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Besteht die Möglichkeit das Tätigkeitsfeld einer bestehenden Genossenschaft die noch keinen Solarstrom produziert zu erweitern?

Sind Sie Mitglied in einer bestehenden Genossenschaft die noch keine Photovoltaikanlage besitzt jedoch die Bedingungen erfüllt, den Einspeisetarif zu erhalten (mindestens 7 Privatpersonen, Vereine ohne Gewinnzweck oder Stiftungen)? Dann bietet sich Ihnen die Möglichkeit, eine außergewöhnliche Generalversammlung einberufen zu lassen, um über die Erweiterung des Tätigkeitsfeldes auf die Stromerzeugung zu diskutieren.

Enthalten Photovoltaikmodule gefährliche Stoffe?

Was die auf dem luxemburgischen Markt bei weitem am gebräuchlichsten Silizium-Solarzellen betrifft, so bedarf es für deren Herstellung heutzutage keinerlei umweltschädlicher Substanzen.

Die „Dünnschicht"-Solarzellen verwenden Bestandteile wie Cadmium oder Tellur. Die für die Herstellung der dazugehörigen Module eingesetzten Mengen sind jedoch minimal, was insbesondere für die Solarzellen aus Cadmiumtellurid (CdTe) gilt. CdTe weist eine geringe Toxizität auf und seine ökologischen Folgen werden im Vergleich zu den möglichen Auswirkungen anderer Stromerzeugungsarten als vernachlässigbar erachtet.

Erfordern Photovoltaikmodule den Einsatz knapper Rohstoffe?

Heutzutage gibt es keinerlei Einschränkungen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien für die Herstellung von Photovoltaikmodulen und statt kritischer Materialien können Alternativen verwendet werden.

Silizium ist die Hauptsubstanz der gleichnamigen Solarzellen und weist keinerlei Verfügbarkeitsprobleme auf. Weitere Substanzen wie Silber können durch andere Rohstoffe ersetzt werden, ohne dass dadurch der Wirkungsgrad der Solarzellen unmittelbar verschlechtert wird.

Bei „Dünnschicht"-Solarzellen werden Indium, Tellur, Gallium, Selen und Cadmium als kritische Rohstoffe betrachtet. Die genaue Auswirkung der Marktentwicklung auf die Verfügbarkeit dieser Mineralien wird gegenwärtig noch erforscht.

Ist das Recycling gebrauchter Batterien im Rahmen des Eigenverbrauchs von Photovoltaikstrom möglich?

Ja, das Recycling dieser Batterien ist möglich und übrigens auch durch das Gesetz vom 19. Dezember 2008 über Batterien und Akkumulatoren sowie Altbatterien und Altakkumulatoren geregelt, das die europäische Richtlinie 2006/66/EG in luxemburgisches Recht umsetzt. Dieses Gesetz erfordert das Recycling von mindestens 50% des Gewichts der Batterien, bei denen es sich nicht um Blei-Säure-Batterien und Nickel-Cadmium-Batterien handelt, sondern folglich um Lithium-Ionen-Akkus.

Die für das Recycling gegenwärtig attraktivsten Bestandteile sind Kobalt, Nickel, Kupfer und Aluminium. Zur Sicherstellung der Versorgung müsste sich das Lithium-Recycling mittelfristig verbessern.

Für weitere Informationen oder Anweisungen in Bezug auf das Recycling dieser als Industrieakkus betrachteten Batterien können Sie sich entweder an die „SuperDrecksKëscht" oder an die Vereinigung „Ecobatterien asbl" wenden.

Ist das Recycling von Photovoltaikmodulen möglich? Falls ja, welcher Teil kann wiederverwertet werden?

Im Allgemeinen sind sämtliche Photovoltaikmodule recycelbar.

Für Module auf Siliziumbasis und für cadmiumhaltige „Dünnschicht"-Module gibt es gefahrlose Recyclingverfahren. Das Recycling ist übrigens durch die europäische Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte geregelt, die durch die geänderte großherzogliche Verordnung vom 30. Juli 2013 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte in nationales Recht umgesetzt wurde: Dieser Gesetzesrahmen sieht gegenwärtig vor, dass mindestens 70% (ab 15. August 2018 mindestens 80%) der Masse eines Photovoltaikmoduls recycelt wird.

Gleichwohl beläuft sich die Recyclingrate von Photovoltaikmodulen auf nahezu 100%, wenn man bedenkt, dass die Module im Allgemeinen überwiegend aus Glas, Aluminium und anderen Metallen bestehen. Die reinen Module beinhalten in der Regel nur sehr begrenzte Mengen an synthetischen Materialien wie Silizium oder andere Mineralien. Das Recycling dieser Bestandteile ist dennoch aus technischer Sicht möglich, wenngleich die Verfahren für deren Extraktion gegenwärtig noch nicht rentabel sind. Daher werden diese Materialien derzeit hauptsächlich zur thermischen Verwertung genutzt.

Ist der Eigenverbrauch meines selbstproduzierten Stroms erlaubt?

Der Eigenverbrauch des selbstproduzierten Stroms ist erlaubt, die Anschlussbedingungen des betreffenden Netzbetreibers müssen jedoch eingehalten werden. Diese beziehen sich vor allem auf die Sicherheit der elektrischen Installation und des Netzbetriebs. Bitte informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Netzbetreiber.

Ist die Instandsetzung von Photovoltaikmodulen möglich?

Ja, eine Instandsetzung ist im Allgemeinen möglich, es sei denn, das Glas der Module ist kaputt.

Gegenwärtig handelt es sich bei den meisten der zum Recycling vorgesehenen Module um fehlerhafte Module oder um Module, die beim Transport beschädigt wurden. Wenn möglich erweist sich die Instandsetzung folglich als beste Methode, um den Modulen ein „zweites Leben" zu schenken und auf diese Weise den Lebenszyklus der andernfalls recycelten Module zu verlängern.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für mich?

Alle Informationen zu dieser Frage finden Sie in unserer praktischen Checkliste!

Muss ich meine Photovoltaikanlage versteuern sowie die Mehrwertsteuer zahlen?

Sofern die Leistung Ihrer installierten Photovoltaikanlage 4 kWp übersteigt, muss der Ertrag der Stromerzeugung in Ihrer Steuererklärung angegeben und versteuert werden. Legen Sie Ihrer Steuererklärung das entsprechend ausgefüllte Model 121 bei.

Hier finden Sie alle Informationen zur steuerlichen Behandlung für den Betrieb Ihrer Photovoltaikanlage.

Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung unter 4 kWp werden nicht besteuert.

  • Von einer Befreiung der MwSt. profitieren

Laut dem Artikel 57 des abgeänderten Gesetzes vom 12. Februar 1979 bezüglich der MwSt. können Sie von einer Befreiung der MwSt. profitieren falls Ihr Jahreseinkommen aus der Stromproduktion den Grenzbetrag von 30.000 € nicht überschreitet.

In diesem Fall können Sie Ihre Produktion verkaufen (einspeisen) oder selbst verbrauchen, ohne da seine MwSt. anfällt. Der Einkauf Ihrer Photovoltaikanlage unterliegt weiterhin dem normalen MwSt.-Satz von 17 % und die aus dem Netz entzogene Elektrizität unterliegt einem reduzierten MwSt.-Satz von 8 %. Werden keine spezifischen Schritte unternommen stellt diese Option den Normalfall dar, welcher von Amts wegen angewendet wird.

  • Sich dem abgeänderten Gesetz vom 12. Februar 1979 bezüglich der MwSt. unterwerfen (Rückerstattung der MwSt.)

Die Unterstellung unter das abgeänderte Gesetz vom 12. Februar 1979 bezüglich der MwSt. erlaubt es Ihnen die im Vorfeld gezahlte MwSt. für Ihre Anlage zurückzufordern. Im Gegenzug unterliegt die Gesamtheit Ihrer Stromproduktion einem ermäßigten MwSt.-Satz von 8 %, also egal ob Sie ins Netz eingespeist wird oder selbst verbraucht wird.

Diese MwSt. muss mittels einer jährlichen MwSt.-Erklärung der Administration de l'enregistrement et des domaines gemeldet und überwiesen werden. Die benötigten Daten in Bezug auf den Verbrauch bzw. die Stromproduktion stammen von Ihrem intelligenten Stromzähler (smart meter) „Smarty“ sowie vom anlageneigenen Stromzähler.

Sollten Sie diese Option wählen, so verpflichten Sie sich dazu, die MwSt. während einer Frist von mindestens 10 Jahren zu deklarieren und zu zahlen (Amortisationszeit der Anlage). Im Falle einer Nichteinhaltung führt die Verwaltung eine Begradigung durch und Sie müssen einen Teil Ihrer zurückerhaltenen MwSt. zurückzahlen.

Nach 10 Jahren Betriebszeit können Sie eine Einstellung der Tätigkeit bei Ihrem Steuerbüro beantragen. In diesem Falle zahlen Sie für die restliche Laufzeit Ihrer Photovoltaikanlage keine MwSt. mehr auf den produzierten Strom.

Die folgende Übersichttabelle fasst die anzuwendenden MwSt.-Sätze auf den aus dem Netz entzogenen (PR), den eingespeisten (IC) und den selbstverbrauchten (AC) Strom zusammen:

TVA 17% (Ausstattung)

TVA 8% (Strom)

 

Jahr 0-9

Jahr 10+

Anwendung der „MwSt Gesetzgebung“ mit Rückerstattung der im Vorfeld gezahlten MwSt.

MwSt. auf PR = 8 %
MwSt. auf IR = 8 %
MwSt. auf AC = 8 %

MwSt. auf PR = 8 %
MwSt. auf IR = 0 %
MwSt. auf AC = 0 %

Zählung

1 Smarty (Verbrauch)
1 PV-Zähler (Produktion)

1 Smarty

 

Welche finanziellen Beihilfen kann ich für meine Photovoltaikanlage erhalten?

Weitere Informationen zu den aktuellen Förderprogrammen und Einspeisetarifen für Ihre Photovoltaikanlage finden Sie hier.

Welche technischen Entwicklungen gibt es im Bereich der Photovoltaik?

Die „Dünnschicht"-Module (Solarzellen aus dem als CIGS bezeichneten Werkstoff Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid und aus CdTE) sind immer stärker verbreitet. Diese Technologie ermöglicht Energieeinsparungen und eine noch bedeutendere Verringerung der Umweltauswirkungen im Vergleich zu den derzeitigen Modul-Typen, was darauf zurückzuführen ist, dass die Herstellungsmethode einfacher und der Bedarf an Rohstoffen noch geringer ist. Diese Solarzellen zeichnen sich bereits heute durch einen Wirkungsgrad von über 20% aus. Durch ihre geringe Dicke bieten diese Module darüber hinaus eine größere Flexibilität beim Einbau, was gebogene Formen und eine leichtere Einbindung in die Fassade oder das Dach ermöglicht.

Neben den gängigen Technologien verspricht die Entwicklung der sogenannten Tandem-Solarzellen durch das Übereinanderschichten von Einfachsolarzellen einen noch besseren Wirkungsgrad. Diese Solarzellen bestehen aus zwei oder mehreren aktiven Schichten, die das Auffangen verschiedener Teile des Solarspektrums ermöglichen.

„Dünnschicht"-Module sind bereits auf dem Markt erhältlich, wenngleich diese Technologien gegenwärtig noch weiterentwickelt werden. Die Marktreife ist in den kommenden Jahren zu erwarten. Die als Tandemzellen bezeichneten Solarzellen befinden sich gegenwärtig noch in Entwicklung, wobei erwartet wird, dass sie in absehbarer Zeit ihren Markteinzug halten könnten.

Welche Umweltauswirkungen haben die Batterien von Photovoltaikanlagen?

Zur Beurteilung der Umweltauswirkungen der Batterien sind die verwendeten knappen und teilweise gefährlichen Rohstoffe (Blei, Lithium,...), ihre Ursprünge und der bei der Herstellung der Batterien verwendete Strommix zu berücksichtigen.

Die Lithium-Ionen-Akkus bestehen unter anderem aus Kobalt, Nickel, Kupfer, Aluminium und Lithium. Was diese Materialien anbelangt, so ist insbesondere die Verfügbarkeit von Lithium ein aktuelles Thema. Kurzfristig reichen die Vorräte zwar aus, um die Batterieherstellung sicherzustellen, doch muss das Lithium-Recycling ausgebaut werden, um die mittelfristige Versorgung zu sichern.

Die Untersuchung der Umweltauswirkungen dieser Batterien stellt derzeit ein bedeutendes Forschungsthema dar. Obgleich im Hinblick auf die Rentabilität, die Leistungsfähigkeit und die Verringerung der Umweltauswirkungen der Batterien bereits eine positive Entwicklung stattgefunden hat, befinden sich diese nach wie vor mitten im Entwicklungsstadium und in naher Zukunft sind bedeutende Fortschritte zu erwarten.

Wer ist für das Recycling von Photovoltaikmodulen verantwortlich?

Laut der geänderten großherzoglichen Verordnung vom 30. Juli 2013 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte ist der Hersteller selbst für die Sammlung und Behandlung der Photovoltaikmodule verantwortlich.

Unter Hersteller ist jede natürliche oder juristische Person zu verstehen, die Photovoltaikmodule in Luxemburg herstellt oder als erste auf dem luxemburgischen Markt einführt. Dem Hersteller gleichgestellt ist jede Person, die in einem anderen Mitgliedstaat oder in einem Drittland niedergelassen ist, und Photovoltaikmodule gewerbsmäßig unmittelbar an einen Nutzer in Luxemburg liefert. Konkret handelt es sich in Luxemburg dabei in den meisten Fällen um den Installateur der Photovoltaikanlage.

Die Besitzer von Photovoltaikanlagen haben die nachstehenden Möglichkeiten, um sich ihrer alten Photovoltaikmodule zu entledigen:

In Bezug auf Photovoltaikmodule, die vor dem 13.08.2005 auf den Markt gebracht wurden:

  • Im Falle des Austauschs der Photovoltaikmodule ist die Rücknahme des alten Moduls kostenlos und erfolgt seitens des Unternehmens, das die neue Ausrüstung liefert.
  • Im Falle des Abbaus des Photovoltaikmoduls (ohne Austausch des Moduls) erfolgt die Entfernung durch einen professionellen Sammler und ist für den Nutzer kostenpflichtig.

In Bezug auf Photovoltaikmodule, die nach dem 13.08.2005 auf den Markt gebracht wurden:

  • Kostenlose Rücknahme seitens des Herstellers, der die Kosten für die Sammlung, die Behandlung und die Verwertung der Photovoltaikmodule übernimmt.

Ungeachtet des Vorstehenden können Hersteller und Nutzer Vereinbarungen abschließen, in denen andere Finanzierungsmethoden festgesetzt sind

Wie beteilige ich mich an einer bestehenden Energiekooperative?

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, eine eigene Photovoltaikanlage zu installieren oder wollen Sie in eine nachhaltige Zukunft investieren, dann könnte die Beteiligung an einer bestehenden Energiekooperative für Sie interessant sein.

Um Informationen zu den Aufnahmebedingungen zu erhalten, sollten Sie sich direkt an die entsprechenden Kooperativen wenden. Für die Aufnahme müssen Sie meistens einen formellen Antrag an den betreffenden Verwaltungsrat senden und nach dessen Zustimmung mindestens einen Anteil an der Genossenschaft erwerben.

Wie lange dauert die energetische Amortisation von Photovoltaikmodulen?

Die energetische Amortisationszeit ist die Zeit, die eine Photovoltaikanlage benötigt, um dieselbe Energiemenge zu erzeugen, die für ihre Herstellung erforderlich war. Zur Berechnung dividiert man die zur Herstellung des Moduls aufgewandte Energie durch die jährliche Energieerzeugung des Moduls.

Die Amortisationszeit für die gegenwärtig auf dem mitteleuropäischen Markt erhältlichen Arten von Photovoltaikmodulen beläuft sich im Allgemeinen auf weniger als zwei Jahre. Silizium-Solarzellen, die auf dem luxemburgischen Markt bei weitem am gebräuchlichsten sind, weisen eine Amortisationszeit von unter zwei Jahren auf, und die derzeit aufkommenden „Dünnschicht"-Solarzellen eine Amortisationszeit von unter einem Jahr.

Wie muss ich meine Photovoltaikanlage warten und reinigen?

Um langfristig den bestmöglichen Ertrag zu erzielen, sollte eine Photovoltaikanlage regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Ihre Anlage sollte daher alle 5 bis 10 Jahre von einem Fachmann kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt werden. Sollten Sie einen direkten Zugang zu den Modulen haben, können Sie die Panele auch regelmäßig selbst reinigen.

Wie wirken sich Photovoltaikmodule auf die Umwelt aus?

Die Umweltauswirkungen werden über den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Folglich werden die bei der Herstellung und beim Betrieb der Photovoltaikanlage entstehenden Umweltauswirkungen berücksichtigt (Auswirkung auf den Klimawandel, Mineralstoffgewinnung, Toxizität für Lebewesen,…), einschließlich der durch die erzeugte Energie erfolgten Einsparungen.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Herstellung bestimmter Photovoltaikmodule den Einsatz knapper Rohstoffe und gefährlicher Stoffe erfordert, sind die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg geringer als die durch den nationalen oder europäischen Strommix verursachten Auswirkungen. Durch das Recycling der Module am Ende ihrer Lebenszeit oder die Instandsetzung gebrauchter Module im Hinblick auf deren Wiederverwendung im Rahmen eines „zweiten Lebens" können diese Auswirkungen noch weiter verringert werden.

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