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Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für mich?

Alle Informationen zu dieser Frage finden Sie in unserer praktischen Checkliste!

Welche finanziellen Beihilfen kann ich für meine Photovoltaikanlage erhalten?

Weitere Informationen zu den aktuellen Förderprogrammen und Einspeisetarifen für Ihre Photovoltaikanlage finden Sie hier.

Wie muss ich meine Anlage warten und reinigen?

Um langfristig den bestmöglichen Ertrag zu erzielen, sollte eine Photovoltaikanlage regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Ihre Anlage sollte daher alle 5 bis 10 Jahre von einem Fachmann kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt werden. Sollten Sie einen direkten Zugang zu den Modulen haben, können Sie die Panele auch regelmäßig selbst reinigen.

Muss ich meine Photovoltaikanlage versteuern sowie die Mehrwertsteuer zahlen?

Sofern die Leistung Ihrer installierten Photovoltaikanlage 4 kWp übersteigt, muss der Ertrag der Stromerzeugung in Ihrer Steuererklärung angegeben und versteuert werden. Legen Sie Ihrer Steuererklärung das entsprechend ausgefüllte Model 121 bei.

Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung unter 4 kWp werden nicht besteuert.

  • Von einer Befreiung der MwSt. profitieren

Laut dem Artikel 57 des abgeänderten Gesetzes vom 12. Februar 1979 bezüglich der MwSt. können Sie von einer Befreiung der MwSt. profitieren falls Ihr Jahreseinkommen aus der Stromproduktion den Grenzbetrag von 30.000 € nicht überschreitet.

In diesem Fall können Sie Ihre Produktion verkaufen (einspeisen) oder selbst verbrauchen, ohne da seine MwSt. anfällt. Der Einkauf Ihrer Photovoltaikanlage unterliegt weiterhin dem normalen MwSt.-Satz von 17 % und die aus dem Netz entzogene Elektrizität unterliegt einem reduzierten MwSt.-Satz von 8 %. Werden keine spezifischen Schritte unternommen stellt diese Option den Normalfall dar, welcher von Amts wegen angewendet wird.

  • Sich dem abgeänderten Gesetz vom 12. Februar 1979 bezüglich der MwSt. unterwerfen (Rückerstattung der MwSt.)

Die Unterstellung unter das abgeänderte Gesetz vom 12. Februar 1979 bezüglich der MwSt. erlaubt es Ihnen die im Vorfeld gezahlte MwSt. für Ihre Anlage zurückzufordern. Im Gegenzug unterliegt die Gesamtheit Ihrer Stromproduktion einem ermäßigten MwSt.-Satz von 8 %, also egal ob Sie ins Netz eingespeist wird oder selbst verbraucht wird.

Diese MwSt. muss mittels einer jährlichen MwSt.-Erklärung der Administration de l'enregistrement et des domaines gemeldet und überwiesen werden. Die benötigten Daten in Bezug auf den Verbrauch bzw. die Stromproduktion stammen von Ihrem intelligenten Stromzähler (smart meter) „Smarty“ sowie vom anlageneigenen Stromzähler.

Sollten Sie diese Option wählen, so verpflichten Sie sich dazu, die MwSt. während einer Frist von mindestens 10 Jahren zu deklarieren und zu zahlen (Amortisationszeit der Anlage). Im Falle einer Nichteinhaltung führt die Verwaltung eine Begradigung durch und Sie müssen einen Teil Ihrer zurückerhaltenen MwSt. zurückzahlen.

Nach 10 Jahren Betriebszeit können Sie eine Einstellung der Tätigkeit bei Ihrem Steuerbüro beantragen. In diesem Falle zahlen Sie für die restliche Laufzeit Ihrer Photovoltaikanlage keine MwSt. mehr auf den produzierten Strom.

Die folgende Übersichttabelle fasst die anzuwendenden MwSt.-Sätze auf den aus dem Netz entzogenen (PR), den eingespeisten (IC) und den selbstverbrauchten (AC) Strom zusammen:

TVA 17% (Ausstattung)

TVA 8% (Strom)

 

Jahr 0-9

Jahr 10+

Anwendung der „MwSt Gesetzgebung“ mit Rückerstattung der im Vorfeld gezahlten MwSt.

MwSt. auf PR = 8 %
MwSt. auf IR = 8 %
MwSt. auf AC = 8 %

MwSt. auf PR = 8 %
MwSt. auf IR = 0 %
MwSt. auf AC = 0 %

Zählung

1 Smarty (Verbrauch)
1 PV-Zähler (Produktion)

1 Smarty

 

Wie beteilige ich mich an einer bestehenden Energiekooperative?

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, eine eigene Photovoltaikanlage zu installieren oder wollen Sie in eine nachhaltige Zukunft investieren, dann könnte die Beteiligung an einer bestehenden Energiekooperative für Sie interessant sein.

Um Informationen zu den Aufnahmebedingungen zu erhalten, sollten Sie sich direkt an die entsprechenden Kooperativen wenden. Für die Aufnahme müssen Sie meistens einen formellen Antrag an den betreffenden Verwaltungsrat senden und nach dessen Zustimmung mindestens einen Anteil an der Genossenschaft erwerben.

Besteht die Möglichkeit das Tätigkeitsfeld einer bestehenden Genossenschaft die noch keinen Solarstrom produziert zu erweitern?

Sind Sie Mitglied in einer bestehenden Genossenschaft die noch keine Photovoltaikanlage besitzt jedoch die Bedingungen erfüllt, den Einspeisetarif zu erhalten (mindestens 7 Privatpersonen, Vereine ohne Gewinnzweck oder Stiftungen)? Dann bietet sich Ihnen die Möglichkeit, eine außergewöhnliche Generalversammlung einberufen zu lassen, um über die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes auf die Stromerzeugung zu diskutieren.

Ist der Eigenverbrauch meines selbstproduzierten Stroms erlaubt?

Der Eigenverbrauch des selbstproduzierten Stroms ist erlaubt, die Anschlussbedingungen des betreffenden Netzbetreibers müssen jedoch eingehalten werden. Diese beziehen sich vor allem auf die Sicherheit der elektrischen Installation und des Netzbetriebs. Bitte informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Netzbetreiber.

Wie lange dauert die energetische Amortisation von Photovoltaikmodulen?

Die energetische Amortisationszeit ist die Zeit, die eine Photovoltaikanlage benötigt, um dieselbe Energiemenge zu erzeugen, die für ihre Herstellung erforderlich war. Zur Berechnung dividiert man die zur Herstellung des Moduls aufgewandte Energie durch die jährliche Energieerzeugung des Moduls.

Die Amortisationszeit für die gegenwärtig auf dem mitteleuropäischen Markt erhältlichen Arten von Photovoltaikmodulen beläuft sich im Allgemeinen auf weniger als zwei Jahre. Silizium-Solarzellen, die auf dem luxemburgischen Markt bei weitem am gebräuchlichsten sind, weisen eine Amortisationszeit von unter zwei Jahren auf, und die derzeit aufkommenden „Dünnschicht"-Solarzellen eine Amortisationszeit von unter einem Jahr.

Wie wirken sich Photovoltaikmodule auf die Umwelt aus?

Die Umweltauswirkungen werden über den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Folglich werden die bei der Herstellung und beim Betrieb der Photovoltaikanlage entstehenden Umweltauswirkungen berücksichtigt (Auswirkung auf den Klimawandel, Mineralstoffgewinnung, Toxizität für Lebewesen,…), einschließlich der durch die erzeugte Energie erfolgten Einsparungen.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Herstellung bestimmter Photovoltaikmodule den Einsatz knapper Rohstoffe und gefährlicher Stoffe erfordert, sind die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg geringer als die durch den nationalen oder europäischen Strommix verursachten Auswirkungen. Durch das Recycling der Module am Ende ihrer Lebenszeit oder die Instandsetzung gebrauchter Module im Hinblick auf deren Wiederverwendung im Rahmen eines „zweiten Lebens" können diese Auswirkungen noch weiter verringert werden.

Enthalten Photovoltaikmodule gefährliche Stoffe?

Was die auf dem luxemburgischen Markt bei weitem am gebräuchlichsten Silizium-Solarzellen betrifft, so bedarf es für deren Herstellung heutzutage keinerlei umweltschädlicher Substanzen.

Die „Dünnschicht"-Solarzellen verwenden Bestandteile wie Cadmium oder Tellur. Die für die Herstellung der dazugehörigen Module eingesetzten Mengen sind jedoch minimal, was insbesondere für die Solarzellen aus Cadmiumtellurid (CdTe) gilt. CdTe weist eine geringe Toxizität auf und seine ökologischen Folgen werden im Vergleich zu den möglichen Auswirkungen anderer Stromerzeugungsarten als vernachlässigbar erachtet.

Erfordern Photovoltaikmodule den Einsatz knapper Rohstoffe?

Heutzutage gibt es keinerlei Einschränkungen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien für die Herstellung von Photovoltaikmodulen und statt kritischer Materialien können Alternativen verwendet werden.

Silizium ist die Hauptsubstanz der gleichnamigen Solarzellen und weist keinerlei Verfügbarkeitsprobleme auf. Weitere Substanzen wie Silber können durch andere Rohstoffe ersetzt werden, ohne dass dadurch der Wirkungsgrad der Solarzellen unmittelbar verschlechtert wird.

Bei „Dünnschicht"-Solarzellen werden Indium, Tellur, Gallium, Selen und Cadmium als kritische Rohstoffe betrachtet. Die genaue Auswirkung der Marktentwicklung auf die Verfügbarkeit dieser Mineralien wird gegenwärtig noch erforscht.

Ist das Recycling von Photovoltaikmodulen möglich? Falls ja, welcher Teil kann wiederverwertet werden?

Im Allgemeinen sind sämtliche Photovoltaikmodule recycelbar.

Für Module auf Siliziumbasis und für cadmiumhaltige „Dünnschicht"-Module gibt es gefahrlose Recyclingverfahren. Das Recycling ist übrigens durch die europäische Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte geregelt, die durch die geänderte großherzogliche Verordnung vom 30. Juli 2013 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte in nationales Recht umgesetzt wurde: Dieser Gesetzesrahmen sieht gegenwärtig vor, dass mindestens 70% (ab 15. August 2018 mindestens 80%) der Masse eines Photovoltaikmoduls recycelt wird.

Gleichwohl beläuft sich die Recyclingrate von Photovoltaikmodulen auf nahezu 100%, wenn man bedenkt, dass die Module im Allgemeinen überwiegend aus Glas, Aluminium und anderen Metallen bestehen. Die reinen Module beinhalten in der Regel nur sehr begrenzte Mengen an synthetischen Materialien wie Silizium oder andere Mineralien. Das Recycling dieser Bestandteile ist dennoch aus technischer Sicht möglich, wenngleich die Verfahren für deren Extraktion gegenwärtig noch nicht rentabel sind. Daher werden diese Materialien derzeit hauptsächlich zur thermischen Verwertung genutzt.

Qui est responsable pour le recyclage des panneaux photovoltaïques ?

Selon le règlement grand-ducal modifié du 30 juillet 2013 relatif aux déchets d’équipements électriques et électroniques, le producteur lui-même est responsable pour la collecte et le traitement des panneaux photovoltaïques.
Par producteur on entend toute personne physique ou morale qui fabrique au Luxembourg ou importe les panneaux photovoltaïques en premier sur le marché luxembourgeois. Est assimilée au producteur toute personne qui est établie dans un autre Etat membre ou dans un pays tiers et qui, à titre professionnel, fournit des panneaux photovoltaïques directement à un utilisateur au Luxembourg. Concrètement, dans la majorité des cas il s’agit au Luxembourg de l’installateur de la centrale photovoltaïque.
Le propriétaire voulant se débarrasser de son installation photovoltaïque doit donc recourir au producteur de son installation, ou bien, le cas échéant, à son installateur pour que celui-ci la prenne en charge.
Toutefois, dans le cas des panneaux photovoltaïques installés avant le 13 août 2005, deux cas de figure se présentent:
1. Les anciens panneaux sont remplacés par de nouveaux panneaux. Le financement des coûts de la gestion des anciens panneaux doit être assuré par l’entreprise qui fournit le nouvel équipement.
2. Les anciens panneaux ne sont pas remplacés par de nouveaux panneaux. Le financement des coûts de la gestion des anciens panneaux doit être assuré par l’utilisateur lui-même.
Sans préjudice de ce qui précède, la règlementation permet aux utilisateurs et aux producteurs de trouver un accord concernant d’autres modalités de financement.

st die Instandsetzung von Photovoltaikmodulen möglich?

Ja, eine Instandsetzung ist im Allgemeinen möglich, es sei denn, das Glas der Module ist kaputt.

Gegenwärtig handelt es sich bei den meisten der zum Recycling vorgesehenen Module um fehlerhafte Module oder um Module, die beim Transport beschädigt wurden. Wenn möglich erweist sich die Instandsetzung folglich als beste Methode, um den Modulen ein „zweites Leben" zu schenken und auf diese Weise den Lebenszyklus der andernfalls recycelten Module zu verlängern.

Welche technischen Entwicklungen gibt es im Bereich der Photovoltaik?

Die „Dünnschicht"-Module (Solarzellen aus dem als CIGS bezeichneten Werkstoff Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid und aus CdTE) sind immer stärker verbreitet. Diese Technologie ermöglicht Energieeinsparungen und eine noch bedeutendere Verringerung der Umweltauswirkungen im Vergleich zu den derzeitigen Modul-Typen, was darauf zurückzuführen ist, dass die Herstellungsmethode einfacher und der Bedarf an Rohstoffen noch geringer ist. Diese Solarzellen zeichnen sich bereits heute durch einen Wirkungsgrad von über 20% aus. Durch ihre geringe Dicke bieten diese Module darüber hinaus eine größere Flexibilität beim Einbau, was gebogene Formen und eine leichtere Einbindung in die Fassade oder das Dach ermöglicht.

Neben den gängigen Technologien verspricht die Entwicklung der sogenannten Tandem-Solarzellen durch das Übereinanderschichten von Einfachsolarzellen einen noch besseren Wirkungsgrad. Diese Solarzellen bestehen aus zwei oder mehreren aktiven Schichten, die das Auffangen verschiedener Teile des Solarspektrums ermöglichen.

„Dünnschicht"-Module sind bereits auf dem Markt erhältlich, wenngleich diese Technologien gegenwärtig noch weiterentwickelt werden. Die Marktreife ist in den kommenden Jahren zu erwarten. Die als Tandemzellen bezeichneten Solarzellen befinden sich gegenwärtig noch in Entwicklung, wobei erwartet wird, dass sie in absehbarer Zeit ihren Markteinzug halten könnten.

Welche Umweltauswirkungen haben die Batterien?

Zur Beurteilung der Umweltauswirkungen der Batterien sind die verwendeten knappen und teilweise gefährlichen Rohstoffe (Blei, Lithium,...), ihre Ursprünge und der bei der Herstellung der Batterien verwendete Strommix zu berücksichtigen.

Die Lithium-Ionen-Akkus bestehen unter anderem aus Kobalt, Nickel, Kupfer, Aluminium und Lithium. Was diese Materialien anbelangt, so ist insbesondere die Verfügbarkeit von Lithium ein aktuelles Thema. Kurzfristig reichen die Vorräte zwar aus, um die Batterieherstellung sicherzustellen, doch muss das Lithium-Recycling ausgebaut werden, um die mittelfristige Versorgung zu sichern.

Die Untersuchung der Umweltauswirkungen dieser Batterien stellt derzeit ein bedeutendes Forschungsthema dar. Obgleich im Hinblick auf die Rentabilität, die Leistungsfähigkeit und die Verringerung der Umweltauswirkungen der Batterien bereits eine positive Entwicklung stattgefunden hat, befinden sich diese nach wie vor mitten im Entwicklungsstadium und in naher Zukunft sind bedeutende Fortschritte zu erwarten.

Ist das Recycling gebrauchter Batterien im Rahmen des Eigenverbrauchs möglich?

Ja, das Recycling dieser Batterien ist möglich und übrigens auch durch das Gesetz vom 19. Dezember 2008 über Batterien und Akkumulatoren sowie Altbatterien und Altakkumulatoren geregelt, das die europäische Richtlinie 2006/66/EG in luxemburgisches Recht umsetzt. Dieses Gesetz erfordert das Recycling von mindestens 50% des Gewichts der Batterien, bei denen es sich nicht um Blei-Säure-Batterien und Nickel-Cadmium-Batterien handelt, sondern folglich um Lithium-Ionen-Akkus.

Die für das Recycling gegenwärtig attraktivsten Bestandteile sind Kobalt, Nickel, Kupfer und Aluminium. Zur Sicherstellung der Versorgung müsste sich das Lithium-Recycling mittelfristig verbessern.

Für weitere Informationen oder Anweisungen in Bezug auf das Recycling dieser als Industrieakkus betrachteten Batterien können Sie sich entweder an die „SuperDrecksKëscht" oder an die Vereinigung „Ecobatterien asbl" wenden.

Comment puis-je savoir si une installation est rentable pour moi ?

myenergy berät Sie gerne bei dieser entscheidenden Frage, welche Sie sich gleich zu Beginn Ihres Projektes stellen sollten. Kontaktieren Sie uns telefonisch über unsere kostenlose Hotline unter 8002 11 90 oder vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch bei Ihnen zu Hause. myenergy berät Sie auch über öffentliche Beihilfen und mögliche kommunale Fördermittel sowie über mögliche Verfahren zur Errichtung der Anlage. Mehr Informationen finden Sie in unserer praktischen Checkliste.

Welche finanziellen Beihilfen kann ich für meine Wärmepumpe erhalten?

Finden Sie alle wichtigen Informationen zu dieser Fragestellung hier.

Darf ich auf meinem Grundstück eine Bohrung durchführen lassen?

Finden Sie alle wichtigen Informationen auf diese Fragestellung hier.

Worauf muss ich bei der Planung achten?

  • Die Dimensionierung der Anlage sollte nach der VDI-Richtlinie 4640 durchgeführt werden. Informieren Sie sich hierzu beim ausgewählten Bohrunternehmen.
    Zusätzlich kann noch eine Heizlastberechnung sowie ein geologisches Gutachten für die Dimensionierung durchgeführt werden.
  • Vor Beginn der Arbeiten sollte sichergestellt sein, dass alle Genehmigungen eingeholt sind.
  • Danach sollte das genaue Datum des Bohrbeginns im Voraus bei der Wasserwirtschaftsverwaltung angezeigt werden. Achten Sie darauf, dass die Arbeiten von Bohrunternehmen und Installateur abgestimmt sind.
  • Planen Sie im Vorfeld eine geeignete Baustellenzufahrt.

Was ist der COP-Wert? Was bedeutet JAZ?

Der COP-Wert ist eine wichtige Kennzahl beim Betrieb von Wärmepumpen. COP steht für „Coefficient of Performance“ und bezeichnet die Effizienz der Wärmepumpe. Der COP-Wert gibt das Verhältnis von Wärmeleistung und der dazu erforderlichen Antriebsenergie (Strom) an. Die Händler geben ihn auf ihren Geräten an. Er bezeichnet die Leistungszahl gemäß theoretischer Berechnungen oder unter bestimmten Testbedingungen. Im Allgemeinen und um die Förderung zu erhalten sollte der COP über 4,3 liegen.

Achtung: Die Leistungszahl sagt noch nicht viel über die jährliche Gesamteffizienz des Wärmepumpensystems aus. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt das Verhältnis des Jahresertrages an Heizenergie zur aufgewendeten Antriebs- und Hilfsenergie an. Es wird somit die Effizienz der Gesamtanlage, inklusive Einberechnung der Hilfsenergie, wie zum Beispiel der Heizungs- und Soleumwälzpumpe, erfasst. Es muss daher immer die Jahresarbeitszahl (JAZ) für den jeweiligen Standort und für das konkrete Objekt errechnet werden. Bestehen Sie als Kunde immer auf die Berechnung der Jahresarbeitszahl!

Darf ich eine Grundwasserwärmepumpe betreiben?

Nein. Laut dem Gesetz vom 19 Dezember 2008 bezüglich Wasser (Loi du 19 décembre 2008 relative à l’eau) ist die direkte oder indirekte Entnahme von Wasser, sowie anderen Feststoffen oder gasförmigen Substanzen, verboten. Somit können Grundwasserwärmepumpen in Luxemburg nicht genehmigt werden.

Wer haftet für die Bohrung?

Der Anlagenbetreiber – in diesem Fall Sie als Privatperson- haften für den ordnungsgemäßen Bau und Betrieb der Anlage und alle daraus resultierenden Schäden. Überprüfen Sie daher die Unterlagen der Bohrarbeit genauestens auf Vollständigkeit. Diese sind:

  • das ausgefülltes Formblatt der Druckprüfung als Nachweis der Dichtheit der Erdwärmesonde nach Sondeneinbau (vgl. VDI 4640)
  • der vollständiger Bohrbericht

Wir stehen Ihnen bei Fragen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Besteht die Möglichkeit, meine Wärmepumpe mit meinem selbstproduzierten Strom zu versorgen?

Der Eigenverbrauch des selbstproduzierten Stroms ist erlaubt, die Anschlussbedingungen des betreffenden Netzbetreibers müssen jedoch eingehalten werden. Generell ist es technisch machbar Ihre Wärmepumpe mit Hilfe eines intelligenten Reglers direkt mit Ihrem selbstproduzierten Strom zu versorgen. Lassen Sie sich hierfür am besten von Ihrem Installateur beraten.

Können Erdwärmesonden Schäden an meinem Haus verursachen?

Durch die Einführung von neuen Regeln für den Bau von Erdwärmesonden und deren strikte Einhaltung können Schäden wie z.B. in Staufen oder Böblingen weitestgehend ausgeschlossen werden.

Können Erdwärmesonden Erdbeben verursachen?

Nein. Die Bohrungen, die in den Bereich oberflächennahen Geothermie fallen, können keine Erdbeben auslösen. Es sind auch keine Fälle bekannt, in denen Erdwärmesonden durch ein Erdbeben beschädigt wurden.

Worauf muss ich bei der Auswahl der Bohrunternehmen achten?

Es wird empfohlen, nur zertifizierte Firmen nach DVGW W 120 oder äquivalent (démarche engagement qualité ADEME‐BRGM‐EDF) mit den Bohrarbeiten zu beauftragen. Bohrarbeiten und Sondenauslegung, die nicht von einer erfahrenen Bohrfirma durchgeführt werden, können zu erheblichen Komplikationen führen, sowohl bei den Bohrarbeiten als auch beim späteren Betrieb. Zudem werden Kenntnisse der luxemburgischen Geologie vorausgesetzt.

Informieren Sie sich hierzu bei Ihren ausgewählten Bohrunternehmen.

Kann ich meine Wärmepumpe auch zur Kühlung einsetzen?

Ja, durch die Erdwärmesonden besteht die Möglichkeit, die Wärmepumpe auch zur Kühlung der Wohnung zu verwenden. Dies ist sogar ratsam, da durch die aus dem Wohnraum entzogene Wärme der Erdboden regeneriert werden kann.

Man unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen aktiver und passiver Kühlung. Bei der aktiven Kühlung wird durch die aktive Umkehr des Wärmepumpenkreislaufes im Sommer die Wärmepumpe als Kühlaggregat genutzt. Bei der passiven Kühlung hingegen wird der Wärmetauscher dazu genutzt die Wärme aus dem Wohnbereich an den Sondenkreislauf abzuführen. Wegen des hohen Stromverbrauchs ist die passive Kühlung der aktiven vorzuziehen.

Brauche ich einen Stromzähler für meine Wärmepumpe?

Die Installation eines Stromzählers ist eine Bedingung zum Erhalt der staatlichen Beihilfen. Dazu muss der Stromzähler den gesamten Verbrauch der Wärmepumpe (mit Nebenverbrauchern wie der Umwälzpumpe, dem Heizstab) messen.

Durch den gemessenen Verbrauch lässt sich außerdem feststellen ob die Anlage effizient funktioniert und im Falle eines Defekts kann die Anlage frühzeitig durch einen Fachmann überprüft werden.

Was ist „LENOZ“?

„LENOZ“ ist eine auf die luxemburgischen Gegebenheiten angepasste, freiwillige Nachhaltigkeitsbewertung von Wohngebäuden. Die Abkürzung „LENOZ“ steht für „Lëtzebuerger Nohaltegkeets-Zertifizéierung“.

Was beinhaltet ein LENOZ-Zertifikat?

Ein LENOZ-Zertifikat beinhaltet die Bewertung der Nachhaltigkeit eines Wohngebäudes auf der Grundlage von sechs Kategorien: Standort, Gesellschaft, Ökonomie, Ökologie, Gebäude & Technik und Funktion. Im Zertifikat werden die erreichte Nachhaltigkeitsklasse sowie die pro Kategorie/Thema erhaltene Punktzahl wiedergegeben.

Welche Beihilfen sind an ein LENOZ-Zertifikat gebunden?

Für das Erstellen eines LENOZ-Zertifikats kann eine finanzielle Beihilfe (« prime d’établissement ») in Höhe von 1500 Euro brutto für ein Einfamilienhaus und von 750 Euro brutto pro Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus beantragt werden.

Wer darf ein LENOZ-Zertifikat erstellen?

Ein LENOZ-Zertifikat darf erstellt werden von:

  • Architekten und Ingenieuren im Sinne des Gesetzes vom 13. Dezember 1989 (loi du 13 décembre 1989 portant organisation des professions d’architecte et d’ingénieurconseil),
  • Akkreditierte Personen im Sinne des Gesetzes vom 5. August 1993 (loi du 5 août 1993 concernant l’utilisation rationnelle de l’énergie),
  • Energieberater im Sinne des Gesetzes vom 21. April 1993 (loi du 21 avril 1993 relative à l’agrément des personnes physiques ou morales privées ou publiques, autres que l’Etat pour l’accomplissement de tâches techniques d’étude et de vérification dans le domaine de l’environnement).

Ist ein LENOZ-Zertifikat obligatorisch?

Nein, das LENOZ-Zertifikat ist ein freiwilliges Zertifikat, das Bauherrn und Eigentümer über den Nachhaltigkeitsgrad einer Wohnimmobilie informiert.

In welchen Fällen kann ein Zertifikat erstellt werden?

Ein LENOZ-Zertifikat kann für alle Wohngebäude erstellt werden, für die ein Energiepass vorliegt, unabhängig davon, ob es sich um einen Neubau oder ein bestehendes Wohngebäude handelt.

Die Ausstellung eines Zertifikates ist an eine gewisse „Mindestnachhaltigkeit“ entsprechend „Klasse 4“ (Kapitel 0.2 der « Annexe du règlement grand-ducal relative à la certification de la durabilité des logements») gekoppelt. Bestehende Wohngebäude können diese „Mindestnachhaltigkeit“ im Zuge von umfassenden Renovierungsarbeiten erreichen.

Kann ein LENOZ-Zertifikat für den Wohnteil eines Mischgebäudes erstellt werden?

Für alle Gebäude oder Teile eines Gebäudes, für die ein Energiepass eines Wohngebäudes vorliegt, kann ein LENOZ-Zertifikat erstellt werden. Es gelten im Rahmen einer LENOZ-Zertifizierung die gleichen Definitionen von Wohn- und Nutzgebäuden wie beim Energiepass.

Wer beantragt die Beihilfe zur Erstellung eines LENOZ-Zertifikats im Falle einer Eigentümergemeinschaft?

Im Falle einer Eigentümergemeinschaft muss das Antragsformular für die Beihilfe zur Erstellung des Zertifikats von allen Wohnungseigentümern unterschrieben werden. Der Wohnungseigentümerverwalter (« syndic de copropriété ») kann stellvertretend für die Eigentümergemeinschaft den Antrag stellen.

Wie lange ist ein LENOZ-Zertifikat gültig?

Das Zertifikat besitzt eine maximale Gültigkeit von 10 Jahren ab dem Erstellungsdatum. Neben dem Erstellungsdatum wird auch das Ablaufdatum der Gültigkeit auf dem Zertifikat ausgewiesen.

Außerdem erlischt die Gültigkeit des LENOZ-Zertifikats, wenn für das betroffene Wohngebäude die Gültigkeit des Energiepasses erlischt.

Irrtum 1: Eine zu dicke Dämmung ist nicht gut für das Innenklima und führt zu Schimmelbildung.

Schimmelbildung ist auf eine schlechte Bauweise oder auf eine schlechte oder unzureichende Belüftung zurückzuführen und nicht auf eine gute Dämmung.  

Ganz im Gegenteil: Durch die richtige Dämmung seines Hauses verhindert man die Schimmelbildung. Dies sieht man an zahlreichen AAA-Häusern und energetisch renovierten Gebäuden. Sie sind perfekt gedämmt, luftdicht und komplett schimmelfrei. Wenn die Außenmauern ungenügend oder überhaupt nicht gedämmt sind, kondensiert die Luftfeuchtigkeit an kalten Stellen, was Schimmelbildung fördert.  Durch die Wärmedämmung der Fassade kann eine höhere Oberflächentemperatur der Außenmauer erreicht werden, was verhindert, dass sich dort Feuchtigkeit ablagert.  

In diesem Zusammenhang ist es wichtig sämtliche Wärmebrücken des Gebäudes ausfindig zu machen und zu beseitigen. Zu diesen zählen beispielsweise die Fensterlaibungen, d.h. die den Fenster- oder Türöffnungen zugewandten Mauerverkleidungen, gegen die die jeweiligen Rahmen angebracht werden. Darüber hinaus dürfen Außenmauern nicht durch Mobiliar versperrt werden damit die Innenluft zirkulieren kann und sich die hinter den Möbeln gelegenen Flächen nicht abkühlen.    

Zusammenfassend kann man folglich sagen, dass es sich bei einer geeigneten Fassadendämmung und einer angemessenen Belüftung um Maßnahmen handelt, die Schimmelbildung verhindern. 

Irrtum 2: Die Fenster dürfen nicht zu gut gedämmt sein, da die Luft ansonsten nicht erneuert wird und die Gefahr von Schimmelbildung steigt.

Wenn man zur Gewährleistung einer guten Belüftung auf luftdurchlässige Fenster setzt, irrt man sich mit Sicherheit und es kommt einem teuer zu stehen: Der Luftaustausch findet in diesem Fall rein zufällig in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen und dem Druck statt. An den kältesten Tagen kann man jedoch sicher sein, unter Wärmeverlusten zu leiden. Darüber hinaus besteht bei einfach verglasten Fenstern die Gefahr, dass sich die Luftfeuchtigkeit kondensiert und zu Schimmelbildung führt. Undichte Fenster führen zu einem unangenehmen Raumklima und zu unnötig hohen Heizkosten.    

Im Falle der Renovierung müssen die neuen Fenster unbedingt von einem Fachmann eingesetzt werden, da dieser nicht nur die neuen Materialien kennt, sondern auch darauf achtet, die bestehenden Wärmebrücken zu beseitigen.

Irrtum 3: Energetische Renovierungen sind teuer und zahlen sich nicht aus.

Häuser werden über Jahrzehnte hinweg genutzt, weshalb man in Bezug auf deren Instandhaltung und Modernisierung langfristig denken muss. Jeder nachhaltig planende Eigentümer investiert in sein Gebäude, um dessen Wert zu erhalten oder zu erhöhen. Bestimmte Maßnahmen amortisieren sich sehr schnell, andere erst nach zehn oder zwanzig Jahren. In jedem Fall trägt eine fachgerecht durchgeführte energetische Renovierung durch die Senkung des Energieverbrauchs für die Heizung zur Verringerung der Abhängigkeit vom Anstieg der Energiepreise bei. Und selbst wenn die Einsparungen der Heizenergie in Mietshäusern einen Mietpreisanstieg nicht unmittelbar wettmachen, muss man stets berücksichtigen, dass die Heizenergiepreise kontinuierlich steigen. In den meisten Fällen zahlen sich die Renovierungsmaßnahmen folglich langfristig aus.  

Im Rahmen der wirtschaftlichen Berechnung einer energetischen Modernisierung ist auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass zahlreiche Maßnahmen zwangsläufig früher oder später durchgeführt werden müssen und zum jetzigen Zeitpunkt Finanzbeihilfen beantragt werden können.

Irrtum 4: Die Herstellung von Dämmstoffen verschlingt mehr Energie als später eingespart wird.

Im Rahmen einer energetischen Verbesserung des Gebäudes haben Dämmmaßnahmen die höchste Priorität, da keine andere Maßnahme die Einsparung einer solch großen Menge an Heizenergie ermöglicht.  

Mehrere Studien zeigen, dass die Herstellung von Dämmstoffen weniger Energie verbraucht als die später eingesparte Energie. Selbst für Dämmstoffe einer Stärke von 30 cm, wie beispielsweise Polystyrol, ist die zur Herstellung erforderliche Energie bereits nach rund drei Jahren amortisiert.

Irrtum 5: Die Dämmung erhöht die Brandgefahr.

Nicht alle Dämmmaterialien sind brennbar. Alle Baumaterialien, also auch Dämmmaterialien, sind in entsprechende Brandschutzklassen eingeteilt. Eine europäische Norm regelt die Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten je nach Brandverhalten.

Diese legt eindeutig fest, dass es Dämmmaterialien gibt, die nicht brennbar sind. Jeder Bauherr kann sich demnach diesbezüglich im Vorfeld informieren und seine Entscheidung treffen. Prinzipiell sind mineralische Dämmstoffe nicht brennbar. Des Weiteren sind unter anderem mineralische Dämmstoffe im Rahmen der luxemburgischen Nachhaltigkeitszertifizierung (LENOZ) anwendbar und können im Rahmen eines Gesamtkonzepts in diesem Zusammenhang auch staatlich gefördert werden. Gleiches gilt außerdem bei Renovierungen, hier fällt die Förderung des Einsatzes mineralischer Dämmstoffe im Vergleich zu konventionellen Dämmstoffen höher aus.

Darüber hinaus gibt es aber auch andere als Verkleidungselemente an der Fassade angebrachte Materialien, die brennbar sind, und die in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden sollten. Daher ist es also wichtig, den gesamten Außenwandaufbau als solches zu beachten. Dieser kann auch brandhemmende Elemente (Putz, Brandriegel, etc.) aufweisen und so einen Schutz vor Flammenüberschlag bieten.

Irrtum 6: Die Mauer meines alten Hauses ist 50 cm dick und folglich ausreichend gedämmt.

Der als U-Wert bezeichnete Wärmedurchgangskoeffizient bestimmt die durch ein Bauteil fließende Wärmemenge – je niedriger dieser Wert ist, umso besser ist die Dämmung. Eine 50 cm dicke Kalksteinmauer hat demnach beispielsweise einen U-Wert von rund 1,0 bis 2,0 W/m² K. Mit einer zwischen 12 cm und 30 cm dicken Außendämmung erzielen die Mauern gut renovierter Gebäude heute U-Werte zwischen 0,3 und 0,1 W/m² K.

Irrtum 7: Häuser dürfen nicht zu dicht sein.

Ganz im Gegenteil! Fugen führen zu bedeutenden Energieverlusten. Die Gefahr von Schäden am Bauwerk ist jedoch ein noch schwerwiegenderer Faktor: Im Winter entweicht warme und feuchte Luft über undichte Stellen wie Fugen oder Risse nach außen. Über diesen Weg kühlt sich die Luft ab und die Feuchtigkeit kondensiert, was in Hohlräumen zur Schimmelbildung führen kann. In den meisten Fällen merkt man dies nicht einmal und kann folglich auch nicht darauf reagieren. 

Luftdichtheit ist demnach unerlässlich und man muss darauf achten, sein Haus gut durchzulüften, was schlicht und einfach über die Fenster oder aber durch den Einbau einer Lüftungsanlage erfolgen kann.

Irrtum 8: Auf gedämmten Außenmauern bilden sich Algen.

Diesbezüglich werden hauptsächlich Dämmfassadensysteme beschuldigt und an den Pranger gestellt. Es stimmt, dass die Außenputzschicht auf gedämmten Mauern eine niedrigere Temperatur hat und die Trocknung des Regen- und Kondenswasser verlangsamt. Zur Bestimmung des Ursprungs der Entwicklung von Mikroorganismen sind jedoch verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Witterungseinflüsse, die Ausrichtung, die Nähe zu Bäumen oder Sträuchern und der mangelnde Schutz durch vorspringende Bauteile (Dachüberstände, Fensterbänke, Erker, Vordächer).  

Für Neubauten ist idealerweise von Anfang an ein Schutz des Bauwerks gegen Witterungseinflüsse vorzusehen. Auch durch die Wahl einer dickeren Deckputzschicht kann man höhere Oberflächentemperaturen erzielen. 

Irrtum 9: Gedämmte Mauern können nicht mehr atmen.

Grundsätzlich gilt, dass eine Mauer nicht atmet. Die Erneuerung der Luft und der Abtransport von Feuchtigkeit erfolgen einzig und allein durch eine Belüftung (über die Fenster oder eine Lüftungsanlage). Die oben erwähnte „Atmung“ bezieht sich auf den Feuchtigkeitstransport durch Verbreitung von Wasserdampf. In der Praxis ist dieser minimal und spielt für den Abtransport der Feuchtigkeit keine Rolle. Wichtig ist hingegen, dass der Innenputz die Luftfeuchtigkeit aufsaugen und sie nach der Belüftung erneut nach innen verbreiten kann. Die Wirkung der Feuchtigkeitsregulierung erfolgt folglich lediglich auf den ersten Zentimetern (der Innenseite) einer Mauer. Ein Lehmputz auf den Innenwänden gewährleistet beispielsweise eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung.

Was sind die Gründe für eine solche Regelung?

Die Umsetzung dieses Verpflichtungssystems entstand aus dem Willen, die seitens der nationalen Energiepolitik festgesetzten Zielsetzungen im Bereich der Energieeffizienz auf wirksamere Weise zu erreichen.

Durch diese Maßnahme bekommen die verpflichteten Parteien die Gelegenheit, ihr Geschäftsmodell um Energiedienstleistungen für Verbraucher zu erweitern. Die Erfahrungen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die ein derartiges System bereits umgesetzt haben, haben gezeigt, dass diese, auf einer präzisen Regelung basierende Vorgehensweise eine beträchtliche Ausbreitung der Energieeffizienzmaßnahmen ermöglicht.

An welche Verbraucher richtet sich das Angebot der verpflichteten Parteien?

Grundsätzlich richtet es sich an alle Energieverbraucher, sowohl an Privathaushalte als auch an Unternehmen und an den öffentlichen Sektor.

Auf welche Energieträger zielt das Verpflichtungssystem ab?

Grundsätzlich können die seitens der verpflichteten Parteien zu verbuchenden Energieeinsparungen in Bezug auf jeden Energieträger erfolgen, darunter insbesondere in Bezug auf Kraftstoffe, Heizöl, Gas und Strom.

Wer sind die verpflichteten Parteien?

Bei den verpflichteten Parteien handelt es sich um die in Luxemburg tätigen Strom- und Gasversorger.
Ein vollständiges Verzeichnis dieser Versorger kann auf der Internetseite der luxemburgischen Regulierungsbehörde eingesehen werden.

Zur Einleitung der Energieeffizienzmaßnahmen ist es den verpflichteten Parteien freigestellt, entweder selbst zu handeln oder auf ausführende Dritte zurückzugreifen.

Wie wirkt sich dieses neue System auf die Verbraucher aus?

Zur Geltendmachung von Energieeinsparmaßnahmen müssen die verpflichteten Parteien nachweisen können, dass deren Ausführung durch sie hervorgerufen wurde. Sie müssen den Verbrauer, der die betreffende Maßnahme umsetzt, somit durch einen direkten Beitrag unterstützen. Dieser Anreiz könnte beispielsweise in einer Beratung, einer technischen Betreuung oder in einem finanziellen Zuschuss bestehen. Diese Anreize müssen vor der Inauftraggabe der betreffenden Maßnahme seitens des Verbrauchers bereitgestellt werden.

Welche Energieeffizienzmaßnahmen sind erlaubt?

Die verpflichteten Parteien haben gewisse Freiheit in Bezug auf die Wahl der Energieeffizienzmaßnahmen. Zur Ausrichtung ihrer Leistungen können sie die Energieeinsparungen entweder in Form von Standardmaßnahmen oder in Form von spezifischen Maßnahmen umsetzen. Die Standardmaßnahmen umfassen verschiedene Möglichkeiten und setzen für die nachstehenden Maßnahmengruppen pauschale Energieeinsparungswerte fest:

- Thermische Gebäudehülle (Mauern, Fenster, Dächer, Bodenplatten)
- Wärmeproduktion
- Lüftungsanlage
- Elektrische Haushaltsgeräte
- Büroausstattung
- Beleuchtung
- Bereichsübergreifende Industrietechniken (Motoren, Pumpen, Belüftung, Druckluft, Heizkessel, Kühlung)
- Energiemanagement
- Transport (Ersatz von Autos).

Die in den Maßnahmenkatalog nicht aufgenommenen Energieeffizienzmaßnahmen gelten als spezifische Maßnahmen, die seitens der verpflichteten Parteien nur im Falle bestimmter Berechnungsgrundsätze verbuchbar sind und nur dann, wenn keine Standardmaßnahme angewendet werden kann.

Was ist ein intelligenter Zähler?

Ein sogenannter „intelligenter“ Zähler, auch „smart meter“ genannt, ist mit fortschrittlichen Technologien ausgestattet, die es ermöglichen, den Energie- (Strom, Erdgas, Fernwärme) oder Wasserverbrauch jeder Wohnung in kurzen Zeitabständen zu messen, Zählwerte aufzuzeichnen und diese Daten über das vorhandene Stromnetz an ein Zentralsystem zu übermitteln, das die von den Zählern ermittelten Daten landesweit sammelt und sie an den entsprechenden Netzbetreiber übermittelt.

Die Verwaltung sowie der Betrieb des zentralen Systems für Datenerfassung und Datenmanagement wird von der wirtschaftlichen Interessenvereinigung Luxmetering gewährleistet, die 2012 durch die sieben Betreiber der Strom- und Gasnetze in Luxemburg gegründet wurde: Creos Luxembourg, Stadt Ettelbruck, Stadt Diekirch, Electris, Stadt Dudelange, Sudstroum und Sudgaz. 

Es ist anzumerken, dass der Netzbetreiber die Strom- und Gasnetze baut und betreibt, und dass der Lieferant Energie und dazugehörige Leistungen kauft und verkauft.

Wozu braucht man einen intelligenten Zähler?

Der intelligente Zähler kann den Energieverbrauch fernablesen, also ohne Besuch beim Verbraucher. Informationen werden dem Verbraucher beinahe in Echtzeit zur Verfügung gestellt, sodass er seinen Verbrauch überwachen und steuern sowie die Energiekosten kontrollieren kann.

Der „smart meter“ ist der erste Schritt zur Implementierung eines „intelligenten“ Stromverteilernetzes, das Informationstechnologien nutzt, um die dezentrale Erzeugung, die Verteilung, den Verbrauch (besonders in Hinblick auf die Elektromobilität) zu optimieren und Angebot und Nachfrage zwischen Stromerzeugern und -verbrauchern besser aufeinander abzustimmen.

Welche Vorteile bietet ein intelligenter Zähler?

Mit der Einführung des intelligenten Zählers erhält der Verbraucher viel detailliertere Informationen über seinen Verbrauch, sodass er durch die Anpassung seiner Gewohnheiten Energie sparen kann. 

Mit dem „smart meter“ kann der Energieverbrauch fernabgelesen werden. So ist es nicht mehr notwendig, dass Ableser den Zählerstand vor Ort ablesen und den Kunden stören. 

Dank des intelligenten Zählers erhalten die Strom- und Erdgasanbieter die Möglichkeit, ihren Kunden je nach Angebot und Nachfrage auf den Energiemärkten flexiblere Tarif- und innovativere Abrechnungsmodelle anzubieten. Die Lieferanten können so neue Tarife anbieten, die dem Verbrauch besser gerecht werden, und zu jedem Zeitpunkt im Jahr eine Rechnung auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs erstellen, ohne auf Schätzwerte zurückgreifen zu müssen.

Ändert sich mein Anschluss?

Der Anschluss und die Anschlussleistung bleiben unverändert. Die Schutzvorrichtungen und anderen Anlagen nach dem Zähler werden auch nicht verändert.

Wie werden die Daten übertragen?

Der Datentransfer zwischen dem intelligenten Zähler und dem Zentralsystem wird durch das aktuelle Stromnetz über Trägerfrequenzanlagen gewährleistet (TFA oder PLC – „Power Line Communication“ oder auch „Power Line Carrier“). In bestimmten ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte kann es in technischer Hinsicht notwendig und in wirtschaftlicher Hinsicht vorteilhaft sein, Zähler zu verwenden, die über GPRS, einen von GSM abgeleiteten Standard für den Mobilfunk, kommunizieren.

Es ist anzumerken, dass die Stromzähler die Rolle eines Gateways zur gesicherten Kommunikation mit dem Gaszähler spielen, und bei Bedarf auch über eine Kabelverbindung oder per Funk mit dem Wasser- und Wärmezähler kommunizieren.

Kann der Netzbetreiber meinen Zähler fernsteuern?

Der Netzbetreiber kann den Energieverbrauch und die Kennzahlen für die Versorgungsqualität fernablesen, Software-Updates vornehmen und die zwei in den Stromzähler integrierten Relais fernsteuern. Es können nur an die integrierten Relais angeschlossene Geräte ferngesteuert werden (z. B. elektrischer Warmwasserspeicher).

Wie kann ich meine Verbrauchsdaten ablesen?

Der Verbrauchsindex kann am Zähler genau so abgelesen werden wie bei den herkömmlichen Zählern. Zusätzlich kann der Verbraucher zukünftig ein Remote-Display oder ein „Smart Home“-System anschließen, um seine Zählerdaten in Echtzeit abzufragen.

Welche Hauptfunktionen haben intelligente Zähler?

Die Funktionen sind in einem Merkblatt dargestellt, das die Kunden bei der Montage des neuen Zählers erhalten.

Die Funktionen eines Stromzählers sind nachstehend dargestellt:

  1. Anzeige: zeigt die Zählerwerte sowie technische Informationen und Meldungen
  2. Grüne Taste: Mit dieser Taste kann durch das Menü gescrollt und der Zähler wieder eingeschaltet werden, wenn dieser nach Überschreiten der zulässigen Leistung abgeschaltet wurde.
  3. Kontrollleuchte: blinkt, wenn Sie die grüne Taste drücken müssen, um den Zähler wieder einzuschalten.
  4. Kontrolleuchten: blinken je nachdem, ob Strom verbraucht oder erzeugt wird.
  5. Diagnose Lesegerät: (ist dem Personal von Creos vorbehalten).
  6. RJ12-Anschluss: Mit diesem Anschluss kann zwecks Verarbeitung und Anzeige Ihrer Daten in Echtzeit ein Remote-Bildschirm oder ein Smart Home-System angeschlossen werden. 

Bei Erdgasverbrauchern wird der Gaszähler direkt mit dem Stromzähler verbunden, um die Gasverbrauchsdaten sicher zu übertragen und sie über das Remote-Display anzeigen zu können.

Die Funktionen eines Gaszählers sind nachstehend dargestellt:

  1. Anzeige (analog oder digital): zeigt den Verbraucherindex.
  2. Kommunikationsmodul (drahtgebunden oder drahtlos): Über dieses Modul kann der Gas- mit dem Stromzähler verbunden werden.

Was kann an den Kunden-Port des Zählers angeschlossen werden?

Wenn der Kunde es wünscht, kann der intelligente Zähler über „Smart Home“-Apps äußerst detaillierte Verbrauchsdaten liefern. Mit dem Einverständnis des Verbrauchers können Lieferanten basierend auf dem intelligenten Zählersystem neue Dienste anbieten, vor allem im Bereich der Steuerung der Energienachfrage, wie den Datenzugriff über Smartphone-Apps oder die Möglichkeit, Haushaltsgeräte aus der Ferne an- oder abzuschalten, um den Kunden eine bessere Kontrolle ihres Verbrauchs zu ermöglichen. In jedem Fall behält der Kunde die Kontrolle über seine Haushaltsgeräte.

Haben intelligente Zähler einen Einfluss auf den Betrieb anderer Haushaltsgeräte?

Die Zähler wurden gemäß den geltenden Normen entwickelt, welche sicherstellen sollen, dass keine Auswirkungen auf den Betrieb anderer Haushaltsgeräte auftreten.

Was geschieht nach ihrer Demontage mit den alten Zählern?

Den alten Zählern wird nach ihrem Austausch ein zweites Leben geschenkt: Je nach Zustand werden sie verkauft und als Gebrauchtzähler wiederverwendet oder zur Rohstoffnutzung recycelt.

Wie hoch ist die Zuverlässigkeit der intelligenten Zähler im Vergleich zu den herkömmlichen Zählern?

Die intelligenten Zähler haben eine ähnliche Zuverlässigkeit wie die klassischen elektronischen Zähler. Die Lebensdauer des „smart meter“ wird auf etwa 20 Jahre geschätzt. 

Hat mein Zähler Auswirkungen auf die Gesundheit der Verbraucher?

Die Zähler sind keine Funksender. Dennoch erzeugen sie, wie alle Elektrogeräte, ein elektromagnetisches Feld in ihrer Umgebung. In der Praxis ist die mit der Datenübertragung über Power Line (PLC) verbundene Belastung sehr gering und die Übertragungsdauer kurz: weniger als eine Minute für das Erfassen der Verbrauchsdaten und einige Sekunden für die Übertragung eines Ereignisses.

In Frankreich wurden von den Herstellern und der Agence Nationale des Fréquences (AFNR) [Nationale Behörde für Frequenzen] Messungen an französischen PLC-Zählern vom Typ Linky vorgenommen, die auf einer ähnlichen Plattform aufbauen wie die in Luxemburg eingesetzten intelligenten Zähler. Die Strahlung intelligenter Zähler liegt im gleichen Größenbereich wie die der herkömmlichen Zähler. Die AFNR hat die Stärke der von einigen Haushalts-Elektrogeräten (Fernsehgeräte, Lampen oder Computer-Ladegeräte usw.) erzeugten elektromagnetischen Felder gemessen und daraus geschlossen, dass die intelligenten Zähler deutlich weniger elektromagnetische Wellen abstrahlen wie z.B. ein angeschlossenes Babyfon, ein Akkubohrer, ein Kühlschrank oder ein Toaster.

Zur Ergänzung dieser Maßnahmen haben die luxemburgischen Netzbetreiber die ANFR beauftragt, spezifische Maßnahmen für die in Luxemburg verwendeten Geräte zu ergreifen.

Wer erhält einen neuen Zähler?

In Folge einer durch Luxemburg in nationales Recht umgesetzten europäischen Richtlinie müssen alle Strom- und Erdgaszähler unabhängig vom Netzbetreiber landesweit ausgetauscht werden. Dies betrifft über 300.000 Strom- und über 80.000 Gaszähler.

Wie wird das Rollout organisiert?

Die intelligenten Zähler werden bei Neukunden ab dem 1. Juli 2016 montiert. Der Austausch der alten Zähler erfolgt nach und nach. Diese groß angelegte Operation läuft bei den Stromzählern längstens bis zum 31. Dezember 2019 und bei den Gaszählern bis zum 31. Dezember 2020.

Der Austausch der Zähler erfolgt nach geografischen Gebieten. Alle Kunden werden durch ihren Netzbetreiber rechtzeitig vor der Montage des „smart meter“ informiert.

Wer montiert den neuen Zähler?

Die Montage erfolgt durch das Personal des entsprechenden Netzbetreibers. Angesichts der großen Anzahl an Strom- und Gaszählern, die ausgetauscht werden müssen, beauftragen manche Netzbetreiber einen oder mehrere Subunternehmer mit der Montage der intelligenten Zähler.

Jeder durch die Netzbetreiber mit dem Zähleraustausch beauftragte Monteur besitzt einen Ausweis, der auf Verlangen vorzuzeigen ist.

Muster Ausweis:

Wird das Gebäude des Verbrauchers während des Austauschs meines Zählers abgeschaltet?

Die Montage des intelligenten Strom- und/oder Gaszählers erfordert eine kurze Strom- und/oder Gasabschaltung.

Wie lange dauert der Austausch eines Zählers im Schnitt?

Der Austausch eines Stromzählers dauert im Schnitt etwa 15 Minuten, der Austausch eines Gaszählers etwa eine Stunde. Zusätzlich wird eine Dichtheitsprüfung an der Anlage durchgeführt.

Was muss ich tun, wenn ich zum Zeitpunkt des Austauschs durch den Monteur nicht anwesend bin?

Wenn der Kunde zum Zeitpunkt des Austauschs durch den Monteur nicht anwesend ist, wird ein entsprechender Hinweis in seinem Briefkasten hinterlassen. Er muss dann nur den Monteur telefonisch oder per E-Mail kontaktieren und mit ihm direkt einen neuen Termin vereinbaren.

Muss der Verbraucher seinen Energieversorger über die Montage eines neuen Zählers informieren?

Nein. Die Beziehung mit dem Lieferanten ändert sich nach der Montage des neuen Strom- und/oder Gaszählers nicht. Die Lieferanten aller Kunden werden automatisch vom Netzbetreiber über den Zähleraustausch informiert.

Wie viele Zähler werden pro Monat und pro Woche ausgetauscht?

Um die 300.000 Strom- und die 80.000 Gaszähler bis 2020 auszutauschen, müssen etwa 8.000 bis 9.000 Zähler pro Monat ausgetauscht werden, was etwa 2.000 Zählern pro Woche entspricht.

Wie viel kostet die Montage des neuen Zählers den Verbraucher?

Der Austausch des alten Zählers und die Montage des neuen Zählers erfolgen kostenlos. Sollte sich während dieser Operation allerdings herausstellen, dass die Anlage des Kunden technische Mängel aufweist, geht die Reparatur dieser Mängel seiner Anlage zulasten des Kunden.

Die Kosten für die Montage des „smart meter“ sind Bestandteil der Netzbetriebskosten, ebenso wie alle Arbeiten im Rahmen der Modernisierung der Netzinfrastrukturen des Betreibers, die diesem eine effizientere Nutzung seines Netzes ermöglichen. Der Zähler gehört dem Netzbetreiber, der wie gehabt eine Pauschale für die Zähl- und Abrechningskosten berechnet. Die vom Netzbetreiber erhobene Gebühr steigt gegenüber dem derzeitigen Betrag nicht.

Was ändert sich hinsichtlich der Abrechnung für den Verbraucher?

Die Lieferanten können auf Anfrage der Kunden die Möglichkeit monatlicher Abrechnungen auf Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs anbieten. Um seine Rechnungen auf das Jahr gesehen besser auszugleichen (hohe Beträge im Winter, niedrige im Sommer), kann der Kunde wie bisher eine Abrechnung mittels Abschlagszahlungen wählen, denen sein bisheriger Verbrauch zugrunde liegt. Mindestens einmal jährlich erfolgt dann eine Abrechnung unter Berücksichtigung des tatsächlichen jährlichen Verbrauchs des Kunden.

Wer hat Zugang zu meinen Verbrauchsdaten?

Die Energieverbrauchsdaten werden mehrmals täglich über das von Luxmetering GIE verwaltete Zentralsystem erhoben. Die Zählerdaten werden dem Lieferanten des Kunden täglich übermittelt. Der entsprechende Netzbetreiber, der Strom- oder Erdgaslieferant des Kunden und gegebenenfalls ein vom Verbraucher bezeichneter Dienstleister haben Zugriff auf die Daten des Kunden. Der gesetzliche Rahmen definiert die Zielsetzung der Datenverarbeitung genau und stellt sicher, dass die Daten nicht ohne vorherige Zustimmung des Verbrauchers an Dritte übermittelt werden können.

Die Commission nationale pour la protecion des données (CNPD) [Nationale Datenschutzkommission] hat die Netzbetreiber beim flächendeckenden Ausbau des intelligenten Zählersystems in Luxemburg begleitet. Sie wurde über die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Netzbetreiber vorab in Kenntnis gesetzt.

Welche Informationen werden erhoben, gespeichert und übertragen?

Der aktuelle Zählwert des Stromzählers („Index“ oder „Zählerstand“) wird im Viertelstundentakt an das Zentralsystem übermittelt, wo die Werte aufgezeichnet und für die maximale Dauer von fünfzehn Jahren gespeichert werden. Bei den Gaszählern erfolgt dies im Stundentakt. Vorfälle bezüglich der Versorgungsqualität, wie z. B., Stromausfall, Überspannung oder technische Fehler des Zählers werden an das Zentralsystem übermittelt und von Luxmetering und den Netzbetreibern für operative Zwecke verwendet.

Wie werden die Daten übertragen, und wie wird sichergestellt, dass meine Daten nicht für Dritte zugänglich sind?

Die Netzbetreiber richten besonderes Augenmerk auf die Sicherheitsaspekte des intelligenten Zählersystems. Damit gewährleistet ist, dass die Verbrauchsdaten sicher zu dem von den Netzbetreibern verwalteten Zentralsystem übermittelt werden, erfolgt die Übermittlung der Daten verschlüsselt. Die für diese Verschlüsselung eingesetzten Algorithmen entsprechen den besten derzeit in Sachen IT-Sicherheit verfügbaren Standards.

Werden die Verbrauchsdaten anonym behandelt, und ist ein Schutz der personenbezogenen Daten gewährleistet?

Die Datenbank von Luxmetering enthält keine kundenbezogenen Daten. Alle Daten werden sicher in hoch geschützten Datenzentren auf Servern im Besitz von Luxmetering bzw. bei den Netzbetreibern und Lieferanten gespeichert und verlassen das Land nicht. Der Datentransfer vom Zähler zum Lieferanten ist systematisch verschlüsselt. In der gesamten Kommunikationskette wird zu keinem Zeitpunkt das Internet genutzt.

Können Informationen über das Privatleben, die Lebensgewohnheiten oder sogar die Geräte, die der Verbraucher benutzt, abgeleitet werden?

Der Stromzähler zeichnet nur einen einzigen Verbrauchswert pro Viertelstunde auf, und der Gaszähler einen einzigen Verbrauchswert pro Stunde. Über die Taktung (Viertelstunde oder Stunde) der Gesamtverbrauchsdaten des Kunden können keine individuellen Geräte des Kunden identifiziert oder Verhaltensweisen der Verbraucher abgeleitet werden.

Was ist ein Energiepass?

Der Energiepass ist das Gütesiegel für die energetische Bewertung von Wohngebäuden. Er enthält Informationen über die Energieeffizienz eines Wohngebäudes und ermöglicht den Vergleich mit anderen Wohngebäuden. Auch ohne fachliche Vorkenntnisse ist es Verbrauchern so möglich, die energetische Qualität eines Wohngebäudes zu beurteilen.

Warum ist der Energiepass Pflicht?

Der Energiepass ist gesetzlich vorgeschrieben und wird nicht subventioniert. Die Berechnungen erfolgen nach genauen Regeln, die in der abgeänderten Verordnung zur Energieeffizienz von Wohngebäuden vom 30. November 2007 festgelegt sind. Der Energiepass ist ab dem Ausstellungsdatum zehn Jahre gültig. Durch die Ausstellung eines Energiepasses entstehen keine unmittelbaren Renovierungsverpflichtungen.

Dans quels cas a-t-on besoin d'un passeport énergétique ?

Nouvelle construction : tout bâtiment qui est soumis à une demande d’autorisation de bâtir. (Une étude de faisabilité concernant l’utilisation des énergies renouvelables est à annexer à la demande d’autorisation de bâtir.)
Oui
Extension d’un bâtiment existant. Oui
Modification d’un bâtiment existant (autorisation de bâtir exigée), si la surface de l’élément modifié de l’enveloppe thermique dépasse de 10 % la surface du même élément existant (murs, fenêtres, toiture…) et si la modification a un impact sur le comportement énergétique du bâtiment. (Établissement d’un certificat de performance énergétique pour la nouvelle situation projetée.) Oui
Transformations substantielles d’un bâtiment existant (sans autorisation de bâtir), si la surface de l’élément transformé de l’enveloppe thermique dépasse de 10 % la surface du même élément existant (murs, fenêtres, toiture…) et si la transformation a un impact sur le comportement énergétique du bâtiment. (Établissement d’un certificat de performance énergétique pour la nouvelle situation projetée.)
Oui
Changement de propriétaire ou de locataire. Oui
Démolition : vente d’un bâtiment qui sera démoli après l’achat, si le bâtiment dispose d’une installation de chauffage, de murs extérieurs et d’un toit. Oui
Démolition : vente d’une ruine ou d’un bâtiment qui n’a pas d’installation de chauffage et qui sera démoli après l'achat. Non
Modification d'installations techniques, si les modifications de ces installations techniques dépassent 1.500 € (pour une maison unifamiliale) ou 3.000 € (pour une maison plurifamiliale). Oui
Succession ou Donation Non

Wer darf einen Energiepass erstellen?

Ausstellberechtigt sind Architekten und beratende Ingenieure, deren Beruf durch das Gesetz vom 13. Dezember 1989 über die Organisation der Berufe von Architekten und beratenden Ingenieuren geregelt ist, sowie alle vom Wirtschaftsministerium zugelassenen Experten. Eine Liste der zugelassenen Energiepassersteller finden Sie unter www.guichet.lu.

Die myenergy certified Beraterliste bietet Ihnen zudem eine Auswahl an kompetenten Fachleuten, die darüber hinaus von myenergy zertifiziert wurden.

Was sind die Anforderungen für Neubauten?

In Luxemburg wird ab 2017 jeder Neubau im Bereich der Wohngebäude einem Niedrigstenergiegebäude (NZEB = Nearly Zero Energy Building) entsprechen. In der Regel entspricht das NZEB den Klassen AAA. Zusätzlich werden jedoch standortspezifische Bedingungen berücksichtigt, welche Abweichungen zu den Klassen AAA zur Folge haben können.

Welche Abstandsregeln sind im Falle einer nachträglichen Isolierung von Gebäuden welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen zu berücksichtigen?

Die Einhaltung der vorgeschriebenen Bebauungsabstände zum kommunalen öffentlichen Raum bzw. zur Parzellengrenze wird von den Gemeinden im Rahmen der Baugenehmigungen systematisch kontrolliert.

Im Allgemeinen werden die städtebaulichen Vorschriften betreffend der Abstände von den Gemeinden in ihrem Flächennutzungsplan (PAG) und/oder in den Bebauungsplänen (PAP) geregelt.

In den Gemeinden, deren PAG noch nicht entsprechend den derzeit geltenden Gesetzen überarbeitet wurde, sind die städtebaulichen Vorschriften betreffend der Bebauungsabstände noch im schriftlichen Teil des PAG bzw. in der Bauordnung definiert. Für diese Gemeinden wird die Messung der Abstände im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung je Gemeinde individuell geregelt.

Für diejenigen Gemeinden hingegen, deren PAG seit 2011 vollständig überarbeitet wurde, sind – laut der zugrundeliegenden großherzoglichen Verordnung – die Bebauungsabstände im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung ohne die zusätzliche Dämmschicht zu messen.

In beiden Fällen können die Gemeinden abweichende Bestimmungen in ihren Vorschriften vorsehen, um die energetische Gebäuderenovierung zu fördern, z.B. durch eine Verringerung des einzuhaltenden Mindestabstandes.

Welche Abstandsregeln sind im Falle einer nachträglichen Isolierung von Gebäuden welche direkt an den staatlichen öffentlichen Raum angrenzen zu berücksichtigen?

Bei der Beantragung einer Baugenehmigung für Gebäude entlang von staatlichen Verkehrswegen (Nationalstraßen und „Chemins repris“) gelten – wie auch bei Gebäuden welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen – die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinde im Hinblick auf die Bebauungsabstände.

Für Gebäude, die in einer Entfernung von 25 Metern zu einer Nationalstraße (N) oder von 10 Metern zu einem „Chemin repris“ (CR) stehen, gemessen jeweils ab der Grundstücksgrenze, ist beim Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen eine spezifische Genehmigung (Permission de voirie) zu beantragen. Im Rahmen dieser Genehmigung sind spezifische Abstandsbestimmungen für Gebäude in Bezug auf den öffentlichen Straßenraum definiert, die sich von den kommunal vorgeschriebenen Abständen unterscheiden können.

Ist die Reduzierung des Mindestabstandes zum angrenzenden Privatgrundstück im Falle einer nachträglichen Isolierung zulässig?

Im Rahmen der Beantragung einer Baugenehmigung sind die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinde im Hinblick auf die Bebauungsabstände zu benachbarten Privatgrundstücken einzuhalten. Die Vorschriften für Gebäude welche direkt an den kommunalen öffentlichen Raum angrenzen finden auch hier Anwendung.

Ist es zulässig, dass ein Gebäude im Falle einer nachträglichen Isolierung in das benachbarte Grundstück hineinragt?

Im Rahmen der Beantragung der Baugenehmigung sind die Gemeinden nicht für die Kontrolle der Einhaltung der Grenzen von Privatgrundstücken zuständig. Da das Eigentumsrecht ein grundlegendes, in der Verfassung verankertes Recht ist, muss das Hineinragen der isolierten Fassade (die als fester Bestandteil des Gebäudes gilt) in ein benachbartes Privatgrundstück durch die Übertragung eines dinglichen Rechtes auf den betreffenden Teil des Grundstücks abgesichert werden. Gerichtliche Schritte können innerhalb von 30 Jahren ab dem Datum der Durchführung der Arbeiten eingeleitet werden (Ersitzung des Eigentumsrechts).

Ist es möglich, eine Einliegerwohnung in meinem Einfamilienhaus einzurichten?

Gemäß der entsprechenden großherzoglichen Verordnung wird eine Einliegerwohnung als zusätzliche Wohnung innerhalb eines Einfamilienhauses definiert, die dem Eigentümer der Hauptwohnung gehört. Im Allgemeinen gestatten Einliegerwohnungen eine verträgliche Form der Nachverdichtung von vorhandenen Siedlungsstrukturen.

Die Möglichkeit der Einrichtung von Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern wird im Prinzip im Bebauungsplan (PAP) geregelt.

In den Gemeinden, deren PAG seit 2011 vollständig überarbeitet wurde, ist die Einrichtung von Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern grundsätzlich gestattet. Gemeinden können dies jedoch ausdrücklich untersagen, Bedingungen vorschreiben und technische Aspekte in ihrer Bauordnung regeln.

In den übrigen Gemeinden wird die Frage der Einliegerwohnungen nach Ermessen der Gemeindebehörden im PAG bzw. individuell in jedem einzelnen PAP für Neubaugebiete geregelt.

Ist im Allgemeinen eine Überschreitung der vorgeschriebenen Abstände im Falle einer nachträglichen Isolierung möglich?

Generell werden die städtebaulichen Vorschriften der Gemeinden in deren Flächennutzungsplan (PAG) und/oder in den Bebauungsplänen (PAP) geregelt.

Für die seit 2011 vollständig überarbeiteten Flächennutzungspläne (PAG) sieht die entsprechende zugrundeliegende großherzogliche Verordnung vor, dass die Abstände der Gebäude im Falle einer energetischen Gebäuderenovierung ohne die zusätzliche Dämmschicht gemessen werden müssen.

Die Gemeinden können abweichende Bestimmungen in ihren Vorschriften vorsehen, um die energetische Gebäuderenovierung zu fördern, z.B. durch eine Verringerung des einzuhaltenden Mindestabstandes.

Darf ich im Falle einer nachträglichen Isolierung eine Abweichung genehmigen, wenn diese in das benachbarte Grundstück hineinragt?

Die Gemeinde kann ein Hineinragen der Isolierung in das benachbarte Grundstück lediglich dann erlauben, wenn sie sich in ihrem PAG (vor 2004/2011) bzw. in den PAP (nach 2004/2011) die Möglichkeit dazu gibt. In diesem Sinne schlägt das Innenministerium vor, folgende Formulierung in die Bescheide der Planungskommission bzw. der Bewertungsgruppe bezüglich der neuen PAG aufzunehmen:

« En cas d’assainissement énergétique, la couche isolante supplémentaire, de même que le nouveau parachèvement, peuvent être entièrement ou partiellement autorisés sur la propriété voisine, sous réserve d’un accord écrit entre voisins. »

Existiert eine nationale Definition der Einliegerwohnung?

Gemäß der anwendbaren großherzoglichen Verordnung ist eine Einliegerwohnung eine zusätzliche Wohnung innerhalb eines Einfamilienhauses und gehört dem Eigentümer der Hauptwohnung. Theoretisch gestatten Einliegerwohnungen eine sanfte Verdichtung der vorhandenen Siedlungsstrukturen.

Welche Vorschriften gelten auf Gemeindeebene für die Sanierung einer Einliegerwohnung?

Die Möglichkeit, Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern einzurichten, wird in den Teilbebauungsplänen (PAP) geregelt. Was die seit 2011 vollständig überarbeiteten PAG betrifft, ist die Einrichtung einer Einliegerwohnung in Einfamilienhäusern vorbehaltlich der ausdrücklichen Ablehnung seitens der Gemeinde im PAP gestattet.

Ist die Kontrolle des Energiepasses Pflicht?

Als integraler Bestandteil einer Baugenehmigung, muss der Energiepass von der Gemeinde auf seine Vollständigkeit kontrolliert werden. Die Mindest- und die Gesamtanforderungen an die Energieeffizienz des Gebäudes müssen eingehalten werden.

Für diese Kontrollen hat myenergy ein Checklisten-Paket ausgearbeitet welches unter folgendem Link genutzt werden kann:

https://www.myenergy.lu/de/gemeinden/extras/baukontrollen-fuer-mehr-energieeffizienz-checklistenpaket-fuer-gemeindemitarbeiter

Auf welcher legalen Basis beruht die Pflicht den Energiepass bei der Erteilung der Baugenehmigungen kontrollieren zu müssen?

Laut Artikel 3 des RGD 2007 (règlement grand-ducal modifié du 30 novembre 2007 concernant la performance énergétique des bâtiments d’habitation) bzw. Artikel 4 des RGD 2010 (règlement grandducal modifié du 31 août 2010 concernant la performance énergétique des bâtiments fonctionnels) darf eine Baugenehmigung erst dann erteilt werden, wenn ein vollständiger Energiepass vorliegt und die darin angegebenen Mindest- und Gesamtanforderungen an die Energieeffizienz eingehalten sind. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch für Zweckgebäude.

Wann ist eine Machbarkeitsstudie Pflicht?

Die Machbarkeitsstudie gibt Auskunft über die Möglichkeit der Nutzung erneuerbarer Energien im Neubau. Eine Machbarkeitsstudie ist für alle Neubauten obligatorisch.

Was ist ein „as-built“ Energiepass?

Der „as-built“ Energiepass wird nach Abschluss der Bauphase des Gebäudes erstellt. Sämtliche Abweichungen von der Planungsphase die einen energetischen Einfluss haben, werden im „asbuilt“ Energiepass berücksichtigt.

Wann muss ein „as-built“ Energiepass erstellt werden?

Das Einreichen des „as-built“ Energiepasses ist für alle Neubauten, Anbauten und Modifikationen von bestehenden Gebäuden obligatorisch insofern es Abweichungen von der Planungsphase gibt die einen energetischen Einfluss haben. In der Praxis ist dies fast immer der Fall. Der „asbuilt“ Energiepass muss innerhalb von zwei Monaten nach dem Beginn der Gebäudenutzung oder der Endabnahme des Gebäudes eingereicht werden. Das Gebäude muss weiterhin den energetischen Anforderungen entsprechen.

Welche Maßnahmen kann eine Gemeinde ergreifen, falls der „as-built“ Energiepass die energetischen Mindestanforderungen nicht mehr erfüllt?

Die Gemeinde kann selbst entscheiden welche Konsequenzen dem Bauherrn/Planer/Baufirma drohen falls ein Verstoß der gesetzlichen Auflagen vorliegt. Prinzipiell kann ein Nichterfüllen der Verpflichtungen identisch zu Verletzungen der Abstandsregelungen oder Flächenkoeffizienten gehandhabt werden.

Welche Handlungsmöglichkeiten hat eine Gemeinde falls kein „as-built“ Energiepass eingereicht wird?

Die Gemeinde ist berechtigt den „as-built“ Energiepass beim Bauherrn anzufragen. Weitere Maßnahmen, z.B. die Einführung eines Kautionssystems, können von den Gemeinden ergriffen werden. Laut großherzoglicher Verordnung haben die Gemeinden sogar die Möglichkeit den Bauherrn strafrechtlich anzuklagen (Sanktionen aus dem 93er Gesetz – loi modifiée du 5 août 1993 concernant l’utilisation rationnelle de l’Énergie).

Sind Baukontrollen Pflicht?

Das Ausführen von Baukontrollen ist nicht obligatorisch. Die Gemeinde ist jedoch dazu berechtigt die Baustelle zu betreten und die Bauarbeiten auf die Konformität zum Energiepass zu kontrollieren.

Für diese Kontrollen hat myenergy ein Checklisten-Paket ausgearbeitet welches unter folgendem Link genutzt werden kann:

https://www.myenergy.lu/de/gemeinden/extras/baukontrollen-fuer-mehr-energieeffizienz-checklistenpaket-fuer-gemeindemitarbeiter

Wie soll die Gemeinde vorgehen falls auf der Baustelle Abweichungen vom geplanten Energiepass festgestellt werden?

Die Abweichungen sollten dokumentiert und der Bauherr darüber informiert werden. Die Gemeinde ist berechtigt zusätzliche Berechnungen und/oder Dokumentationen zu verlangen. Der „asbuilt“ Energiepass gibt nach Fertigstellung des Gebäudes Auskunft ob die Mindestanforderungen trotz der Abweichungen eingehalten werden. Wie bei der Abweichung aller anderen Angaben der Baugenehmigung, darf die Gemeinde während der Bauzeit, ggf. Mithilfe der staatlichen Gewalt, die energiepasskonforme Ausführung der Bauarbeiten anfordern.

Werden Weiterbildungen für Gemeindemitarbeiter rund ums Thema Energiepass angeboten?

Ja, die vom Ministerium ausgearbeitete Schulungen zum Energiepass welche über das Internetportal www.guichet.lu/experts-energie gebucht werden können sind jedem, auch Gemeindemitarbeitern, zugänglich. Des Weiteren fand zum Thema Baukontrollen im Jahr 2017 ein Workshop statt welcher zusammen von Wirtschaftsministerium, myenergy und Syvicol durchgeführt wurde. myenergy ist ebenfalls bereit die Zusammenarbeit mit den Gemeinden zu verstärken. Bei Bedarf kann sich die Gemeinde an den zuständigen Berater von myenergy wenden. Es sind ebenfalls noch einige Weiterbildungsangebote welche sich mit dem Thema Energiepass beschäftigen auf den gängigen luxemburgischen Weiterbildungsportalen zu finden.

Wo sind die berechtigten Experten (experts agréés) zum Erstellen eines Energiepasses oder Machbarkeitsstudie mit ihren jeweiligen Expertennummern aufgelistet?

Das Wirtschaftsministerium veröffentlicht regelmäßig eine Liste mit den berechtigten Experten die an einer spezifischen Schulung teilgenommen haben: www.guichet.lu/experts-energie.

Darüber hinaus kann auch über den OAI eine Liste der berechtigten Experten angefragt werden. Sollten Zweifel an der Zulassung des Experten bestehen, können Sie die Zulassungspapiere des Experten verlangen oder beim Wirtschaftsministerium nachfragen.

Wo können Experten gemeldet werden falls der Verdacht besteht, dass Energiepässe systematisch falsch berechnet werden?

Das Wirtschaftsministerium führt regelmäßig Kontrollen der Berechnungen durch. Auffallende Experten können also dem Wirtschaftsministerium oder myenergy gemeldet werden.

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Gemäß Artikel 4 Buchstabe h) des geänderten Gesetzes vom 31. Mai 1999 zur Errichtung eines Umweltschutzfonds können Gemeindeverwaltungen, Gemeindeverbände und öffentliche Einrichtungen welche unter der Aufsicht von den Gemeinden stehen, Beihilfen bis zu 50 % der Investitionskosten für Projekte zur rationellen Energienutzung und zur Förderung neuer und erneuerbarer Energie erhalten. Diese Beihilfen sind für alle Gemeinden zugänglich, unabhängig von ihrem Engagement für den Klimapakt.

Ist der Verbraucher verpflichtet, einen intelligenten Zähler anzunehmen?

Jeder Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, bei allen an sein Netz angeschlossenen Kunden einen intelligenten Zähler zu montieren. Der Zähler gehört dem Netzbetreiber, der dessen einwandfreie Funktion und die Wartung gewährleisten muss. Die Montage der neuen Zähler ist unerlässlich, um in der Zukunft die Versorgungssicherheit und die Zuverlässigkeit der Strom- und Gasnetze zu gewährleisten, insbesondere hinsichtlich der wachsenden Anzahl dezentraler Erzeugungsanlagen. 

Ist der Verbraucher verpflichtet, dem Netzbetreiber Zugang zu seinem Zähler zu gewähren?

Da der Zähler Eigentum des Netzbetreibers ist, hat dieser gemäß Artikel 29(6) (Stromgesetz) und 35(6) (Gasgesetz), „ein Recht auf Zugang zu den Zählpunkten, Anschlusspunkten und Anschlussanlagen der Erzeuger und der an das von ihm verwaltete Netz angeschlossen Kunden, um die Zähler abzulesen und alle Arbeiten, Eingriffe und Prüfungen an Anschlüssen und Zählern vorzunehmen“. Außer im Falle von Notfallsituationen nehmen die Netzbetreiber vorab Kontakt mit dem Kunden auf und vereinbaren mit ihm einen Termin, um Zugang zum Zähler zu erhalten.

Wer darf Beratungsberichte zur energetischen Renovierung im Rahmen des Förderprogramms PRIMe House erstellen?

Energieberatungsberichte im Rahmen des Förderprogramms „PRIMe House“ dürfen ausschließlich von einem vom Umweltminister anerkannten Energieberater erstellt werden. Ein Energieberater muss sich bei der Umweltverwaltung entsprechend dem Gesetz vom 21. April 1993 anerkennen lassen.

(Loi du 21 avril 1993 relative à l’agrément de personnes physiques ou morales, privées ou publiques, autres que l’Etat, pour l’accomplissement de tâches techniques d’étude et de vérification dans le domaine de l’environnement)

Wie kann ein Energieberater sich anerkennen lassen?

Energieberater können sich seit Januar 2017 bei der Umweltverwaltung anerkennen lassen. Voraussetzung für die Anerkennung ist eine Mitgliedschaft im OAI (gemäß Gesetz vom 13. Dezember 1989) oder eine Zulassung gemäß abgeänderter großherzoglicher Verordnung vom 10. Februar 1999 (relatif à l'agrément de personnes physiques ou morales privées ou publiques, autres que l'État pour l'accomplissement de tâches techniques d'étude et de contrôle dans le domaine de l'énergie).

Ab dem 15. Dezember 2018 müssen anerkannte Energieberater bei einem vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur anerkannten Organismus („organisme conventionné“) an einem Qualitätssicherungssystem für Beratungstätigkeiten zum Thema Energie und Nachhaltigkeit von Wohngebäuden teilnehmen.

Worauf muss der anerkannte Energieberater bei der Zertifizierung achten?

Das Qualitätssicherungssystem für anerkannte Energieberater im Sinne des Förderprogramms PRIMe House umfasst die nachstehenden Inhalte:

  • Überprüfung der Grundqualifikation des Energieberaters,
  • Überprüfung der Zusatzqualifikationen des Energieberaters,
  • Vor der Zertifizierung: Überprüfung und Billigung eines Energieberatungsberichts für ein Renovierungsprojekt,
  • Das System der Qualitätskontrolle umfasst:
    • Die Qualitätskontrolle der Dienstleistungen der Energieberater,
    • Die Überprüfung der Einhaltung der Bedingungen im Zusammenhang mit der Weiterbildung der Energieberater, sowie
    • Die Einrichtung eines Kundenbewertungssystems.

(Stand 10/2017)

Welche Aufgaben hat ein anerkannter Energieberater?

Die Aufgaben des anerkannten Energieberaters sind:

  • Vor-Ort Energieberatung,
  • Erstellen des Beratungsberichts (umfassend die Beschreibung des energetischen Ist-Zustands, Datum der Vorortberatung, der Energieausweis vor der energetischen Renovierung und das Gesamtrenovierungskonzept),
  • Überprüfung der Konformität der Kostenvoranschläge mit den im Renovierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen,
  • Überprüfung der Konformität der ausgeführten Arbeiten mit den im Renovierungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen,
  • Erstellen des Abschlussberichts für den Antrag auf Ausbezahlung der Beihilfen,
  • Ausfüllen der Antragsformulare auf eine Grundsatzeinigung (accord de principe) und auf Ausbezahlung der Beihilfen.

Welche Kriterien müssen nachträgliche Dämmmaßnahmen entsprechend der großherzoglichen Verordnung vom 27. Dezember 2016 ab dem 1. Januar 2017 erfüllen?

Ab dem 1. Januar 2017 (Rechnungsdatum der Energieberatung) müssen Dämmmaßnahmen sowohl Kriterien der Energieeffizienz als auch der Nachhaltigkeit erfüllen. Die Kriterien der Energieeffizienz entsprechen im Wesentlichen denen des vorherigen PRIMe House Programms, beziehen sich also auf den Energieeffizienzstandard.

Die Kriterien der Nachhaltigkeit beziehen sich auf die Ökologie des Dämmmaterials und auf die Art seiner Befestigung sowie auf den für die Herstellung des Dämmmaterials eingesetzten Rohstoff.

Die ökologische Qualität ist definiert durch die mit Hilfe des Kennwertes Ieco12 bewerteten Umweltauswirkungen eines Dämmmaterials.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen müssen die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Renovierung erfüllen, um zum Erhalt der spezifischen finanziellen Beihilfe des PRIMe House-Programms zu berechtigen?

Die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Renovierung müssen die nachstehenden Anforderungen erfüllen:

  • Die Mindestdicke des Dämmmaterials (Tabelle Anhang II, betreffend Artikel 2 der großherzoglichen Verordnung bezügliches Programms der finanziellen Beihilfen 
  • Der Ökologiekennwert Ieco12 des Dämmmaterials liegt unter 50 UI6/m2.  

http://legilux.public.lu/eli/etat/leg/rgd/2016/12/23/n42/jo

Maßnahmen mit Dämmmaterialien, deren Ökologiekennwert Ieco12 über 50 UI6/m2 liegt, sind nicht förderfähig, mit Ausnahme der Dämmmaßnahmen von erdberührten Bauteilen.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen muss das Dämmmaterial erfüllen, um zum Erhalt der zusätzlichen finanziellen Beihilfe des PRIMe House-Programms zu berechtigen?

Dämmmaterialien, die zum Erhalt der zusätzlichen finanziellen Beihilfe berechtigen, müssen die nachstehenden Anforderungen allesamt erfüllen: 

  • Der Kennwert Ieco12 des Dämmmaterials liegt unter 23,7 UI6/m2,
  • Das Dämmmaterial besteht ausschließlich aus erneuerbaren Materialien,
  • Das Dämmmaterial ist ausschließlich mechanisch befestigt.

Unter einem „ausschließlich aus erneuerbaren Materialien“ bestehenden Dämmmaterial ist ein Dämmmaterial aus erneuerbaren Rohstoffen zu verstehen. Im Gegensatz zu synthetischen Materialien aus nicht erneuerbaren petrochemischen Ressourcen und mineralischen Materialien, die in erster Linie aus mineralischen Primärressourcen oder zuweilen aus teilweise recycelten mineralischen Ressourcen bestehen, bestehen erneuerbare Materialien abgesehen von den erforderlichen Zusatzstoffen zur Sicherstellung der technischen Anforderungen des Dämmmaterials (z.B. Flammschutzmittel) aus pflanzlichen oder tierischen Fasern. Der Begriff „erneuerbar“ ist folglich nicht mit dem Begriff „recycelbar“ zu verwechseln, der auch Materialien aus nicht erneuerbaren Quellen umfassen kann, wie beispielsweise synthetische Materialien auf Erdölbasis.

Das „erneuerbare“ Dämmmaterial darf mit Ausnahme der Putzschicht ausschließlich mechanisch befestigt werden. Daraus folgt, dass eine Befestigung der Platten durch Verkleben und Verdübeln nicht zum Erhalt der zusätzlichen finanziellen Beihilfe berechtigt.

(Stand 10/2017)

Was beschreibt der Kennwert Ieco12?

Der Kennwert Ieco12 beschreibt die Umweltbelastung (Ienv) sowie die Primärenergiebelastung (Iprim) eines Dämmmaterials bezogen auf eine Dämmschichtdicke von 12 cm. Somit entsteht eine Umweltbewertung unabhängig von der bestehenden Bausubstanz unter Einbeziehung der grauen Energie der verwendeten Dämmstoffe.

In welchen Fällen wird der Kennwert Ieco12 berücksichtigt?

Der Kennwert Ieco12 bewertet eine neue, nachträglich eingebrachte Dämmschicht und wird in folgenden Fällen berücksichtigt:

  • bei einer energetischen Renovierung von Bauteilen der Gebäudehülle im Rahmen des Förderprogramms „PRIMe House 2017“,
  • im Rahmen einer LENOZ-Zertifizierung eines renovierten Bestandsgebäudes.

Wie wird der Kennwert Ieco12 berechnet?

Der Kennwert Ieco12 ist für einige Dämmmaterialien im Kapitel 7.3 der „Annexe du règlement grand-ducal relatif à la certification de la durabilité des logements“ angegeben und kann übernommen werden.

Im Falle des Einsatzes anderer Dämmmaterialien können die Experten den Kennwert Ieco12 mithilfe des unter nachstehendem Link verfügbaren Tools „Icalc berechnen.

(Stand 10/2017)

Ist der Ausbau eines bestehenden Wohngebäudes im Rahmen des Beihilfeprogramm PRIMe House förderfähig?

Die neuen Bauteile des Ausbaus eines bestehenden Wohngebäudes können mit staatlichen Beihilfen im Rahmen einer energetischen Renovierung gefördert werden.

Daraus folgt, dass die im Gesetz bzw. in der großherzoglichen Verordnung vom 23. Dezember 2016 festgesetzte Grundsatzvereinbarung vor Beginn der Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten zu beantragen ist.

Gleichwohl ist eine einfache Erweiterung eines Wohngebäudes ohne eine verglichen mit dem Ausgangszustand des Gebäudes zu Energieeinsparungen führende energetische Renovierung der thermischen Hülle des bestehenden Gebäudes nicht förderfähig.

(Stand 10/2017)

Unter welchen Voraussetzungen berechtigt der Umbau eines Nutzgebäudes in ein Wohngebäude zum Erhalt von finanziellen Beihilfen aus dem staatlichen Beihilfeprogramm PRIMe House?

Der Umbau eines nicht Nutzgebäudes in ein Wohngebäude berechtigt zum Erhalt der staatlichen PRIMe House-Beihilfen für die nachhaltige energetische Renovierung, sofern die Baugenehmigung für einen Umbau oder eine Nutzungsänderung erteilt wurde.

Daraus folgt, dass die im Gesetz bzw. in der großherzoglichen Verordnung vom 23. Dezember 2016 festgesetzte Grundsatzvereinbarung vor Beginn der Umbauarbeiten zu beantragen ist.

Der Umbau eines Nutzgebäudes berechtigt zum Erhalt der staatlichen PRIMe House-Beihilfen für Wohnneubauten, sofern die Baugenehmigung für einen Neubau erteilt wurde. Das umgebaute Gebäude muss in Bezug auf die Energieeffizienz in jedem Fall den geltenden Anforderungen für Neubauten entsprechen.

(Stand 10/2017)

Was tun, wenn die Renovierungsmaßnahme nicht in Übereinstimmung mit der Grundsatzvereinbarung umgesetzt wird?

Ein Antrag auf Erhalt einer Grundsatzvereinbarung ist vom Antragsteller vor dem Beginn der Arbeiten zur energetischen Renovierung einzureichen. Sofern der Antragsteller das Renovierungskonzept auf Anraten des Energieberaters nach dem Erhalt der Grundsatzvereinbarung verändert, kann der Antragsteller den Erhalt einer neuen Grundsatzvereinbarung beantragen. Diese Beantragung ist freiwillig. Sofern sich der Antragsteller darüber vergewissern möchte, dass das veränderte Renovierungskonzept förderfähig bleibt, ist die Neubeantragung der Grundsatzvereinbarung hingegen von wesentlicher Bedeutung.

(Stand 10/2017)

Welche Arbeiten einer Renovierungsmaßnahme gelten als förderfähige Kosten im Sinne des PRIMe House-Programms?

Im Allgemeinen gelten sämtliche Kosten in Verbindung mit den für den Einbau eines Dämmmaterials erforderlichen Arbeiten als förderfähige Kosten. Die Umweltverwaltung stellt eine ausführliche Liste der betreffenden Arbeiten bereit.

(Stand 10/2017)

Welche Anforderungen müssen Wohnneubauten ab 2017 erfüllen, um im Rahmen des PRIMe-House-Programms gefördert werden zu können?

Wohnneubauten, für die eine Baugenehmigung zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2020 beantragt wird, können im Rahmen des PRIMe House-Programms gefördert werden, wenn sie für 46 LENOZ-Kriterien aus 3 Kategorien mindestens 60 % der möglichen Punkte pro Kategorie erreichen.

Für die Kriterien 4.1.1 und 5.8.1 gelten folgende Anforderungen:

- 4.1.1. „Umweltbewertung der Baumaterialien“:

  • Mindestens 24 von 40 Punkten sind zu erzielen,
  • Mindestens 21 von 40 Punkten sind bei Gebäuden mit mindestens 3 Etagen über dem Erdgeschoss zu erzielen.

- 5.8.1 „Aufbau und Demontagefähigkeit“ :

  • 2017: Mindestens 6 von 10 Punkten sind zu erzielen,
  • 2018: Mindestens 8 von 10 Punkten sind zu erzielen,
  • 2019: 100 % Förderung bei mindestens 10 von 10 Punkten, 80 % des Gesamtbetrags der Förderung bei mindestens 8 von 10 Punkten.

(Technische Einzelheiten zu 4.1.1 siehe Fragen zu LENOZ Kategorie 4)
(Technische Einzelheiten zu 5.8.1 siehe Fragen zu LENOZ Kategorie 5)

Was tun, damit die Anforderungen in Bezug auf das Kriterium 5.8 der PRIMe House auf dem „PRIMe HOUSE“-Blatt des LENOZ-Tools korrekt angezeigt werden?

Damit die spezifische Anforderung (6, 8 oder 10 Punkte) in Bezug auf das Baujahr auf dem „PRIMe House“-Blatt korrekt angezeigt wird, muss das Erstellungsdatum auf der START-Maske des LENOZ-Tools korrekt eingetragen sein.

Das Erstellungsdatum muss gegebenenfalls dem Beantragungsdatum der Baugenehmigung entsprechen.

(Stand 10/2017)

Wie ist die Errichtung eines demontierbaren Neubaus gemäß Kriterium 5.8 nachzuweisen?

Jedes an der Durchführung der Arbeiten beteiligte Unternehmen liefert eine Rechnung samt Konformitätsbescheinigung und detailliertem Kostenvoranschlag/Erläuterung.

Zur Verringerung des Verwaltungsaufwands können die seitens der Umweltverwaltung bereitgestellten Konformitätsbescheinigungen die detaillierten Kostenvoranschläge/Erläuterungen und die Konformitätsbescheinigungen der Unternehmen ersetzen. Die entsprechenden Rechnungen sind beizufügen.

Die das für Wohnneubauten zu verwendende Formular der Umweltverwaltung (NCLD) ergänzenden Bescheinigungen stehen hier zum Download bereit.

(Stand 03/2018)

Was ist LENOZ?

LENOZ ist eine auf die luxemburgischen Gegebenheiten angepasste, freiwillige Nachhaltigkeitsbewertung von Wohngebäuden. Die Abkürzung „LENOZ“ steht für „Lëtzebuerger Nohaltegkeets-Zertifizéierung“.

Was beinhaltet ein LENOZ-Zertifikat?

Ein LENOZ-Zertifikat beinhaltet die Bewertung der Nachhaltigkeit eines Wohngebäudes auf der Grundlage von sechs Kategorien: Standort, Gesellschaft, Ökonomie, Ökologie, Gebäude & Technik und Funktion. Im Zertifikat werden die erreichte Nachhaltigkeitsklasse sowie die pro Kategorie/Thema erhaltene Punktzahl wiedergegeben.

Welche Beihilfen sind an ein LENOZ Zertifikat gebunden?

Für das Erstellen eines LENOZ-Zertifikats kann eine finanzielle Beihilfe («prime d’établissement») in Höhe von 1.500 Euro für ein Einfamilienhaus und von 750 Euro pro Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus beantragt werden.

Wer darf ein LENOZ-Zertifikat erstellen?

Folgende Personen dürfen LENOZ-Zertifikate erstellen:

  • Architekten und Ingenieuren im Sinne des Gesetzes vom 13. Dezember 1989 (loi du 13 décembre 1989 portant organisation des professions d’architecte et d’ingénieur-conseil),
  • Akkreditierte Personen im Sinne des Gesetzes vom 5. August 1993 (loi du 5 août 1993 concernant l’utilisation rationnelle de l’énergie),
  • Energieberater im Sinne des Gesetzes vom 21. April 1993 (loi du 21 avril 1993 relative à l’agrément des personnes physiques ou morales privées ou publiques, autres que l’Etat pour l’accomplissement de tâches techniques d’étude et de vérification dans le domaine de l’environnement).

Ist ein LENOZ-Zertifikat obligatorisch?

Nein, das LENOZ-Zertifikat ist ein freiwilliges Zertifikat, das Bauherrn und Eigentümer über den Nachhaltigkeitsgrad einer Wohnimmobilie informiert.

In welchen Fällen kann ein Zertifikat erstellt werden?

Ein LENOZ-Zertifikat kann für alle Wohngebäude erstellt werden, für die ein Energiepass vorliegt, unabhängig davon, ob es sich um einen Neubau oder ein bestehendes Wohngebäude handelt.
Die Ausstellung eines Zertifikates ist an eine gewisse „Mindestnachhaltigkeit“ entsprechend „Klasse 4“ (Kapitel 0.2 der « Annexe du règlement grand-ducal relative à la certification de la durabilité des logements») gekoppelt. Bestehende Wohngebäude können diese „Mindestnachhaltigkeit“ im Zuge von umfassenden Renovierungsarbeiten erreichen.

Kann ein LENOZ-Zertifikat für den Wohnteil eines Mischgebäudes erstellt werden?

Für alle Gebäude oder Teile eines Gebäudes, für die ein Energiepass eines Wohngebäudes vorliegt, kann ein LENOZ-Zertifikat erstellt werden. Es gelten im Rahmen einer LENOZ-Zertifizierung die gleichen Definitionen von Wohn- und Nutzgebäuden wie beim Energiepass.

Wer kann die Beihilfe zur Erstellung eines LENOZ-Nachhaltigkeitszertifikats im Falle einer Eigentümergemeinschaft beantragen?

Im Allgemeinen beantragt der Eigentümer eines Gebäudes oder der Hausverwalter die Beihilfe zur Erstellung eines Nachhaltigkeitszertifikats.

Ein Bauträger hat demnach Anspruch auf die finanzielle Beihilfe, sofern er zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags Eigentümer des Gebäudes ist. Künftigen Eigentümern von Wohngebäuden kann die finanzielle Beihilfe (prime d’ètablissement) nicht mehr bewilligt werden.

Der Betrag der finanziellen Beihilfe ergibt sich aus den nachstehenden Bestimmungen:

  • Sofern der Bauträger alleiniger Eigentümer ist und der vertikale Katasterauszug noch nicht erstellt wurde: Finanzielle Beihilfe in Höhe von Euro 1 500,-;
  • Sofern der Bauträger alleiniger Eigentümer ist und der vertikale Katasterauszug bereits erstellt wurde: Finanzielle Beihilfe in Höhe von Euro 750,- pro Wohnung bis zur Maximalhöhe der tatsächlichen Kosten.

(Stand 10/2017)

Wer beantragt die Beihilfe zur Erstellung eines LENOZ-Zertifikats im Falle einer Eigentümergemeinschaft?

Im Falle einer Eigentümergemeinschaft kann der Hausverwalter den Antrag stellen.

Wie lange ist ein LENOZ-Zertifikat gültig?

Das Zertifikat besitzt eine maximale Gültigkeit von 10 Jahren ab dem Erstellungsdatum. Neben dem Erstellungsdatum wird auch das Ablaufdatum der Gültigkeit auf dem Zertifikat ausgewiesen.
Außerdem erlischt die Gültigkeit des LENOZ-Zertifikats, wenn für das betroffene Wohngebäude die Gültigkeit des Energiepasses erlischt.

(Stand 10/2017)

Wie wird die Ökologie eines Wohngebäudes nach LENOZ bewertet?

Die Ökologie eines Wohngebäudes wird durch die Ökologiekennwerte Ienv und Iprim bewertet. Der Kennwert Iprim bewertet den Primärenergiebedarf der Baumaterialien und der technischen Installationen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Der Kennwert Ienv bewertet die Umweltverträglichkeit eines Materials oder eines Bauteils auf Grundlage der folgenden Umweltauswirkungen:

  • Treibhauspotenzial (GWP),
  • Ozonschichtabbaupotenzial (ODP),
  • Ozonbildungspotenzial (POCP),
  • Versauerungspotenzial (AP),
  • Überdüngungspotenzial (EP).

Darüber hinaus wird die Ökologie eines Wohngebäudes auch durch die nachstehenden Kriterien bestimmt:

  • Einsatz von Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung,
  • Senkung des Trinkwasserverbrauchs und der Abwassermenge,
  • Einsatz erneuerbarer Energien,
  • Eigenverbrauch des seitens der Photovoltaikanlage erzeugten Stroms,
  • Senkung des Stromverbrauchs der Haushaltsgeräte.

(Stand 10/2017)

Wie berechnet man die Ökologiekennwerte Ienv und Iprim?

Im Allgemeinen werden die Ökologiekennwerte Ienv und Iprim beim Ausfüllen des Berechnungsblattes der Wärmedurchgangskoeffizienten der verschiedenen Schichten der thermischen Hülle (U-Wert) automatisch berechnet (ausgehend von der im LuxEeb-Tool implementierten Datenbank).

Im Kapitel 7.3 der Annexe du règlement grand-ducal relative à la certification de la durabilité des logements» ist der Kennwert Ienv für verschiedene Konstruktionen angegeben. Die aktuellen, im LuxEeB-H-tool hinterlegten Materialwerte können eingesehen werden im Dokument „Materialdaten LENOZ 2016“ auf der Internetseite http://www.ml.public.lu/fr/lenoz/Experts/index.html

(Stand 10/2017)

Kann ein Experte zur Berechnung der Umweltauswirkungen andere Materialdaten als die im LuxEeB-H-Tool hinterlegten Daten verwenden?

Ein Experte kann andere Materialdaten als die im LuxEeb-H-Tool hinterlegten Daten verwenden, und zwar:

  • « Ökobau.dat 2016 » conformément à la norme EN 15804 (édition du 18.05.2016) oder
  • EPD (Environmental Product Declaration) du constructeur conformément à la norme EN 15804.

Sofern sich die Verwendung einer EPD für ein spezifisches Produkt als vorteilhaft erweist, steht den Experten der seitens des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen bereitgestellte Icalc-Kalkulator zur Verfügung, der auf der Webseite www.myenergy.lu unter der Rubrik „Experten“ heruntergeladen werden kann.
Im Falle der individuellen Berechnung seitens des Experten sind die zur Berechnung der Ökologiekennwerte erforderlichen Werte in Blatt Nr. 4 des Icalc-Kalkulators einzutragen.

Im Anschluss daran sind die Ökologiekennwerte des spezifischen Produkts im LuxEeb-Tool
manuell in das Berechnungsblatt der U-Werte zu übertragen.

Allgemeiner Hinweis: Jede Schicht (Dämmmaterialien, Membrane, Holz, Blöcke, Platten) kann optional nach Maßgabe dieser Methode berechnet werden. Beim Rückgriff auf eine produktspezifische EPD handelt es sich nicht um das seitens der Experten primär einzusetzende Verfahren. Um die Berechnung der Ökologiekennwerte so einfach wie möglich zu gestalten, steht im LuxEeb-Tool eine Datenbank zur Verfügung und SÄMTLICHE darin eingetragenen Werte können für die Berechnung der Ökologiekennwerte verwendet werden.

(Stand 10/2017)

Was ist zu tun, wenn zu einem Baumaterial keine Angaben der Umweltbelastungen vorliegen?

Für den Fall, dass die Angaben über die Umweltauswirkungen nicht vorliegen, können die Ökologiekennwerte des besagten Baumaterials nicht berechnet werden.

Welcher Primärenergiebedarf wird für die Berechnung des Kennwerts Iprim im Falle von Neubauten berücksichtigt?

Im Falle einer LENOZ-Zertifizierung eines Neubaus werden für die Berechnung des Kennwerts Iprim sowohl der Primärenergiebedarf für die Erstellung des Wohngebäudes als auch der Primärenergiebedarf über 30 Jahren für das Beheizen des Gebäudes berücksichtigt.

Welcher Primärenergiebedarf wird für die Berechnung des Kennwerts Iprim im Falle eines Bestandsgebäudes berücksichtigt?

Im Falle eines Bestandsgebäudes berücksichtigt der Kennwert Iprim (Kriterium 4.2) nur den Primärenergiebedarf der technischen Installationen, die zur Konditionierung des Gebäudes dienen.
Der Primärenergieaufwand der bestehenden Bausubstanz wird nicht berücksichtigt.

Welche Bauteile eines Wohngebäudes werden für die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim berücksichtigt?

Im Falle eines Neubaus werden die Bauteile der thermischen Hülle (Außenstruktur) und die Innenwände und Innendecken berücksichtigt.
Für die Bauteile der Außenstruktur werden sämtliche für die Berechnung des U-Wertes zu berücksichtigenden Schichten auch für die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim berücksichtigt.
Wohnungstrennwände zwischen zwei Wohngebäuden oder zwischen den verschiedenen Einheiten eines Mehrfamilienhauses gelten als Innenwände (innerhalb der Gebäudehülle).

Im Falle eines Bestandgebäudes werden ausschließlich die im Zuge der Renovierungsarbeiten neu eingebrachten Dämmmaterialien berücksichtigt.

(Stand 10/2017)

Welche Bauteilschichten sind für die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim zu berücksichtigen?

Die Berechnung der Kennwerte Ienv und Iprim folgt den Regeln der Berechnung der U-Werte. Allerdings müssen Abdichtungsschichten und Dampfbremsen für die Berechnung der ökologischen Kennwerte berücksichtigt werden, auch wenn diese bei der Berechnung des U-Wertes aufgrund ihres geringen Dämmwirkung vernachlässigbar sind.

(Stand 10/2017)

Details zu Ieco12 siehe Abschnitt 5 Fragen zur Förderung energetischer und nachhaltiger Renovierungen im Rahmen der PRIMe House ab 2017

Welche Anforderungen stellt das LENOZ-Kriterium 5.8 an die Demontierbarkeit eines Neubaus?

Der überwiegende Anteil eines Bauteils, d.h. über 50 % seiner Fläche, muss einfach demontierbar bzw. trennbar sein.
Ausgenommen von der Anforderung an die Demontierbarkeit sind:

  • Putzschicht auf Dämmungen auf Mauerwerk
  • Erdberührte Bauteile.

Für die Demontierbarkeit müssen sämtliche Schichten eines Bauteils berücksichtigt werden, welche auch für die U-Wert-Berechnung zu berücksichtigen sind. Erdreichberührte Bauteile sowie die Oberflächenmaterialien von Wänden, Böden und Decken (z.B. Tapeten, Farben, Bodenbeläge usw.) werden nicht mit einbezogen. Ein Verzeichnis der Materialien der überwiegend vorhandenen Bauteile ist zu erstellen, das die Lage, den Aufbau und die Art der Materialzusammensetzung pro Bauteil enthält. Eine Vorlage der Liste befindet sich im LENOZ-Musterdossier.

(Stand 10/2017)

Zu welchen Bauteilen müssen Angaben hinsichtlich der Demontagefähigkeit gemacht werden?

Die Angaben der Demontagefähigkeit müssen zu allen Bauteilen der Gebäudehülle sowie zur inneren Struktur (Wände und Decken) gemacht werden:

  • Dachkonstruktion
  • Außenwandkonstruktion
  • Fenster
  • Unterer Abschluss der Gebäudehülle
  • Innendecken
  • Innenwände.

Wie verfasst man die Dokumentation der technischen Anlagen entsprechend dem LENOZ-Kriterium 5.7.6?

myenergy hat eine Vorlage eines kurzen und einfachen Handbuchs, das die Beschreibung der wichtigsten Bestandteile der technischen Anlagen, deren Regelung sowie Wartungsintervalle enthält entwickelt. Sie können die einzelnen Kapitel pro Anlagentechnik hier runterladen.

(Stand 10/2017)

Was sind die grünen Verschmutzungen auf einer Putzfassade?

Grüne Verschmutzungen von Putzfassaden entstehen durch Pilz- oder Algenbefall. Diese Verschmutzungen sind ein natürliches, wenn auch unerwünschtes Phänomen im Alterungsprozess einer Fassade, das auftritt, wenn bestimmte für das Algenwachstum günstige Bedingungen vorliegen. Es handelt sich um ein ästhetisches Problem, welches keinen negativen Einfluss auf die Bausubstanz oder die Gesundheit der Bewohner darstellt.

Was ist die Ursache für Pilz- oder Algenwachstum auf Fassaden?

Pilz- oder Algenwachstum auf Fassaden entsteht durch Feuchtigkeit, die durch Niederschläge oder Tauwasser auf der Putzoberfläche entsteht und nicht schnell genug verdunsten kann. Tauwasser bildet sich intensiver bei erhöhter Außenluftfeuchtigkeit und niedrigerer Temperatur der Putzoberfläche. Feuchtigkeit hält sich besonders lange auf den der Sonne abgewandten Fassadenseiten (Norden und Westen) oder wenn Fassaden von Bäumen oder Pflanzen verschattet werden.

Algen- oder Pilzbefall wird begünstigt, wenn auf konstruktiven Regenwasserschutz wie Dachüberstände und Fensterbänke oder auf Spritzwasserschutz im Sockelbereich verzichtet wird.

Pilze oder Algen können sowohl auf gedämmten als auch auf ungedämmten Fassaden entstehen. Dünnschichtige Außenputze auf gedämmten Fassaden sowie grobe Texturen der Fassade sind tendenziell anfälliger für einen Befall. Mineralische Putzoberflächen mit geeignetem Anstrich sind weniger anfällig.

Welche gestalterischen Maßnahmen verringern Pilz- oder Algenwachstum?

Überstände von Dächern und Fensterbänken sowie Sockelzonen schützen Fassaden vor Niederschlägen und Spritzwasser und verringern somit das Risiko von Pilz- oder Algenwachstum. Dieser sogenannte „konstruktive Feuchtigkeitsschutz“ ist Teil der architektonischen Gestaltung und muss bereits in der Entwurfsphase berücksichtigt werden.

Welche Fassadenkonstruktion verringern das Phänomen?

Tendenziell sind hinterlüftete Vorhangfassaden oder die monolithische Bauweise ohne Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) weniger anfällig für Pilz- und Algenbildung.

Welche Dämmmaterialien verringern Pilz- oder Algenwachstum?

„Schwere“ Dämmmaterialien (mit hoher Rohdichte) speichern die Wärme besser als leichte Dämmmaterialien. Hierdurch kühlt die Fassade bei kürzeren Tieftemperaturphasen langsamer aus und es kann sich weniger Tauwasser auf der Putzoberfläche bilden. Das Risiko von Pilz- oder Algenwachstum sinkt.

„Schwere“ Dämmmaterialien sind in der Regel aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Holzfaser-, Zellulose- oder Hanfdämmungen. Das luxemburgische Förderprogramm „PRIMe House“ sieht für den Einsatz von einigen Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen im Falle einer energetischen Sanierung einen zusätzlichen Öko-Bonus von 40€/m2nachträglich angebrachter Dämmung vor.

Welche Putze verringern Pilz- oder Algenwachstum?

Bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) kann durch Materialwahl und Ausführung der Putzschicht das Algenwachstum verzögert werden. Vorteilhaft sind:

  • mineralische Putze,
  • dickschichtige Putze,
  • Putze ohne Zusatz von Farbe, die nach der Fertigstellung einen Anstrich benötigen,
  • glatte Textur des Oberputzes.

Vielen Putzen werden Biozide (Schädlingsbekämpfungsmittel) beigemischt, die Pilz- und Algenwachstum verhindern sollen. Die Biozide werden mit der Zeit allerdings vom Regen ausgewaschen und gelangen so in Gewässer und Böden. Mineralische Putze bilden eine umweltschonende Alternative zu Putzen mit Bioziden.

Wie kann nach Fertigstellung der Putzfassade Pilz- oder Algenwachstum verringert werden?

Regelmäßige Instandhaltung einer Putzfassade kann das Pilz- oder Algenwachstum deutlich verringern. Fassaden mit erhöhtem Risikofaktor (Nordorientierung, Baumschatten) sollten regelmäßig von einem Fachunternehmen gereinigt und bei Notwendigkeit gestrichen werden. Beschädigte Anschluss- und Dehnungsfugen an Fensterbänken oder Auslässen von Lüftungsanlagen müssen erneuert werden.

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