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Nachhaltiges Bauen

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Was ist nachhaltiges Bauen?

Nachhaltigkeit berücksichtigt die Lebensqualitätheutiger und künftiger Generationen und beruhtauf drei Aspekten:

Die Weichen zum nachhaltigen Bauen werden bereits in der Planung gestellt.

Bauherr und Planer entscheiden bewusstoder unbewusst in der Planungsphase über:

  • "Verbrauch" von Natur und Landschaft
  • Verbrauch von Energie und Betriebsmitteln
  • Lebensdauer von Gebäudeteilen und des Gesamtgebäudes
  • Einsatz wiederverwendbarer bzw. recyclebarer Bauprodukte
  • Kurze Transportwege bei Bau und Betrieb
  • Gute Rückbaufähigkeit.

Treffen Sie Ihre Entscheidungen bewusst! Planen Sie nachhaltig!

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Warum nachhaltig bauen?

Nachhaltiges Bauen ist ressourcenschonend

Wer nachhaltig baut, achtet auf einen geringen Verbrauch an Ressourcen und auf geschlossene Stoffkreisläufe. Vergleichende Lebenszyklusanalysen ermöglichen die Auswahl von ressourcenschonenden Materialen. Ein hoher Grad an Wiederverwertbarkeit verringert den zukünftigen Ressourcenabbau.

Lebenszyklus eines Gebäudes: "von der Wiege bis zur Bahre"

Die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes umfasst alle „Lebensabschnitte“ seiner Baumaterialien: Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Einbau, Nutzung und Wiederverwendbarkeit der Materialen beim Rückbau. 

 

Nachhaltiges Bauen ist umweltverträglich

Wer nachhaltig baut, nutzt ökologische Baustoffe mit geringen negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Der Abbau von Rohstoffen und die Herstellung von Baumaterialien wirken sich auf die Umwelt aus. Beeinflusst werden der Treibhauseffekt, der Abbau der Ozonschicht, die Bildung von Ozon, die Versauerung und Überdüngung von Böden.

Die Berechnung der Umweltauswirkungen ermöglicht einen Vergleich der „Ökologie“ von Baumaterialien. 

 

Nachhaltiges Bauen ist wertbeständig 

Wer nachhaltig baut, richtet den Blick in die Zukunft und denkt in Lebenszyklen. 

Lebenszykluskosten umfassen alle Kosten, die ein Gebäude von der Projektentwicklung bis zu seinem Rückbau verursacht, also die einmaligen Ausgaben (Investitionskosten) und die laufenden Folgekosten (Nutzungskosten). 

 

Ein qualitativ hochwertiges Gebäude führt zu niedrigeren Kosten in der Nutzungsphase. Entsprechend erhöht ist der Planungsaufwand und damit die Investition.

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Welcher Standort ist richtig?

Mehr Lebensqualität durch kluge Standortwahl

Nachhaltig ist ein Standort, wenn er kurze Wegezur Arbeit, für alltägliche Besorgungen und für die Freizeitgestaltung ermöglicht.

Um eine hohe Lebensqualität sicherzustellen sollten folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Besonnung
  • Überschwemmungsrisiko
  • Lärmeinwirkungen
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Warum flächen sparend bauen?

Nachhaltiges Bauen schont Natur und Landschaft

Steigende Bevölkerungszahlen und begrenztes Bauland erfordern eine flächensparende und verdichtete Bauweise bei gleichbleibender Wohnqualität.

Dies bedeutet:

  • Nutzung von Baulücken
  • Renovierung leerstehender Gebäude
  • Kompakte Bauformen und Siedlungstrukturen.

 

Einfamilienhaussiedlung vs. flächensparende Wohnform

Das freistehende Einfamilienhaus verursachtden größten Flächenverbrauch und die höchsten Baukosten.

 

Flächensparende Wohnformen sind preiswerter. Sie favorisieren:

  • Durchmischung der Wohnformen
  • Wohnraum für Senioren, Singles und Familien
  • Attraktive Gestaltung der Außenbereiche.
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Was ist graue Energie?

Der Unterschied zwischen einer Erdbeere im Juni und einer Erdbeere im Dezember

Die Erdbeere im Dezember

  • stammt von der Südhalbkugel und wird mitdem Flugzeug transportiert
  • stammt aus dem Gewächshaus und ist mit Hilfe von künstlichem Licht und künstlicher Wärme aufgewachsen

Die Erdbeere im Juni ist mit Sonnenlicht aufgewachsen und stammt vom Obstbauer aus der Region.

In der Dezember-Erdbeere ist mehr graue Energie verborgen als in der Juni-Erdbeere.

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Wo ist graue Energie in einem Gebäude „versteckt“?

Die Errichtung eines Gebäudes bedeutet immer Aufwand an grauer Energie.

Will man den Anteil an grauer Energie gering halten, muss man wissen, wo sie versteckt ist.

56% der grauen Energie eines Gebäudes werden für den Rohbau aufgebracht. Mit der Wahl der Konstruktionsmaterialien legen Sie den größten Teil der grauen Energie Ihres Hauses fest.

14% der grauen Energie sind in der Fassade „versteckt“, hier ist vor allem die Wahl des Dämmmaterials ausschlaggebend!

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Wie reduziere ich die graue Energie beim Bau meines Hauses?

Bei der Planung

  • Kompakte Bauweise
  • Maximale Anpassung an den natürlichen Geländeverlauf
  • Verzicht auf Keller
  • Verwendung von Standardmaßen und vorgefertigten Bauteilen

Graue Energie von Wandkonstruktionen*

Konstruktive Gestaltung

  • Leichtbauweise (Holzkonstruktion) anwenden
  • Sparsamer Umgang mit transparenten Fassadenelementen
  • Weiterverwendbarkeit der Bauteile durch reversible Verbindungen ermöglichen

 

Wussten Sie schon?

Betrachtet man ein Gebäude über eine Lebensdauer von 60 Jahren, so entfallen rund 25% des Energieeinsatzes dieses Gebäudes allein auf die Herstellung des Kellers.**;

 

Quellen: *Stefan Oehler, Hans Georg Reinke : Fassadenbaustoff e im Vergleich, Ökobilanz von 10 Aussenwandtypen **Energiesparverband (2006) : Graue Energie im Alltag

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Welches Holz für mein Haus?

Wählen Sie zertifiziertes Bauholz!

Holz kann sowohl beim Rohbau als auch beim Innenausbau eingesetzt werden. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der viele ökologische Vorteile bietet.

Voraussetzung dafür ist, dass das Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammt: diese vermeidet eine irreversible Zerstörung oder mittel- bis langfristige Störungen das Waldes.

Mit Hilfe folgender Zertifizierungen können Sie sicher sein, dass Ihr Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt.

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Welches Dämm material nehme ich?

Wählen Sie ökologisches Dämmmaterial!

Die Herstellung eines Baumaterials hat Auswirkungen auf den Treibhauseffekt, den Abbauder Ozonschicht, die Ozonbildung, auf Versauerung und Überdüngung.

Diese Umweltauswirkungen und der Aufwandan grauer Energie werden im Ökologie-Indikator zusammengefasst. Je kleiner der Indikator ist,desto ökologischer ist das Material.

Umweltbewertung der Dämmstoffe

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Wie vermeide ich Verunreinigungender Innenluft?

Gesundes Wohnen durch emissionsarme Materialien

Baustoffe können flüchtige organische Stoffe ‒sogenannte VOC‒ emittieren. Eine hohe Belastung der Innenraumluft durch VOC kann zu Kopfschmerzen, Allergien, Müdigkeit, Leistungsminderung, Schlafstörungen und Reizungen der Atemwege führen.

Für Wände und Decken sind zu empfehlen:

  • Kalk- oder Lehmputz eingefärbt
  • Kalk- oder Lehmputz mit mineralischem Anstrich
  • Papiertapeten.

Für Böden sind zu empfehlen:

Diese Label helfen bei der Wahl von emissionsarmen Materialien für den Innenausbau

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Woran erkenneich die Nachhaltigkeit eines Wohngebäudes?

LENOZ: Luxemburgische Nachhaltigkeitszertifizierung für Wohngebäude

Um den luxemburgischen Wohnungsbau nachhaltig und zukunftsfähig weiter zu entwickeln und nachhaltiges Planen und Bauen zu unterstützen, bereitet das Wohnungsbauministerium eine Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Wohngebäuden für Luxemburg vor.

Die Vorteile einer Zertifizierung sind:

  • Transparenz der Angebote auf dem Immobilienmarkt
  • Orientierung bei eigener Planung und Wahl
  • Qualitätssicherung.  

Vorteile für Planer:

  • Leitlinien zum nachhaltigen Planen
  • Qualität und Aussagekraft der Zertifizierung bei mäßigem Zeit- und Kostenaufwand
  • Daten des Luxemburger Energiepasses fließen in die Bewertung der Nachhaltigkeit ein.

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Warum eine luxemburgische Zertifizierung von Wohngebäuden?

LENOZ: Europäische Nachhaltigkeitskriterien- auf Luxemburg angepasst

Die luxemburgische Nachhaltingkeits-Zertifizierung (tzebuerger Nohaltegkeets Zertifizéierung fir Wunngebaier) wird auf Basis europäischer Systeme entwickelt und integriert darüber hinaus luxemburgische Merkmale bezüglich Standort oder Ökonomie.

Ein wesentliches Ziel ist es, LENOZ mit dem luxemburgischen Energiepass zu verbinden.

  

 

Weitere Informationen zur LENOZ-Zertifizierung

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