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10 gängige Vorstellungen über die energetische Renovierung

Zahlreiche negative und falsche Vorurteile kursieren über das Thema der ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile von Renovierungsmaßnahmen. Hier die zehn gängigsten Vorstellungen über die Renovierung mit einer Analyse ihres Wahrheitsgehalts. 

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Vorurteil Nr. 1: Eine gute Wärmedämmung ist schlecht für das Raumklima und begünstigt Schimmelbildung

Schimmel entsteht durch hohe Luftfeuchtigkeit und unzureichendes Lüften, nicht durch eine gute Wärmedämmung.

Ganz im Gegenteil hilft eine bessere Wärmedämmung, Schimmelbildung vorzubeugen, wie zahlreiche Beispiele energieeffizienter und energetisch renovierter Häuser, die völlig luftdicht und gleichzeitig absolut schimmelfrei sind, zeigen. Bei schlecht isolierten Außenwänden setzt sich dagegen die Luftfeuchtigkeit an kühlen Stellen als Kondenswasser ab, was Schimmel begünstigt. Eine gute Wärmedämmung der Fassade hält die Innenflächen der Außenwände warm und verhindert so, dass sich dort Feuchtigkeit absetzt.

Außerdem ist es wichtig, sämtliche Wärmebrücken (Bereiche, in denen die Dämmung unterbrochen ist) des Gebäudes zu erkennen und zu beseitigen. Typische Beispiele für Wärmebrücken sind Heizkörpernischen und Balkone. Schließlich wird empfohlen, keine Möbel direkt vor Außenwände zu stellen, damit die Raumluft zirkulieren kann und die Flächen hinter den Möbelstücken nicht abkühlen.

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Vorurteil Nr. 2: Zu dichte Fenster verhindern die Erneuerung der Raumluft und erhöhen so das Risiko für Schimmelbildung

Bei undichten Fenstern kommt es zu einer rein zufälligen und nicht ausreichenden Lüftung. Um richtig zu lüften, müssen die Fenster regelmäßig geöffnet oder eine Komfortlüftungsanlage verwendet werden. Undichte Fenster dagegen führen an kalten Tagen zu Wärmeverlust und Zugluft. Damit tragen sie zu einem schlechten Wohnklima bei und treiben die Heizkosten unnötig in die Höhe.

Neue Fenster sollten bei einer Renovierung von ausgewiesenen Spezialisten eingebaut werden, die darauf achten, bestehende Wärmebrücken zu beseitigen.

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Vorurteil Nr. 3: Der Einbau neuer Fenster mit Dreifachverglasung führt zu Schimmelbildung

Bei der Erneuerung der Fenster ist unbedingt darauf zu achten, dass die Wände gut gedämmt sind. Ist nämlich die energetische Qualität der Fenster höher als die der Wände, kann sich Kondenswasser an den Wänden bilden und tatsächlich zu Schimmelbildung führen. Kondenswasser setzt sich immer an den kältesten Stellen ab.

Voraussetzung für die PRIMe-House-Beihilfen ist, dass die Wanddämmung energieeffizienter ist als die neuen Fenster. Gegebenenfalls muss daher beim Austausch der Fenster auch die Fassade gedämmt werden. Wenden Sie sich an Ihren myenergy-Berater, um die Dämmleistung Ihres Gebäudes zu bestimmen (kostenloser Energiecheck).

In jedem Fall muss die Wohnung nach dem Austausch der Fenster täglich ausreichend gelüftet werden, um ein gesundes Raumklima zu erhalten.

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Vorurteil Nr. 4: Eine energetische Renovierung ist teuer und lohnt sich nicht

Eine fachgerecht ausgeführte energetische Renovierung verbessert in jedem Fall die Energieeffizienz des Gebäudes und trägt durch eine Senkung des Heizenergieverbrauchs dazu bei, die Abhängigkeit von den Energiepreisen zu verringern. Um den Wert eines Gebäudes zu erhalten oder gar zu steigern, ist eine langfristig ausgerichtete Modernisierung unabdingbar. Manche Renovierungsmaßnahmen amortisieren sich tatsächlich erst nach zehn bis zwanzig Jahren, andere lohnen sich dagegen sehr schnell. Um mehr über das Verbesserungspotenzial Ihrer Wohnung in puncto Energieeffizienz zu erfahren, lassen Sie einen kostenlosen Energiecheck von Ihrem myenergy-Berater durchführen.

Die Finanzierung Ihres energetischen Renovierungsvorhabens kann durch verschiedene staatliche und kommunale Maßnahmen gefördert werden. 

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Vorurteil Nr. 5: Bei der Herstellung von Dämmstoffen wird mehr Energie verbraucht als anschließend eingespart wird

Wärmedämmung ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Sie ermöglicht höhere Einsparungen bei der Heizenergie als jede andere Maßnahme.

Für die Herstellung von Dämmstoffen ist deutlich weniger Energie erforderlich, als anschließend eingespart wird. Der Energieverbrauch bei der Dämmstoffproduktion ist minimal im Vergleich zu den Einsparungen bei der Heizenergie, die über 20 bis 30 Jahre erzielt werden. Damit ist der Energieaufwand bei der Dämmstoffherstellung kein Argument gegen eine energetische Renovierung, allerdings ein wichtiges Kriterium für die Wahl des geeigneten Dämmstoffs. Ökologische Dämmstoffe die den Kriterien der staatlichen PRIMe-House-Beihilfen entsprechen werden energiesparend hergestellt.

Bei Verwendung ökologischer Dämmstoffe wird die PRIMe-House-Fördersumme deutlich erhöht.

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Vorurteil Nr. 6: Durch Wärmedämmung steigt das Brandrisiko

Dämmstoffe werden in verschiedene Brandschutzklassen unterteilt, je nachdem, ob sie schwer oder leicht entzündlich oder gar nicht brennbar sind. Die Klassifizierung der Baustoffe und Gebäudearten nach ihrem Brandverhalten ist durch eine europäische Norm geregelt.

Dämmstoffe aus mineralischen Materialien sind grundsätzlich nicht brennbar. Sie fallen unter das Luxemburgische Nachhaltigkeitszertifikat für Wohngebäude (LENOZ) und können entsprechend im Rahmen eines Gesamtkonzepts staatlich gefördert werden. Das betrifft auch die Renovierungsmaßnahmen selbst: Wenn Sie sich für Dämmstoffe aus mineralischen Materialien entscheiden, können Sie eine höhere Finanzierung erhalten als bei der Verwendung herkömmlicher Materialien.

Bestimmte Materialien, die für die Fassadenverkleidung verwendet werden, können brennbar sein. Darum ist es wichtig, die gesamte Zusammensetzung der Außenwand zu berücksichtigen. Allerdings können die Wände auch bestimmte Brandschutzelemente (Beschichtung, Brandriegel usw.) enthalten, die die Ausbreitung von Flammen verhindern.

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Vorurteil Nr. 7: Ein Altbau ist ausreichend gedämmt

Bei Gebäuden, die zwischen 1900 und 1970 gebaut wurden, besteht ein großes Potenzial für eine energetische Renovierung. Die Energieeffizienz muss für jede Dämmung individuell geprüft werden. myenergy bietet einen kostenlosen Energiecheck an, bei welchem der Zustand der vorhandenen Wärmedämmung überprüft wird.

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Vorurteil Nr. 8: Eine zu gute Wärmedämmung ist schädlich

Im Gegenteil: Mauerfugen verursachen bedeutende Wärmeverluste. Im Winter dringt warme, feuchte Luft durch undichte Stellen wie Fugen und Risse nach außen. Dadurch kühlt die Luft ab und die Feuchtigkeit setzt sich als Kondenswasser ab, was zu Schimmelbildung in den Hohlräumen führen kann. Mithilfe einer Thermografie lassen sich die Bereiche ermitteln, an denen Wärmeverluste auftreten.

Durch eine energetische Renovierung (Fassadendämmung, Dachdämmung, Austausch der Fenster) wird das Gebäude luftdichter und dadurch die Energieeffizienz verbessert.

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Vorurteil Nr. 9: Auf wärmegedämmten Fassaden entstehen Algen

Richtig ist, dass der Außenputz bei gedämmten Wänden eine niedrigere Temperatur aufweist und darum Regen- und Kondenswasser langsamer darauf trocknen. Allerdings sind bei der Entstehung von Mikroorganismen verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Witterungsverhältnisse, Ausrichtung, die Nähe zu Bäumen oder Büschen und fehlender Schutz durch überstehende Gebäudeteile. Bei der Planung ist es daher wichtig, an bestimmte Anpassungen zu denken, um die Gefahr von Algenbefall zu verringern. Dachüberstände und Fensterbänke sowie Sockelbereiche schützen die Fassaden vor Niederschlag und Spritzwasser. So wird verhindert, dass Feuchtigkeit in die Oberfläche des Bauwerks eindringt, und die Verbreitung von Pilzen oder Algen wird eingeschränkt.

Achten Sie auch auf die Verwendung geeigneter Baustoffe. Dämmstoffe mit einer hohen Dichte wie Holzfasern, Zellulose oder Hanffasern speichern Wärme besser. Die Fassade kühlt langsamer ab und es bildet sich weniger Kondenswasser auf der Putzoberfläche. Dadurch wird die Gefahr von Pilz- oder Algenbefall reduziert.  

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Vorurteil Nr. 10: Dichte Wände können nicht mehr atmen

Wände atmen grundsätzlich nicht. Der Luftaustausch und die Ableitung von Feuchtigkeit können nur durch Lüften (durch regelmäßiges Öffnen der Fenster oder Einbau einer Komfortlüftung) gewährleistet werden. Das, was allgemein als „Atmen“ bezeichnet wird, ist der Feuchtigkeitstransport durch Wasserdampfdiffusion. Tatsächlich fällt dieser jedoch minimal aus und spielt für die Abführung von Feuchtigkeit praktisch keine Rolle. Wichtig ist dagegen, dass der Innenputz die Luftfeuchtigkeit aufnehmen und nach dem Lüften wieder an die Raumluft abgeben kann. Die Feuchtigkeitsregulierung erfolgt tatsächlich also nur auf den ersten Zentimetern der Wandinnenseite. Lehmputz beispielsweise reguliert die Feuchtigkeit besonders gut.

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