklicken: darunter vor allem „das intelligente Haus“, „das intelligente Viertel“ (smart district), die „intelligenten Zähler“ (smart meters), über die der Verbrauch gemessen und kontrolliert wird, und die Stromnetze (smarts grids). Im „Smart home“ sind alle technischen Bereiche miteinander verknüpft und die Geräte passen sich dem individuellen Verbrauch an, um den Komfort zu optimieren und Energie einzusparen.

Luxemburg präsentierte sich in Astana als „Smart Nation“ – als kleines, innovatives Land – eine Nation, die vielsprachig, kosmopolitisch, voll vernetzt und unternehmerisch. Das Großherzogtum bietet den Nährboden für technologische Innovationen und eignet sich als ideale Testumgebung, um Informationstechnologien, erneuerbare Quellen für Energie und smarte Transportlösungen miteinander zu verbinden.

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